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Natixis-Studie: Privatanleger missverstehen passive Investments

ETFs gewinnen als kostengünstiges Anlagevehikel auch unter Privatanlegern zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung birgt Risiken: Denn trotz ihrer vermeintlichen Simplizität werden passive Investments von Retail-Kunden mehrheitlich falsch verstanden und in weiterer Folge auch suboptimal eingesetzt, wie die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Natixis Global Asset Management zeigen. Natixis Investment Managers | 25.05.2016 10:14 Uhr
©  Timur Arbaev
© Timur Arbaev

Was beschäftigt die Anleger, wie zufrieden sind sie, und welche Befürchtungen haben sie? Diesen und anderen Fragen geht Natixis Global Asset Management in seiner weltweiten Umfrage unter Privatanlegern für das Jahr 2016 nach. Im Zuge dieser Studie wurden insgesamt 7.000 Privatinvestoren aus 21 Ländern, davon 400 aus Deutschland, befragt. Die aktuelle Umfrage liefert interessante Erkenntnisse über deutsche Privatanleger – beispielsweise zu ihrer Einstellung gegenüber Index-Investments.

Häufig überschätzen Anleger die Bedeutung von Index-Investments auf Portfolioebene 

Über die Hälfte der befragten Investoren aus Deutschland (61%) betrachten Indexfonds und börsengehandelte Fonds (ETFs) als kostengünstigere Anlagevehikel. Darüber hinaus sind zudem rund 70% der Meinung, dass diese Investments auch weniger riskant sind als andere Anlageklassen. Diese und andere Ergebnisse der Umfrage belegen, dass die Erwartungen vieler Investoren auf einem lediglich begrenzten Verständnis dafür beruhen, wie Indexfonds und ETFs tatsächlich funktionieren.

- Mehr als die Hälfte der deutschen Privatanleger (58%) vertritt die Auffassung, dass sich durch den Einsatz von Indexfonds und ETFs Verluste begrenzen lassen.

- Nach Einschätzung von 58% der Befragten aus Deutschland bieten Indexfonds ein relativ hohes Diversifikationspotenzial.

- Über die Hälfte der deutschen Investoren (60%) ist der Meinung, dass Indexfonds uneingeschränkten Zugang zu den wirklich besten Anlagechancen am Markt bieten.

 Und dennoch waren die deutschen Anleger überrascht, als der deutsche Aktienindex DAX im Zuge seiner Jahresendrallye von 2015 weit über 11.000 Punkte lag. Seit seinem Höchststand im 4. Quartal von 11.382 Zählern legte er einen bis dato beispiellosen Absturz hin. In den 30 Jahren vor der Jahrtausendwende gab der DAX gerade acht mal im ersten Quartal nach. Und das im Schnitt um -5,4%. Dies zeigt deutlich, dass die Märkte nicht nur turbulenter geworden sind, sondern der Gegenwind auch kräftig zugenommen hat.

Natixis-Experte Knaf: "Mit einem ETF wäre man beim Rauf und Runter voll dabei gewesen (...)"

Jörg Knaf
Jörg Knaf
„Mit einem ETF wäre man beim Rauf und Runter voll dabei gewesen – wobei das ‚Auf‘ bisher noch auf sich warten lässt. Zuletzt haben deutsche Anleger, die fälschlicherweise davon ausgegangen waren, vor solch heftigen Verlusten geschützt zu sein, eher wenig Trost in Indexfonds gefunden“, sagt Jörg Knaf, Executive Managing Director von Natixis Global Asset Management für Deutschland, Österreich und der Schweiz. 


„Aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Risiken seines Portfolios zu kennen und auch zu verstehen. Vielen Anlegern, die in Indexfonds investieren, nur weil sie ‚billiger‘ sind, ist womöglich gar nicht klar, worum es beim Investieren geht: nämlich darum, Alpha zu generieren und auf lange Sicht hohe risikobereinigte Erträge zu erzielen. Bei kurzfristigen Kursanstiegen mag ein Indexfonds vielleicht eine gute Wahl sein, für sinkende Märkte gilt das aber nicht. Nur wirklich aktive Strategien können dabei helfen, von Marktturbulenzen zu profitieren und stabile Erträge zu erwirtschaften“, fügt Knaf hinzu. 

Für die Mehrheit der deutschen Anleger hat Sicherheit oberste Priorität 

Darüber hinaus geht aus der Studie hervor, dass deutsche Privatanleger keine höheren Risiken eingehen möchten. Die meisten Befragten (75%) geben der Sicherheit ihres Kapitals Vorrang vor den Investmenterträgen. Diese Auffassung teilen auch 79% der weltweit befragten Investoren. Außerdem bezeichnen 74% der Anleger aus Deutschland ihr Anlageverhalten als defensiv (gegenüber 26%, die sich als aggressiv einschätzen).

In deutlichem Widerspruch dazu stehen jedoch die Ertragserwartungen. So hält die Mehrheit der deutschen Privatanleger (66%) einen durchschnittlichen Jahresertrag von 10% für langfristig realistisch (im Vergleich dazu streben 64% der Umfrageteilnehmer weltweit einen Ertrag von 9,5% an). Im Gegensatz dazu findet es jedoch mehr als die Hälfte der deutschen Investoren (55%) schwierig, bei Marktschwankungen nicht emotional zu reagieren (gegenüber 56% weltweit). Gleichzeitig fühlen sich 67% (weltweit sind es 66%) machtlos, wenn es um den Schutz ihrer Portfolios gegen Marktschocks geht. 

