Alger on the Money: Große Erwartungen?

Die Anleger waren begeistert von der wirtschaftlichen Erholung, darunter viele Value-Aktien. Aber ist zu viel Optimismus in diese Bewertungen geflossen? Die Zahlen zeigen, dass Anleger möglicherweise große Erwartungen an dieses Marktsegment haben, während Unternehmen, die Jahr für Jahr kontinuierlich wachsen, weniger gefragt sind. Ein Beitrag von Alger – ein La-Française-Partnerunternehmen. La Française Systematic Asset Management | 21.06.2021 14:05 Uhr
© Photo by Jan Tinneberg on Unsplash
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Archiv-Beitrag: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Im bisherigen Jahresverlauf haben sich Value-Aktien, die tendenziell stärker von der Wirtschaftsleistung abhängig sind, besser entwickelt als Growth-Aktien, die in der Regel von eher säkularen, konjunkturunabhängigen Kräften angetrieben werden, wie z. B. E-Commerce oder digitale Zahlungen.

Die Wertsteigerung der Value-Indizes basiert größtenteils auf der Erwartung, dass sich die Wirtschaft von der Pandemie erholt und die Umsätze und Erträge wieder steigen. Die Prognosen für Value- Aktien sind aufgrund der allmählichen Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität gestiegen. Es mag die  Anleger jedoch überraschen, dass die Umsatzprognosen für den Russell 3000 Growth Index tatsächlich schneller gestiegen sind als für den Russell 3000 Value Index.

Nach Einschätzung des Marktes könnten sich die Fundamentaldaten vieler Unternehmen, die große Umsatz- und Gewinnrückgänge hinnehmen mussten, in den kommenden Monaten verbessern. Da sich dies nun bis zu einem gewissen Grad in den Aktienkursen widerspiegelt, müssen sich die Anleger fragen, was als nächstes kommt. Wenn wir die nächsten fünf Jahre betrachten, sehen wir ein langsameres Wirtschaftswachstum, aber einen schnelleren säkularen Wandel, der von Innovationen angetrieben wird – ein Umfeld, das unserer Meinung nach gut für die Growth-Aktien geeignet ist.

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