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Natixis IM Studie: Bedingungen für deutsche Ruheständler zweitklassig

Die Kritik an, dass die gegenwärtigen Rahmenbedingungen für Ruheständler und die private Altersvorsorge in Deutschland nicht optimal seien, wird nun durch eine aktuelle Studie von Natixis Investment Managers untermauert. Einmal jährlich untersucht das Investmenthaus die Qualität des Ruhestands in weltweit 44 Ländern. Die Ergebnisse finden sich im sogenannten Global Retirement Index wieder. Natixis Investment Managers | 20.09.2019 10:23 Uhr
© Pexels
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In Westeuropa finden Ruheständler weltweit die besten Bedingungen für ihren Lebensabend vor. Sieben von zehn der am besten bewerteten Länder liegen in dieser Region. Deutschland belegt Rang 13 und gehört damit nicht zur Spitzengruppe der Top 10. Dies ist eines der Ergebnisse des Global Retirement Index von Natixis Investment Managers. Dieser misst die Qualität des Ruhestands in weltweit 44 Ländern anhand von insgesamt 18 Kriterien. Vor zwei Jahren noch hatte Deutschland auf dem siebten Rang gelegen.

Die Gesamtbewertung für jedes Land beruht auf den Daten von vier Sub-Indizes. Hierbei werden das materielle Wohlstandsniveau, das Gesundheitssystem, die allgemeine Lebensqualität sowie die für den Ruhestand relevanten finanziellem Rahmenbedingungen analysiert. Während Deutschland bei den ersten drei Sub-Indizes in der Regel gut abschneidet, liegt es bei den finanziellen Rahmenbedingungen weit abgeschlagen zurück. Dieser Subindex erfasst die Solidität des Finanzsystems eines Landes und ermittelt, wie gut die Bevölkerung finanzielle Vorsorge für das Alter treffen und von den Erträgen leben kann. In dieser Bewertungskategorie nimmt die Bundesrepublik lediglich Platz 35 ein.

Das schlechte Abschneiden hat vor allem mit der demografischen Entwicklung zu tun. Der arbeitenden Bevölkerung steht in Deutschland ein im internationalen Vergleich hoher Anteil an Ruheständlern gegenüber.Dies wirkt sich negativ auf die Stabilität der Alterssicherung aus. In der aktuellen Untersuchung weist Deutschland hier bereits zum dritten Mal in Folge den fünftschlechtesten Wert aller untersuchten Länder auf. “Dies zeigt, dass der privaten Altersvorsorge in Deutschland ein hoher Stellenwert zukommt”, sagte Sebastian Römer, verantwortlich für das Geschäft von Natixis Investment Managers in Zentral- und Osteuropa. “Umlagefinanzierte Systeme stoßen an ihre Grenzen und müssen dringend durch Impluse zur privaten Ruhestandsfinanzierung ergänzt werden.”

Private Vorsorge leidet unter niedrigen Zinsen und hohen Steuern

Die Bedingungen für die auskömmliche finanzielle Absicherung im Alter sind in Deutschland allerdings alles andere als gut. Dies offenbart auch ein Blick auf die Realzinsen. Hier erreicht Deutschland in diesem Jahr erneut nur einen von insgesamt 100 möglichen Punkten. “Der Anreiz, Rücklagen für das Alter zu bilden, geht im Niedrigzinsumfeld gegen Null”, so Römer. Die Politik der Europäischen Zentralbank ziele darauf, den Konsum anzutreiben. Dies könne kurzfristig zwar die Konjunktur unterstützen. Mittel- bis langfristig fehle das Geld aber für die private Altersvorsorge.

Negativ wirkt sich zudem die hohe Steuerbelastung hierzulande aus. In diesem Prüfungsfeld fiel die Bewertung in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich von 26 auf aktuell 17 Punkte zurück. Bewertet wurde die Höhe des gesamten Steueraufkommens im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt. „Ein schlechtes Ergebnis bedeutet, dass den Menschen netto weniger Geld für die finanzielle Altersvorsorge zur Verfügung steht. Zudem wird das Alterseinkommen durch eine hohe Steuerlast grundsätzlich negativ beeinflusst“, erklärte Römer. 

Alternativen zum Sparbuch gefragt

Deutschland ist traditionell ein Land der Sparer mit einer “Präferenz für liquide und als risikoarm empfundene Anlagen”, wie es die Bundesbank formuliert. Gegenwärtig verwahren die Deutschen rund 2,5 Billionen Euro weitgehend unverzinst auf Sparkonten oder in bar. “Die mangelnde Investmentkultur wird gerade im Niedrigzinsumfeld zu einer gravierenden Belastung für die private Altersvorsorge”, so Römer. Ohne das Engagement an den Kapitalmärkten werde man seine Sparziele für das Alter nicht erreichen können. Vor diesem Hintergrund gehe es darum, deutlich zu machen, dass die damit verbundenen Risken über breit aufgestellte und gut diversifizierte Portfolios reduziert werden könnten. “Mit der Diversifikation steht ein fundamentales Anlageprinzip zur Verfügung, das durch die finanzwissenschaftliche Forschung in den vergangenen Jahren im Grundsatz immer wieder bestätigt worden ist”, sagte Römer. Aktien spielten dabei ebenso eine Rolle wie alternative Renditequellen. Institutionelle Investoren würden diese Quellen in ihren Portfolios bereits verstärkt nutzen. Römer verwies auch auf die Rolle aktiver Manager beim risikokontrollierten Vermögensaufbau. “Nach Jahren kontinuierlich steigender Aktienmärkte scheint das Ende der Fahnenstange vorläufig nun erreicht. Die veränderten Marktbedingungen werden zum Lackmustest für passive Investmentstrategien. In Umbruchphasen des Marktes können wahrhaft aktive Manager ihre Vorteile bei der Erzielung risikokontrollierter Renditen nun hingegen noch besser ausspielen.” 

Die komplette Studie finden interessierte LeserInnen unter: www.im.natixis.com/uk/resources/global-retirement-index-2019-report

Global Retirement Index

Der Global Retirement Index gibt Auskunft darüber, welche Länder unter Berücksichtigung finanz- politischer, wirtschaftlicher, demografischer und umweltrelevanter Faktoren am besten in der Lage sind, ihrer Bevölkerung Lebensqualität auch im Alter zu gewährleisten. Insgesamt werden 18 Indikatoren un- tersucht, die in folgende vier Sub-Indizes gegliedert sind.

Untersuchungsmethodik:

Der Global Retirement Index wurde von Natixis Investment Managers mit Unterstützung von CoreData Research zusammengestellt. Der Index berücksichtigt die fortgeschrittenen Volkswirtschaften des Inter- nationalen Währungsfonds (IWF), Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Der Bericht erfasst Daten aus einer Vielzahl von Quellen, einschließlich der Weltbank. Die Forscher berechneten in jeder Kategorie eine mittlere Punktzahl und kombinierten die Kategorie-Punktzahlen für eine endgültige Gesamtwertung der 44 untersuchten Länder.

Einzelheiten finden sich im Bericht „Global Retirement Index – An in-depth assessment of welfare in re- tirement around the world“, Natixis Investment Managers 2019, auf den Seiten 60 ff.

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