Inflation, Fed und NVIDIA: Das bewegt die Märkte diese Woche

Die US-Inflation sinkt weiter und stärkt die Hoffnung auf stabile Fed-Zinsen. Gleichzeitig wächst die Eurozone, NVIDIA treibt Milliardeninvestitionen in KI-Infrastruktur voran und die Aktienmärkte bleiben trotz geopolitischer Risiken auffallend gelassen. BNP Paribas Asset Management | 18.08.2026 07:55 Uhr
© e-fundresearch.com / Canva
© e-fundresearch.com / Canva

Alles Wichtige auf einen Blick

Wie von den Marktteilnehmern erwartet, ging die Jahresinflation in den USA den zweiten Monat in Folge zurück – von 3,5% im Juni auf 3,4%. Auch die Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligeren Lebensmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt sind, hat nachgelassen – von 2,6% auf 2,5% im Juli, den niedrigsten Wert seit März 2021. Die geringere Teuerung stützt die Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen auf ihrer August-Sitzung konstant lassen wird. Schon im Juli waren sie unverändert in einer Spanne von 3,5% bis 3,75% geblieben, mit einer Mehrheit von neun zu drei Stimmen. Die Notenbankvertreter hatten darauf verwiesen, dass die Inflation noch immer über den angestrebten 2% gelegen hat.

Nachrichten aus aller Welt

Nach Angaben von Eurostat ist die Euroraum-Wirtschaft im 2. Quartal um 0,4% gewachsen. Dieser Wert deckt sich mit der vorherigen Schätzung. Im 1. Quartal hatte die Wirtschaft stagniert. Aus der Mitteilung geht auch hervor, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Euroraum im 2. Quartal um 0,1% gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist. Der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 0,5%. Die britische Wirtschaft zog im 2. Quartal erwartungsgemäß um 0,4% an, verfehlte damit jedoch die 0,6% Expansion im 1. Quartal.

Zahl im Fokus: 500 Milliarden Dollar

Der weltweit größte Halbleiterhersteller NVIDIA hat Partnerschaften mit einigen der größten Finanzinstitute an der Wall Street angekündigt. Ziel ist, Kapital in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar einzuwerben. Mit diesem Geld sollen Projekte in den Bereichen künstliche Intelligenz und Infrastruktur wie Rechenzentren und Chip-Produktionsanlagen finanziert werden. Damit dürften KI-Firmen ihre Nachfrage auch dann bedienen können, wenn sie keinen eigenen Zugang zu ausreichenden Finanzmitteln haben, um die Infrastruktur schnell genug aufzubauen. Fachleute sehen in dem Abkommen eine grundlegende Verschiebung bei der Finanzierung von KI-Infrastruktur.

Grafik der Woche

Zurzeit spiegeln die Aktienmärkte keine allzu große Sorge über das Risiko einer kurzfristigen Korrektur wider. Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen, die noch vor vier Monaten für eine Volatilitätsspitze gesorgt hatten, liegt der Volatilitätsindex VIX nahe seinem bisherigen Jahrestief. Auch der Anleihenmarkt hat sich seit den enormen Turbulenzen Ende März erheblich beruhigt. Die negative Kursentwicklung der zehnjährigen US-Staatsanleihe im Juli  – mit einem Renditeanstieg auf über 4,70% – dürfte unter Anlegern jedoch für eine gewisse Verunsicherung gesorgt haben, wobei eine Entkopplung der Schwankungen am Anleihemarkt von der Aktienmarktvolatilität zu beobachten ist.

Wissenswert

Big-Mac-Index: Eine eingängige Veranschaulichung der Theorie der Kaufkraftparität, die den Preis eines Big Mac in verschiedenen Ländern vergleicht. Der von The Economist konzipierte Big-Mac-Index feiert dieses Jahr sein 40. Jubiläum. Er wird als Maßstab dafür herangezogen, ob Währungen gegenüber dem US-Dollar über- oder unterbewertet sind. Dem Index zufolge ist derzeit die Schweiz das Land, in dem ein Big Mac mit rund 9 US-Dollar am teuersten ist, während er in Indonesien schon für rund 2,40 US-Dollar zu haben ist. Von Kritikern wird indes angemerkt, dass durchschnittliche Burgerpreise erwartungsgemäß in Ländern mit geringeren Arbeitskosten am niedrigsten ausfallen.

Das bringt die Woche

Am Mittwoch macht der US-Offenmarktausschuss das Protokoll seiner jüngsten Zinssitzung bekannt. Euroraum-Inflationsdaten erscheinen am Mittwoch, gefolgt von den entsprechenden Zahlen aus Japan am Freitag. Ebenfalls am Freitag kommen eine Reihe vorläufiger Einkaufsmanagerdaten heraus, unter anderem für Japan, den Euroraum, die USA und das Vereinigte Königreich.

Weitere beliebte Meldungen:

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.