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DNCA: "Die Finanzmärkte dürften volatil bleiben"

"Falls die politischen Entscheidungsträger Europas auf das Brexit-Votum nicht ent- und geschlossen reagieren, wird dieses Abstimmungsergebnis vermutlich ein hohes Maß an Unsicherheit um die Zukunftsfähigkeit Europas sowie die Überlebensfähigkeit des Euroraums mit sich bringen", meint Igor de Maack, Portfoliomanager, DNCA Investments. Natixis Investment Managers | 22.07.2016 08:58 Uhr
Igor de Maack, Portfoliomanager, DNCA Investments / ©  DNCA Investments
Igor de Maack, Portfoliomanager, DNCA Investments / © DNCA Investments

"Die Erholungstendenz in der Eurozone wird nach wie vor durch dieselben externen Störfaktoren (USA und China) beeinträchtigt. Gleichzeitig bleibt unklar, welche Auswirkungen der Brexit auf das Tempo der Konjunkturerholung haben wird.

Die Anlageklasse europäische Aktien weist traditionell die höchsten Renditen auf, während Staatsanleihen aus den Industrienationen immer mehr zu „Liquiditätsfallen“ werden.

Das Brexit-Referendum hat dem Ansehen der Europäischen Union geschadet und wird zweifellos seine Spuren hinterlassen, wenn sich die politischen Entscheidungsträger Europas dem nicht ent- und geschlossen entgegenstellen. Allerdings sollte man die langjährige und ereignisreiche Geschichte der Europäischen Union nicht gänzlich unterschätzen. Dieses sehr knappe und unentschlossene Ergebnis zeigt deutlich die Zwiespältigkeit der Beziehungen Grossbritanniens zur Europäischen Union. Das Verhältnis zu den Europäischen Institutionen war immer von Insularität, Pragmatismus und versuchter Einflussnahme gekennzeichnet.

Das Referendum wird politische, wirtschaftliche und finanzielle Konsequenzen haben. So dürfte das Brexit-Votum populistischen Parteien Auftrieb geben, da diese nun von einem ähnlichen Szenario auch in ihren eigenen Ländern träumen. Andere Staaten, die der „Union Jack“ bisher noch verbindet, also Schottland und Nordirland, wollen vermutlich gerne in der Europäischen Union verbleiben. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der tiefen Verunsicherung, die aus dem Brexit resultiert, lassen sich unmöglich ausblenden. Dabei geht es zwar zunächst um die britische Wirtschaft, im zweiten Schritt steht aber trotz der aktuellen Erholungstendenz in der Eurozone auch die europäische Konjunktur insgesamt auf dem Spiel. Die unnachgiebige Haltung der Europäer macht die Position Großbritanniens noch schwieriger, weil London den Austrittsprozess aktiv einleiten muss, bevor weitere Verhandlungen aufgenommen werden können. Ein Ende der Unsicherheit rund um den gesamten Prozess würde sicherlich dazu beitragen, die Ängste der Investoren zu reduzieren.

Am Wachstumstrend im Euroraum schien mit Blick auf diverse Indikatoren kein Zweifel zu bestehen – bis die Wähler im Zuge des Brexit-Referendums ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck brachten und damit ein politisches Erdbeben auslösten. Die Prognosen für das BIP-Wachstum liegen für 2016 und 2017 nach wie vor bei rund 1,6%, obwohl einige Auguren für 2017 inzwischen eine Rezession in Großbritannien voraussagen. Zum jetzigen Zeitpunkt lassen sich die Auswirkungen des Brexit auf das Wachstum in der Eurozone aber nur sehr schwer prognostizieren. Die letzten Statistiken vor dem EU-Austritt Großbritanniens waren durchaus vielversprechend. Dies galt beispielsweise für die Zahl der Fahrzeug-Neuzulassungen, die Verfügbarkeit von Krediten, die Konsumausgaben, die Zahl der erteilten Baugenehmigungen sowie die Investitionsausgaben der Industrie. Eine britische Rezession hätte automatisch auch negative Konsequenzen für die Volkswirtschaften auf dem Kontinent. Wie gravierend diese Auswirkungen aber genau sein werden, lässt sich derzeit unmöglich abschätzen. Darüber hinaus haben die europäischen Volkswirtschaften noch mit drei externen Faktoren zu kämpfen: dem lediglich schleppenden US-Wachstum, den Verzögerungen bei der Verschärfung der Geldmarktpolitik durch die Fed sowie dem Konjunkturabschwung in China. Der Euroraum kann sich also nur auf sich selbst verlassen: Hierzu zählen seine robusten Konsumausgaben, seine hohen Sparraten sowie die Vorzüge einer lockeren Geldmarktpolitik.

Da die Aktienmärkte durch die Anleihenbewertungen nicht länger gestützt werden, müssen sie nun unter Beweis stellen, dass sie einen mikroökonomischen Nutzen generieren können, indem sie ihr wahres Gewinnwachstum offenbaren. Allerdings werden die Bewertungen risikobehafteter Anlageformen in diesem Segment durch politische und institutionelle Risiken auch weiterhin belastet. Die Zinsen haben mittlerweile ein Allzeittief erreicht. Deshalb können die Anleger nicht mehr darauf hoffen, dass die Bewertungen der Aktienmärkte durch weitere Zinssenkungen beflügelt werden. Die Kurskorrektur, die an den europäischen Aktienmärkten unmittelbar nach dem Brexit-Votum zu beobachten war, hat Aktien aus dem Euroraum aber zumindest einen gewissen Spielraum verschafft. Das Gewinnwachstum europäischer Unternehmen wird aber wohl nicht ansteigen, solange die Unsicherheit auf politischer Ebene nicht beseitigt worden ist. So könnten die Investoren durchaus erneut den Mut verlieren, da die Gewinne nun ein weiteres Jahr eher enttäuschend ausfallen dürften. Allerdings sind einige Sektoren im Vergleich zum breiten Markt nach wie vor unterbewertet (Media, Bauwesen etc.), während andere Branchen relativ gute Gewinnaussichten aufweisen. Insgesamt sind europäische Aktien traditionell die Anlageklasse mit den höchsten Renditen (3,5% bis 4%), während Staatsanleihen aus den Industrienationen (in welche die Sparer derzeit in Scharen strömen) zunehmend zu „Liquiditätsfallen“ mutieren."

Igor de Maack
Portfoliomanager und Sprecher des Portfoliomanagements
DNCA Finance 

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