PEPP- und TLTRO-Ankündigungen vom Markt weitgehend eingepreist
Wir erwarten von der EZB-Sitzung am 10. Dezember folgendes:
- PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) wird um rund 500 Milliarden Euro aufgestockt und von Mitte 2021 bis Ende 2021 verlängert. Der Wiederanlagehorizont könnte auch über Dezember 2022 hinaus verlängert werden.
- Keine Verschmelzung von PEPP und APP (Wertpapierkaufprogramm) und auch keine Verlängerung des APP.
- Attraktive Konditionen für die TLTRO (gezielte längerfristige Refinanzierungsgeschäfte): LT-Laufzeiten von mindestens drei Jahren, niedrige Zinssätze (-1 %), einem Tiering-Multiplikator von 8-9 (gegenüber 6) und möglicherweise einige Änderungen bei den Borrowing Allowances und der Lending Benchmark.
- Wir erwarten sowohl beim PEPP als auch beim TLTRO, dass der Schwerpunkt eher auf der Laufzeit als auf dem Umfang erworbener Vermögenswerte liegen wird.
- Die EZB wird auch ihre makroökonomischen Prognosen aktualisieren:
- Nach signifikanten positiven Überraschungen im dritten Quartal könnten wir im Jahr 2020 eine Verbesserung des Wachstums sehen. Die Perspektiven für Anfang 2021 haben sich angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus aber verschlechtert. Nach dem Anstieg des Euro könnte es einen Rückgang der Inflation geben.
- Zum ersten Mal wird es Prognosen für 2023 geben. Wir erwarten, dass die Inflationsprognose bis 2023 wieder unter dem Ziel (etwa 1,4 % Kerninflation) liegen wird.
- Wir erwarten Aussagen über die Stärke des Euro, obwohl die EZB nichts tun kann.
- Wir gehen davon aus, dass der allgemeine Ton äußerst gemäßigt sein wird, um so günstige finanzielle Bedingungen aufrechtzuerhalten.
Die Ankündigungen zu PEPP und TLTRO werden vom Markt weithin erwartet, sodass es schwierig sein wird, auf der gemäßigten Seite zu überraschen. Wir könnten geringfügig höhere Zinssätze sehen.
François Rimeu, Head of Multi Asset & Senior Strategist, La Française AM
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