Was die Finanzplanung der Investoren betrifft, so offenbart die Studie außerdem eine große Kluft zwischen den Anlagezielen und den konkreten Investitionsaktivitäten der Anleger. Obwohl etwas mehr als die Hälfte der deutschen Investoren (56%) Anlageziele anstrebt (im Vergleich zu 49% weltweit), verfügt nur eine Minderheit der Befragten (33%) auch über einen konkreten Finanzplan, um diese Ziele zu erreichen (weltweit: 37%). 

„Diese Diskrepanzen zeigen deutlich, dass seitens deutscher Anleger nach wie vor Bedarf an investmentspezifischen Informationen und Orientierungshilfen besteht, um umsichtigere und fundiertere Anlageentscheidungen treffen zu können“, so Jörg Knaf. 

Der Wunsch nach individueller und persönlicher Finanzberatung 

Die meisten befragten Investoren aus Deutschland (59%) sind davon überzeugt, dass sie ihre Anlageziele, einschließlich ihrer Altersvorsorge, nur mit Hilfe eines professionellen Finanzberaters erreichen können (weltweit sind es 62%). Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer wünscht sich auch ein persönliches Treffen mit ihren Beratern, um ihre eigene Finanzexpertise dadurch noch auszubauen (42%) und Produktangebote zu erhalten, die auch zu ihren persönlichen Auffassungen passen. So würden beispielsweise viele Investoren von ihren Finanzberatern gerne mehr Informationen zu sozial verantwortungsbewussten Investments erhalten. Lediglich 42% der deutschen Anleger geben an, mit ihren Beratern bereits über nachhaltige Investments gesprochen zu haben (weltweit: 51%). 

Mehr denn je scheint die Rolle des Finanzberaters von entscheidender Bedeutung zu sein, damit Anleger wirklich fundierte Anlageentscheidungen treffen können. Neben der Portfolioperformance finden die Investoren bei einer persönlichen Finanzberatung folgende Kriterien besonders wichtig:

- Gut informiert zu werden, so dass man in der Lage ist, auch eigene Anlageentscheidungen zu treffen (43%).

- Klärung von Anlagezielen und die Festlegung eines Finanzplans (42%).

- Persönliche Beratung in volatilen Marktphasen (40%). 

Privatanleger sind offen für neue Investmentstrategien 

Angesichts komplexer und volatiler Märkte halten die meisten deutschen Investoren (68%) eine traditionelle Asset Allokation von 60% Aktien und 40% Anleihen mittlerweile für überholt. Die Mehrheit der Befragten (72%) hält deshalb nach neuen Anlagestrategien Ausschau, die eine geringere Korrelation zum breiten Markt aufweisen und gleichzeitig bessere risikobereinigte Anlagechancen bieten (weltweit: 77%). Darüber hinaus setzen fast drei Viertel der Anleger (74%) bevorzugt auf Strategien, die ihnen dabei helfen, ihre Portfolios noch breiter zu diversifizieren und vor Marktschocks zu schützen (weltweit: 75%). 

Den Umfrageergebnissen zufolge ist praktisch die Hälfte der deutschen Privatanleger (48%) bis dato nicht in alternativen Investments engagiert. Allerdings geben über 53% der Befragten an, mit ihrem Finanzberater bereits über diese Anlageformen gesprochen zu haben. Dieser Anteil ist im Vergleich zur Vorjahresumfrage angestiegen. So gaben 2015 lediglich 46% der Investoren aus Deutschland an, mit ihren Beratern schon einmal über alternative Anlageformen diskutiert zu haben. Dies zeigt, dass man diesem Thema aufgeschlossener gegenübersteht und die Investoren für alternative Anlagestrategien inzwischen offener sind. Nichtsdestotrotz geben 34% der deutschen Investoren an, immer noch nicht genug über alternative Anlageformen zu wissen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass Anleger mehr Know-how benötigen, um bessere Investmententscheidungen zu treffen und ihre Portfolios dadurch verbessern zu können.

Methodik der Natixis-Studie

Es handelt sich um die siebte Umfrage, die alljährlich unter Privatanlegern weltweit durchgeführt wird. Natixis hat 400 Privatanleger aus Deutschland mit einem Anlagevolumen von mindestens 200.000 US-Dollar (oder einem auf Basis der Kaufkraftparität entsprechenden Gegenwert) befragt. Die Online-Umfrage wurde im Februar 2016 durchgeführt und ist Teil einer weltweiten Studie unter 7.100 Investoren aus 21 Ländern Asiens, Europas, Amerikas und des Nahen Ostens. Die Ergebnisse der Umfrage werden in einem neuen Whitepaper unter dem Titel „Help Wanted: How investor behavior is rewriting the job description for financial professionals.“ veröffentlicht. Ein Exemplar dieses Whitepaper können Sie auf der Internetseite http://durableportfolios.com herunterladen. 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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