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Warum Floating Rate Notes im ungewissen Zins- und Inflationsumfeld attraktive Renditen mit defensivem Profil verbinden – und die Nachfrage steigt
Bei der Roadshow von La Française und BLI in Salzburg und Wien standen nach dem Multi-Asset-Ausblick von Guy Wagner auch die Fixed-Income-Strategien im Fokus. Lutz Overlack, Vertriebschef für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz bei La Française, beobachtet das Comeback einer lange vernachlässigten Anleihegattung: variabel verzinste Floating Rate Notes. Der Grund sei ein Umfeld, in dem Anleger Rendite suchen, ohne größere Zinsrisiken einzugehen.
Attraktive Yield trifft auf Sicherheitsbedürfnis
Ausgangspunkt ist für Overlack eine Inflation, die sich hartnäckig auf höherem Niveau hält und zwar auf beiden Seiten des Atlantiks. „Wenn dieses Niveau so bleibt, ist die Gefahr, dass die Zinsen angehoben werden, zumindest im europäischen Raum, nicht von der Hand zu weisen“, so Overlack. Genau hier setzen Floater an: Weil ihre Kupons rund viermal jährlich an das Marktniveau angepasst werden, liegt die Duration bei unter 0,4 – der Fonds partizipiert an steigenden Zinsen, statt unter ihnen zu leiden. Zugleich bleibt eine attraktive Verzinsung: Die Yield-to-Worst liegt bei rund 3,25 %, die Discount Margin zum Euribor bei 130 Basispunkten. „Damit nehmen Sie sich auf der Bondseite deutliche Volatilitäten heraus“, erklärt der Vertriebschef – Rendite ohne das Zinsrisiko klassischer Rentenfonds, welches insbesondere im Jahr 2022 viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischte.
Wie sich der Fonds differenziert
Der La Française Carbon Impact Floating Rates verfolgt einen Cross-Over-Ansatz, der flexibel zwischen Investment Grade und High Yield wechseln kann – laut Overlack eine relativ einzigartige Konstruktion innerhalb der Peer-Group an Floating Rate Anleihefonds. Investiert wird global in OECD-Emittenten, Fremdwährungen sind zu 100 % abgesichert, die durchschnittliche Bonität liegt bei BBB/BBB+. Aus dem genossenschaftlichen Hintergrund der Gruppe leitet Overlack einen bewusst konservativen Anspruch ab: Ziel sei eine berechenbare Performance bei möglichst geringer Volatilität. Wie defensiv das Profil ist, zeigt der maximale Drawdown von 3,77 % über fünf Jahre gegenüber rund 16 % bei Investment-Grade- und High-Yield-Indizes; 2020 gab der Fonds nur rund 6 % nach, während High Yield um 20 % einbrach. Als SFDR-Artikel-8-Produkt verfolgt der Fonds zudem ein Low-Carbon-Ziel.
Die Nachfrage zieht an
Die Kombination kommt an: Das Fondsvolumen hat sich vor gut einem Jahr mehr als verdoppelt. Viele Investoren nutzten den Fonds als Money-Market-Plus-Alternative oder als Stabilisator innerhalb der Anleihequote; in Österreich ist die Strategie inzwischen sogar in einer fondsgebundenen Versicherung eines namhaften Anbieters vertreten. Gefragt sei der Fonds vor allem beim Abreifen von Lebenszyklusmodellen oder kurz vor der Auszahlung einer fondsgebundenen Police: Dort ermögliche er eine weiterhin attraktive Yield bei zugleich faktisch nahezu eliminiertem Zinsänderungsrisiko.
Zum Fonds
La Française Carbon Impact Floating Rates (ISIN FR0013439163, Anteilsklasse IC). Cross-Over-Rentenfonds mit Fokus auf Floating Rate Notes, Investment Grade und High Yield, OECD-Universum, Fremdwährungen abgesichert. SFDR Artikel 8, SRI-Label, 5 Sterne Morningstar. Modified Duration 0–0,5 (aktuell 0,38), Yield-to-Worst rund 3,25 %, Discount Margin 130 bps, Fondsvolumen zuletzt rund 360 Mio. Euro. Managementziel: 3-Monats-Euribor + 150 Basispunkte. Aufgelegt am 17.1.2020 (zuvor La Française Moderate Multibonds). Vorgestellt von Lutz Overlack, Vertriebschef DACH bei La Française.