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Frank Fischer kommentiert: "Schere zwischen Value und Growth läuft weiter auseinander"

Schon John Maynard Keynes sagte einst: „Markets can remain irrational longer than you can remain solvent.“ Frei nach diesem Motto gibt es Phasen, wo Value-Aktien besser laufen, und es gibt Phasen, wo Momentum oder Growth sich besser entwickeln. Zuletzt erfreuten sich Unternehmen mit hohen Wachstumsraten einer zunehmenden Beliebtheit. Shareholder Value Management AG | 05.10.2018 12:00 Uhr
Frank Fischer, CEO & CIO, Shareholder Value Management AG / © Shareholder Value ManagementAG
Frank Fischer, CEO & CIO, Shareholder Value Management AG / © Shareholder Value ManagementAG
"Nicht nur FANG & Co, auch Wirecard oder Cannabis-Aktien eilen von einem Allzeithoch zum nächsten. Der MSCI World Value dagegen durchläuft nun seit mehr als fünf Jahren eine Underperformance, die es so in dieser Länge historisch noch nicht gegeben hat. Bei Betrachtung der KGVs der einzelnen Stilrichtungen fällt auf, dass auch hier die Schere zwischen Value und Growth weiter auseinanderläuft, d.h. günstig wird noch günstiger, während für Wachstum immer mehr gezahlt wird. Das Momentum findet sich bei den Growth-Titeln, die durch Intermarket- und Makrofaktoren wie Inflations- und Zinsniveaus getrieben werden. Anleger suchen Sicherheit und springen irrtümlicherweise auf den Wachstumszug auf in der Hoffnung, dass dieser ewig weiterfährt. Umso anfälliger sind sie dann für die nächste Krise. Ein wenig erinnert das schon an die Techblase Ende der 90er, auch damals wurden die klassischen Bewertungsmodelle außer Kraft gesetzt.

Obwohl Value-Titel eher zyklischer Natur sind und historisch höhere Verschuldungsgrade aufweisen, nicht zuletzt in der Telekommunikation und bei den Banken, so weisen viele doch so niedrige Bewertungskennzahlen auf, dass die nächste Krise schon eingepreist sein sollte. Eine solche Phase der Übertreibung zeigt sich oft in der Endphase einer Hausse, und die aktuelle dauert bereits schon 10 Jahre an. In solchen Phasen tendieren Value-Strategien temporär zur Underperformance, auch wenn uns das alles andere als glücklich macht. So konnten im September die internationalen Aktienmärkte entgegen aller saisonaler Bedenken mit einem Zugewinn von knapp einem Prozent im MSCI World (in Euro) überzeugen. Allerdings setzte sich die Schwäche in den Nebenwerten insbesondere in Europa fort. Dabei waren vor allem Value-Aktien stärker betroffen. So weist der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen insgesamt einen Rückgang im Monatsverlauf von 3% auf. Zum Monatsende betrug die Nettoaktienquote 70%. Nach deutlichen Kursrückgängen wurden die chinesischen Titel Alibaba, JD.com und Tencent gekauft. Hinzugekauft wurden außerdem Plus500 und Kapsch. Gruppo Mutuionline lieferte den höchsten Wertbeitrag, währenddessen Plus500, Software AG, Daqo New Energy, Solaredge, und Telecom Italia, die Fondspreisentwicklung am stärksten belasteten.

Der Frankfurter Stiftungsfonds weist insgesamt einen Rückgang im Monatsverlauf von gut 1% auf. Säule 1 entwickelte sich im September aufgrund der Underperformance der Value-Nebenwerte schwach, währenddessen Säule 3 von der Long-Position in Japan und dem relative Value Trade zwischen Russell 2000 und S&P 500 profitierte. Zudem verblieb zum Monatsende eine Longposition im MSCI Emerging Markets. Ferner lag die Nettoaktienquote für den Gesamtfonds Ende September bei gut 15%.

Unter unseren Positionen befindet sich weiterhin der Großhandelskonzern Metro AG (WKN: BFB001), der sich jüngst durch eine Reihe von positiven Nachrichten erfreulich entwickelte. Das von signifikantem Immobilienvermögen geprägte Unternehmen sendete zunächst mit der Q3 Berichterstattung im August erste positive Signale der Ergebnisverbesserung, insbesondere in Bezug auf die Herausforderung im Russlandgeschäft. Dies haben wir im Hinblick auf die Position in unserem Portfolio begrüßt. Ebenso zeigt sich in der Berichterstattung, dass die Ertragshomogenität der Standorte je Land zunimmt und damit der Erfolg auf breiteren Schultern steht.

Durch den Rückzug von Haniel im Aktionariat der Metro AG und dem so ermöglichten Einstieg eines tschechischen Finanzinvestors, wurde der Kurs erneut befeuert. Wenngleich die Intention des neuen Investors nicht eindeutig erkennbar bleibt, so ist doch in der Öffentlichkeit und laut Medien die Hoffnung damit verbunden, einen neuen konstruktiven Eigentümer bei der Metro vorzufinden. Ebenso könne nicht ausgeschlossen werden, dass der neue Aktionär sogar das Überschreiten der magischen Schwelle von 30% im Visier haben könnte, was sodann ein Pflichtangebot auslösen würde. Dass der Finanzinvestor sich jüngst auch mit der Ceconomy über eine einschlägige Optionsstruktur geeinigt hat, unterstreiche das Interesse des neuen Finanzinvestors.

In der Öffentlichkeit wurde zudem die Mitteilung der Metro AG das REAL Geschäft zu verkaufen positiv aufgenommen. Dies kann für die Metro AG ein wichtiger Schritt zu einem "Pure Play" mit dem Fokus auf die attraktive HoReCa - Kundengruppe (Gastronomie, Hotellerie und Catering). Im konkreten Kontext der von uns betreuten Portfolien halten wir die Metro AG für einen spannenden Investment Case, der mit dem neuen Großaktionär an Dynamik gewinnt.

Alles in allem gehen wir zuversichtlich in das vierte Quartal, auch wenn sich erste Wolken am Horizont zeigen. Ob eine Baisse in einem oder erst in zwei Jahren kommt, lässt sich so kurzfristig nicht sagen. Wir jedenfalls schauen weiterhin auf attraktive Bewertungen, bevorzugen eigentümergeführte Unternehmen und achten auf strukturelle Wettbewerbsvorteile. Das sind die Faktoren, die nachhaltig immer zu positiver Performance geführt haben."

Frank Fischer, CEO & CIO, Shareholder Value Management AG

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