Nachranganleihen geben leicht nach, Markt entwickelt sich insgesamt jedoch positiv
Jérémie Boudinet, Credit Fund Manager, La Française AM:
"Nachranganleihen gaben diese Woche aufgrund geringerer Aktivität auf dem Sekundärmarkt und etwas geringerer Liquidität gemäß unserer Gegenparteien leicht nach. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Anleger mehr auf den High-Yield-Markt konzentrierten, der eine Vielzahl von Primäremissionen aufwies. Auf der ewigen Schuldinstrumenten Seite (Perpetual-Debt) sind in dieser Woche keine Primäremissionen zu verzeichnen, was angesichts der beginnenden Veröffentlichung von Unternehmensberichten für Q1 2021 nicht allzu überraschend ist. Die Performance in dieser Woche ist eher mau, insbesondere im Segment der in Euro denominierten AT1s mit einer Performance von -0,01 Prozent. Corporate Hybrids lagen im Wochenverlauf bei -0,12 Prozent und Insurance Subordinated Debt bei -0,11 Prozent. Unserer Ansicht nach deutet dies insbesondere nach der starken Aufwertung in den letzten zwei Monaten auf eine gesunde Marktentwicklung hin."
Erneute Corona-Ausbreitung in Asien führt zu erhöhter Risikoaversion
Gabriel Crabos, High Yield Fund Manager, La Française AM:
"Letzte Woche erhöhte sich die Risikoaversion aufgrund des Anstiegs der Corona-Fälle in Asien, insbesondere in Indien. Die makroökonomischen Daten blieben jedoch positiv, vor allem die Arbeitslosenzahlen in den USA und die PMIs (Preis-Manager-Indizes) in Europa. An der Zentralbankfront ließ die EZB wenig überraschend ihre Leitzinsen unverändert und betonte, dass sie weiterhin bereit ist, ihre Ankaufprogramme anzupassen, um eine ungerechtfertigte Verschärfung der finanziellen Bedingungen zu verhindern. Vor diesem Hintergrund gaben die wichtigsten Aktienindizes nach, wobei der Euro Stoxx 50 und der S&P 500 Rückgänge von -0,5 Prozent bzw. -0,1 Prozent verzeichneten. Trotz einer leichten Spread-Ausweitung (+2 Basispunkte) lag die Performance des Global High Yield-Index im Berichtszeitraum auf einem stabilen Niveau."
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