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AXA IM intensiviert Engagement für Geschlechtervielfalt in Industrie- und Schwellenländern

AXA Investment Managers (AXA IM) will ihre Abstimmungspolitik zur Geschlechtervielfalt in Unternehmen erweitern und die Diversitätsrate in den von ihnen investierten Unternehmen ab dem Jahr 2021 auf 33 Prozent erhöhen. Ziel ist es, den Einfluss auf die Geschlechterdiversität von Unternehmen weltweit auszubauen und die Governance-Standards in diesen zu verbessern. AXA Investment Managers | 09.07.2020 14:45 Uhr
© Photo by Tim Mossholder on Unsplash
© Photo by Tim Mossholder on Unsplash

Ab 2021 soll die Diversitätsrate in entwickelten Ländern[1] bei 33 Prozent liegen

AXA IM wird sich auf börsennotierte Unternehmen in den Industrieländern konzentrieren, in denen Vorstände keine ausreichende Geschlechtervielfalt ausweisen (mindestens ein Drittel des Vorstands ist nicht gender-divers[2]). Mit der angepeilten höheren Diversitätsrate von 33 Prozent setzt der Asset Manager einen hohen Standard, mit dem er das Thema Geschlechtervielfalt in der entwickelten Welt weiter vorantreiben will.

AXA IM widmet sich nun auch der Geschlechtervielfalt in den Emerging Markets

Zusätzlich wird sich AXA IM fortan auch in börsennotierten Unternehmen in Schwellenländern und Japan engagieren, in denen nicht mindestens ein weibliches Mitglied im Vorstand sitzt, beziehungsweise bei größeren Unternehmen mindestens 10 Prozent des Vorstands aus Frauen besteht.

Sowohl Unternehmen in Industrieländern als auch in Schwellenländern werden von AXA IM dazu angehalten, ihre Politik und die Ziele ihres Exekutivausschusses bezüglich der Geschlechtervielfalt offenzulegen und darüber zu berichten. AXA IM wird die Unternehmen in Bezug auf diese Ziele zur Verantwortung ziehen und durch ihr Engagement jene Unternehmen unterstützen, die nach wie vor hinter ihren definierten Zielen oder bewährten Marktpraktiken zurückbleiben. Die Stimmrechte sollen auch während der Hauptversammlung eines Unternehmens genutzt werden um Bedenken einzuräumen, falls ein Unternehmen keine angemessenen Angaben und Maßnahmen zur Vielfalt der Exekutivkomitees bereitstellt, sowie keinen glaubwürdigen Plan zur Behandlung des Themas vorlegt.

Yo Takatsuki, Head of ESG-Research und Active Ownership bei AXA Investment Managers: „Studien[3] zeigen, dass ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in einem Vorstand zu einer höheren Rentabilität und Wertschöpfung führt, Gruppendenken überwindet, Debatten und Innovationen vorantreibt und zu einer stärkeren Repräsentationsvielfalt innerhalb der Organisation beiträgt. Wir sind davon überzeugt, dass wir die Vorstände, die für nachhaltige Unternehmenserfolge verantwortlich sind, zu den besten Governance-Standards motivieren müssen. Die Einführung unseres 33-Prozent-Ziels für börsennotierte Unternehmen in den Industrieländern und die neue Politik für Unternehmen in den Schwellenländern und Japan ist der nächste entscheidende Schritt. Wir wollen unsere Abstimmungspolitik in Bezug auf die Geschlechtervielfalt weiter ausbauen und unsere Rechte als Investor optimal nutzen, um die Unternehmen in einen produktiven Dialog zu bringen, der einen spürbaren Unterschied macht.“ Das Engagement von AXA IM im Bereich der Geschlechtervielfalt konzentrierte sich im Jahr 2019 darauf, Unternehmen dazu zu bewegen, sich proaktiv für die Gleichstellung der Geschlechter auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie einzusetzen. AXA IM verbesserte auch die Art und Weise, wie sie Überlegungen zur Geschlechterdiversität in ihre Abstimmungen auf Hauptversammlungen einbezog, indem sie gegen Folgendes stimmte: 

  • die Billigung des Unternehmensberichts und des Jahresabschlusses oder eines entsprechenden Vorstandsmitglieds bei rein männlichen Vorständen von Unternehmen in entwickelten Märkten;
  • den Vorsitzenden des Nominierungsausschusses bei Unternehmen im britischen FTSE All Share Index, bei denen weniger als ein Viertel der Vorstandsmitglieder weiblich ist;
  • den Vorsitzenden des Nominierungsausschusses oder ein entsprechendes Vorstandsmitglied bei US-Unternehmen mit weniger als 20 Prozent weiblichen Verwaltungsratsmitgliedern. 

Dadurch stieg die Zahl der Stimmen von AXA IM gegen Unternehmen aufgrund von Aspekten der Geschlechtervielfalt: Hatte AXA IM im Jahr 2018 diesbezüglich gegen 45 Unternehmen gestimmt, stieg diese Zahl auf 245 Unternehmen im Jahr 2019[4]. Von Januar bis Mai 2020 stimmte AXA IM bei 186 Sitzungen aufgrund von Gender- und Diversitätsthemen gegen 230 Beschlüsse[5]. Yo Takatsuki fügt hinzu: „Wir sind langfristige Vermögensverwalter und davon überzeugt, dass es im Interesse unserer Kunden ist, wenn der Unternehmensvorstand vielfältige Fähigkeiten, Wissen und Erfahrungen besitzt, die den Anforderungen des Unternehmens gerecht werden.“

[1] Definition von AXA IM:
Entwickelte Länder: Nordamerika, Entwickeltes Asien/Ozeanien (Australien, HK, NZ, Singapur), Entwickeltes Europa.
Emerging Markets: Schwellenländer, sowie Japan aufgrund seiner traditionell männlich dominierten Vorstandsstruktur
[2] AXA IM wird sich ausdrücklich gegen die Wahl oder Wiederwahl des Vorsitzenden des Nominierungsausschusses aussprechen, wenn diese Mindestanforderungen nicht erfüllt sind. Wenn die Wahl bzw. Wiederwahl nicht auf der Tagesordnung steht, wird AXA IM gegen die Genehmigung der Konten stimmen.
[3] AXA IM’s Rosenberg (2018) - Does Diversity Provide a Profitability Moat?; MSCI Research (2016) - The tipping point : Women on Boards and financial performance; Credit Suisse (2019) - The Gender 3000 Report 
MSCI Research (2016) - The tipping point : Women on Boards and financial performance
Credit Suisse (2019) - The Gender 3000 Report
[4] Quelle: AXA IM, 2019 Active Ownership and Stewardship Report, Februar 2020.
[5] Quelle: AXA IM – Daten vom 1. Januar bis 31. Mai 2020  

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