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Healthcare: Wie Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway das kränkelnde Gesundheitssystem in den USA umkrempeln

Neue Impulse kommen oftmals aus einer ganz anderen Richtung als man denkt. Als Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway angekündigt haben, die Krankenversicherungen für ihre Mitarbeiter in einem Joint Venture zusammenzulegen, befürchteten Anleger die negativen Konsequenzen dieses Joint Venture für Dienstleistungsunternehmen der Gesundheitsbranche und Pharmaunternehmen. Nun sind wir noch nicht soweit, aber das Joint Venture könnte einige Gewinner, aber auch Verlierer schaffen. DNB Asset Management | 09.05.2018 16:25 Uhr
Eirik Hernes Larsen, Portfoliomanager, DNB Asset Management / © DNB Asset Management
Eirik Hernes Larsen, Portfoliomanager, DNB Asset Management / © DNB Asset Management
"Die Gewinner eines solchen Joint Ventures wären klar die Mitarbeiter der besagten Unternehmen, aber auch die beteiligten Unternehmen. Die Initiative wäre ein Effizienztreiber für das überteuerte und ineffiziente US-amerikanische Gesundheitssystem. Wir denken, dass Patienten davon profitieren werden, da sie eine einfacher zu überblickende und nutzerfreundlichere Gesundheitsversorgung erhalten würden. Unter dem heutigen System ist es für Patienten schwierig zu durchschauen, ob es kosteneffiziente Alternativen bei Behandlungen gibt und wenn man mehr Informationen darüber wünscht, sind diese nicht vorhanden oder schwer zugänglich. 

Die Verlierer des Joint Ventures wären die Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen und -produkten, die das System aussaugen, ohne bedeutenden Nutzen zu schaffen. Beispiele hierfür sind die Übernutzung diagnostischer Tests, unnötige Operationen oder teure Medikamente mit begrenztem oder keinem Nutzen.

Amazon versucht schon seit längerem, im Gesundheitssystem Fuß zu fassen, wie zum Beispiel durch das geheimnisumwobene „Lab 1492“, das Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz und Maschinenlernen für medizinische Zwecke betreibt. Mit dem Joint Venture könnte vor allem Amazon für die Kunden hohen Nutzwert schaffen. Sowie auf der Amazon-E-Commerce-Plattform könnten die Mitarbeiter die Gesundheitsdienstleistungen mit Preisen und günstigere Alternativen angezeigt bekommen. Dadurch würde nicht nur Preistransparenz hergestellt werden. Die Einsparungen von Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway könnten auch für die Mitarbeiter reinvestiert werden.

Dass mit Amazon ein Tech-Unternehmen beim Joint Venture an Bord ist, mag kein Zufall sein, denn Technologie wird sich auch im Gesundheitssektor immer mehr durchsetzen. Manche Krankenversicherungen sind schon heute mehr IT-Unternehmen als Versicherungen, da sie die Daten von ihren Kunden nutzbringend und präventiv auswerten. Wearables werden immer mehr zum Standard. In der Geschwindigkeit wie die Technologie sich weiterentwickelt, werden Entscheidungen über Patienten in Zukunft wohl auch von Algorithmen getroffen werden. Ob dabei Amazon, IBM, Apple oder ein anderes Tech-Unternehmen die Nase vorne haben wird, ist noch nicht abzusehen. Es ist jedoch klar, dass großes Potenzial darin steckt und unsere Vorstellungen von Gesundheitsversorgung in den nächsten zehn Jahren dadurch grundlegend umgewälzt werden, vor allem was Vorsorge betrifft.

Die Folgen des Joint Ventures werden von Anlegern jedoch auch überschätzt. Nicht alle Gesundheitsleistungen sind digitalisierbar. Operationen müssen noch immer live durchgeführt werden und Kranke benötigen ihre Medikamente. Bisher fehlt es an Infrastruktur und einem gesetzlichen Regelwerk, um beispielsweise die Zulieferung von Medikamenten oder größerem medizinischen Equipment durchführen zu können. Nur bei Zahnarztartikeln kann Amazon mithalten, da die Artikel klein und einfach zu verschiffen sind. Wenn Amazon hier seinen Preisvorteil weiter ausbauen kann, müssen die traditionellen Zahnarztzulieferer um ihre Marktanteile bangen." 

Eirik Hernes Larsen, Portfoliomanager, DNB Asset Management

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