
Die US-Aktienmärkte sind in den letzten Monaten stark angestiegen, aber was treibt die Gewinne an? Die Markterträge wurden durch risikoreichere Aktien angetrieben, während die Qualität in den Hintergrund gerückt ist. Risikoreichere Aktien sind möglicherweise nicht das beste Transportmittel für eine längere Anlagereise.
Seit Anfang April ist der Anstieg des US-Aktienmarktes primär auf Aktien mit hohem Beta zurückzuführen, einer relativ riskanten Gruppe. Unterdessen hinken Aktien mit qualitativ hochwertigeren Merkmalen hinterher. Dazu gehören Aktien, die in Bezug auf Dividendenrenditen, Dividendenwachstum und Aktionärsrenditen hoch eingestuft sind (d. h. Unternehmen, die Kapital über Dividenden und Aktienrückkäufe konsistent zurückgeben).
Es kann nicht ewig bergauf gehen
Die Tempofahrt mag aufregend sein, aber wird sie dauern? Längerfristige Daten erzählen eine andere Geschichte. In den letzten 20 Jahren waren Qualitätsaktien viel widerstandsfähiger als Aktien mit hohem Beta. Das oberste Quintil von Aktien mit hoher Aktionärsrendite und hohem Dividendenwachstum hat in den letzten zwei Jahrzehnten um 57,3% bzw. 61,7% mehr als das niedrigste Quintil erzielt; die Aktien mit dem höchsten Beta haben 10,9% weniger als jene im niedrigsten Quintil erzielt.
Die aktuellen Risiken mahnen zur Vorsicht. Angesichts der hohen Bewertungen des S&P 500 und anderer US-Indizes sowie Risiken wie hartnäckiger Inflation und geopolitischen Spannungen sind Aktien mit höherer Volatilität unserer Ansicht nach möglicherweise anfälliger für einen starken Rückgang als Qualitätsaktien. Die Erwartung weiterer Zinssenkungen der Fed könnte unseres Erachtens auch zu einer Erholung dieser auf Kapitalrenditen ausgerichteten Aktien führen. In einer Welt, die in vielen Bereichen mit Umbrüchen konfrontiert ist, könnten sich Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen und disziplinierten Kapitalrenditen dank durchdachter Managementteams als ruhige Outperformer für geduldige Anleger mit langem Horizont neu behaupten.
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