Die IPO-Aktivität hat im Jahr 2026 stark zugenommen. Da weitere Blockbuster-Börsengänge von Wachstumsunternehmen zu ambitionierten Bewertungen erwartet werden, wird der Markt eine Marktkapitalisierung von über vier Billionen Dollar in Technologie- und KI-bezogenen Sektoren absorbieren müssen. Eine gut gefüllte IPO-Pipeline ist zweifellos ein ermutigendes Zeichen für die Kapitalmärkte. Doch das Ausmaß dieser Emissionen ist beispiellos und könnte das indexbezogene Engagement der Anleger in wenigen Technologiewerten weiter verstärken – während die Marktkonzentration bereits in der Nähe historischer Höchststände liegt.
Value-Aktien können eine echte Diversifikation bieten, ohne auf das Aktien-Beta zu verzichten. Sie bieten ein Exposure gegenüber differenzierten und komplementären Renditetreibern. Insbesondere im KI-Bereich – der immer greifbarer und investitionsintensiver wird, da der Ausbau Rechenzentren, Stromversorgung und Infrastruktur umfasst – reichen die Auswirkungen über reine Technologie-, Software- und Hardwareunternehmen hinaus. Value-lastige Marktsegmente können direkt von diesem Investitions-Superzyklus profitieren. Dazu zählen beispielsweise die Sektoren Energie, Rohstoffe, Industrie und Versorger, da die Stromnachfrage, die Bautätigkeit, das verarbeitende Gewerbe und die gesamtwirtschaftlichen Investitionen im weiteren Jahresverlauf anziehen werden. Außerdem halten wir eine Diversifizierung des Engagements über Marktkapitalisierungen und Regionen hinweg für sinnvoll, um von einer breiteren Streuung des Gewinnwachstums zu profitieren. Wichtig ist, dass sich das KI-Thema weiterentwickeln wird. Dies könnte Vorteile für Portfolios bieten, die ein strukturelles KI-Engagement mit Value-orientierten Sektoren aus der Realwirtschaft kombinieren. Denn diese sind sensibel gegenüber Zinsen, Infrastrukturausgaben, Energieintensität und Industrieinvestitionen.
Von Rebekah McMillan, Associate Portfolio Managerin im Multi-Asset-Team bei Neuberger Berman
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