Additivität und Intentionalität sind Schlüsselkonzepte, die dem Impact Investing zugrunde liegen. Doch wie können diese am besten in Investmentprozessen erfasst werden?
Additivität erreichen
Die Kapitalallokation selbst sendet ein wichtiges Signal. Unternehmen verstehen, dass Investoren zunehmend Unternehmen mit glaubwürdigen Impact-Strategien und nachhaltigen Geschäftsmodellen bevorzugen. Aktive Eigentümerschaft ist ebenfalls entscheidend. Durch Engagement und Stimmrechtsausübung können Investoren das Unternehmensverhalten, die Governance und langfristige strategische Entscheidungen beeinflussen. Die Zusammenarbeit mit anderen Investoren, beispielsweise durch Engagement-Initiativen, verstärkt diesen Einfluss zusätzlich.
Intentionalität sicherstellen und die Herausforderung der Messbarkeit
Vor dem Hintergrund der Zielvorgabe, eine positive soziale oder ökologische Wirkung zu erzeugen, müssen Impact-Fonds ausschließlich in Unternehmen investieren, die nachweislich und direkt zu diesen Themen beitragen. Eines der größten Missverständnisse ist, dass jedes positive Ergebnis direkt einer einzelnen Investition zugeschrieben werden kann. Die Realität ist nuancierter. Der soziale und ökologische Fortschritt eines Unternehmens kann von vielen Faktoren beeinflusst werden – von Regulierung und technologischer Innovation bis hin zu Verbraucherverhalten.
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Dennoch ist die Erfassung des Impacts von Investitionen entscheidend, denn ohne Messbarkeit bleibt Impact eine Ambition und kein Ergebnis. Investoren, Kunden und die Gesellschaft erwarten zunehmend Nachweise, dass Kapital zu realem Wandel beiträgt.
Messbarkeit bringt Disziplin, Rechenschaftspflicht und Transparenz. Sie ermöglicht es Investoren, zwischen echtem Impact und attraktiven Narrativen zu unterscheiden, verbessert die Entscheidungsfindung, stärkt die Rechenschaftspflicht und reduziert das Risiko von Impact Washing, während sie die Kapitalallokation hin zu Unternehmen verbessert, die bedeutsame positive Ergebnisse schaffen.
Unser Ansatz
Bei DPAM wenden wir einen evidenzbasierten thematischen Rahmen an, um Impact zu bewerten. Dieser Rahmen definiert geeignete Investmentthemen wie Biodiversitätsschutz und soziale Inklusion sowie zugehörige KPIs. Alle Unternehmen, in die investiert wird, müssen einen signifikanten Beitrag zu diesen Impact-Themen leisten, gemessen anhand quantitativer Schwellenwerte in Kombination mit einer qualitativen Analyse, bei der wir nach Nachweisen für Intentionalität in der Governance, Strategie und im Verhalten der Unternehmen suchen. Darüber hinaus vermeiden wir Unternehmen, deren positive Beiträge durch bedeutende schädliche Aktivitäten aufgewogen werden.
Der Ansatz umfasst auch ESG-Screening und die kontinuierliche Überprüfung der Portfoliobestände.
Von Lina Arrifi, Expertin für verantwortliches Investieren und Florent Griffon, SRI-Experte bei DPAM
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