Politischer Druck auf die Fed: Anleger könnten eine höhere Risikoprämie auf US-Vermögenswerte einpreisen

Die jüngsten politischen Eingriffe rund um die US-Notenbank könnten langfristig das Vertrauen in institutionelle Unabhängigkeit belasten. Für Anleger steigt damit das Risiko höherer Risikoprämien auf US-Assets – mit möglichen Folgen für Aktien, Dollar, Zinsen und Gold. PGIM | 16.01.2026 10:40 Uhr
© Canva
© Canva

Während die Reaktionen des Marktes am Montag auf die Vorladungen zur Fed verhalten waren, deuten die Entwicklungen beim Justizministerium aus längerfristiger Sicht auf eine mögliche Aushöhlung institutioneller Normen hin. Infolgedessen könnten globale Anleger eine höhere Risikoprämie auf US-Vermögenswerte anwenden, was auf potenziell schwächere Aktienkurse, einen schwächeren Dollar und eine steilere Zinskurve hindeutet. Dies könnte auch zu einem Anstieg des Goldpreises und anderer „sicherer“ Anlagen führen. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Fed den Leitzins bei ihrer Sitzung im Januar unverändert lassen wird.

Die eskalierenden Spannungen in Bezug auf die Fed erhöhen wahrscheinlich die Hürde für den nächsten Fed-Vorsitzenden, die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik zu etablieren und die Wahrnehmung der Unabhängigkeit aufrechtzuerhalten. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob weitere kurzfristige Maßnahmen gegen die Fed ergriffen werden, da Powells Amtszeit Mitte Mai endet und der Oberste Gerichtshof der USA noch immer über den Fall von Lisa Cook, einem aktuellen Mitglied des Fed-Vorstands, entscheiden muss. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur Einführung von Zöllen gemäß dem IEEPA steht ebenfalls noch aus. 

Die Entwicklungen bei der Fed folgten auf mehrere kürzlich angekündigte politische Initiativen, darunter Obergrenzen für Kreditkartenzinsen, geplante Käufe von MBS im Wert von 200 Mrd. USD und mögliche Beschränkungen für den institutionellen Besitz von Einfamilienhäusern.

Weitere beliebte Meldungen:

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.