Fondsvolumen steigt trotz Marktverwerfungen leicht
Der Schweizer Fondsmarkt hat das erste Quartal 2026 laut Asset Management Association Switzerland mit einem leichten Volumenzuwachs abgeschlossen. Per Ende März belief sich das Marktvolumen auf CHF 1’742’013 Mio. und lag damit um CHF 2’188 Mio. über dem Stand zu Jahresbeginn. Wesentlicher Treiber waren Netto-Neugeldzuflüsse von CHF 17’658 Mio., während negative Markteffekte die Entwicklung deutlich belasteten.
Nach einem zunächst positiven Jahresauftakt mit Mittelzuflüssen und freundlicher Renditeentwicklung kam es im März zu einer abrupten Eintrübung. Der Krieg gegen den Iran und die daraus resultierenden geopolitischen Unsicherheiten führten zu Renditeverlusten an den Aktienmärkten. Schweizer Aktienfonds verloren im Quartalsverlauf im Durchschnitt 4,4%.
Aktienfonds bleiben trotz Rückschlägen gefragt
Bemerkenswert ist, dass Anlegerinnen und Anleger trotz gestiegener Volatilität und Kursrückgängen überwiegend an ihren Aktienexposures festhielten. Die im bisherigen Jahresverlauf sichtbare Risikobereitschaft setzte sich auch im März fort: Allein in diesem Monat flossen CHF 1,45 Mrd. netto in Aktienfonds.
Über das gesamte erste Quartal summierten sich die Zuflüsse in Aktienfonds auf CHF 12,0 Mrd. Obligationenfonds verzeichneten Mittelzuflüsse von CHF 4,8 Mrd., während Anlagestrategiefonds CHF 983 Mio. einsammelten. Lediglich Geldmarktfonds mussten im Quartal Abflüsse von CHF 586 Mio. hinnehmen.
Diese Allokationsmuster deuten darauf hin, dass Investoren die Marktrisiken zwar wahrnehmen, zugleich aber an längerfristigen Positionierungen festhalten. Adrian Schatzmann, CEO der Asset Management Association Switzerland (AMAS), ordnet die Entwicklung entsprechend ein: „Anlegerinnen und Anleger berücksichtigen die herrschenden Risiken durchaus und haben sich langfristig positioniert.“ Ein Ausstieg nach Kursrückschlägen berge das Risiko, den nächsten Aufschwung zu verpassen – historisch sei dies häufig ein kostspieliger Fehler gewesen.
Marktentwicklung: Aktienindizes im Minus, Schweizer Anleihen leicht positiv
Die schwache Renditeentwicklung spiegelte sich in der Performance wichtiger Aktienindizes wider. Zum Ende des ersten Quartals 2026 notierten der Dow Jones mit -3,58%, der S&P 500 mit -4,63%, der EURO STOXX 50 mit -3,83% und der SMI mit -3,70% im Minus.
Auf der Rentenseite zeigte sich ein differenzierteres Bild. Der Swiss Bond Index legte um 0,23% zu, während der Bloomberg Barclays US Aggregate Bond Index mit -0,05% nahezu unverändert tendierte. Am Devisenmarkt verlor der Euro gegenüber dem Schweizer Franken 0,67%, während sich der US-Dollar um 0,84% erholte.
UBS bleibt dominanter Anbieter im Schweizer Fondsmarkt
An der Wettbewerbsstruktur des Schweizer Fondsmarktes änderte sich im ersten Quartal kaum etwas. Die zehn grössten Anbieter vereinen weiterhin rund 74% des Marktvolumens auf sich. Damit bleibt die Anbieterlandschaft trotz der Vielzahl zugelassener Fonds stark konzentriert.
Die UBS führt den Markt mit einem Anteil von 36,7% weiterhin deutlich an. Dahinter folgen Swisscanto mit 11,1%, BlackRock mit 9,7% und Pictet mit 5,7%. Nennenswerte Verschiebungen in der Rangliste der grössten Fondsanbieter gab es im Berichtsquartal nicht.
Quelle und Methodik
Quelle der Angaben ist die Asset Management Association Switzerland auf Basis der Statistik von Swiss Fund Data AG und Morningstar. Grundlage der Erhebung ist die FINMA-Genehmigungsliste. Erfasst werden sämtliche Fonds schweizerischen Rechts sowie alle ausländischen Fonds, die in der Schweiz zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind, einschliesslich institutioneller Anteilsklassen.
Nicht enthalten sind ausländische Fonds, die ausschliesslich qualifizierten Investoren vorbehalten sind. Diese Produkte werden privat platziert und können daher keine FINMA-Genehmigung für den öffentlichen Vertrieb erhalten.
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