Alger on the Money: Was gilt als rezessionsresistent?

Viele Investoren befürchten, dass es in den USA im nächsten Jahr zu einer Rezession kommen könnte. Um sich für eine Rezession zu wappnen, sollten Anleger Gewinnsensibilität gegenüber der Konjunktur berücksichtigen. Mit anderen Worten: Was gilt als rezessionsresistent? La Française Systematic Asset Management | 18.07.2022 11:48 Uhr
© Photo by Annie Spratt on Unsplash
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  • Nachdem nur drei der letzten 11 Straffungsmaßnahmen der Fed zu „Soft Landings“ oder der Vermeidung von Rezessionen geführt haben, mag es ratsam sein, für eine Rezession zu planen. Aber nicht alle Arten von Unternehmen reagieren ähnlich empfindlich auf den Wirtschaftszyklus.
  • Während der letzten drei Rezessionen haben sich die Gewinne von Growth-Unternehmen viel besser gehalten als die von Value-Unternehmen. Einer der Gründe dafür ist vermutlich, dass Gewinnveränderungen im Verhältnis zu Umsatzveränderungen bei Value-Aktien stärker ausfallen, weil sie höhere Fixkosten und einen höheren Zinsaufwand haben. Darüber hinaus sind Value-Aktien unserer Ansicht nach eher in konjunktursensiblen Märkten tätig, z. B. im Wohnungsbau, bei Gebrauchsgütern, Investitionsgütern und im Bankensektor, während Growth-Aktien eher durch säkulares Wachstum angetrieben werden, bei dem es um die Sicherung von Marktanteilen durch Branchen-Umbrüche geht. So verdrängt beispielsweise Cloud Computing das On-Premises-Computing, und der medizinische Fortschritt verdrängt ständig ältere Produkte im Gesundheitswesen.
  • Während Growth-Unternehmen in letzter Zeit die Hauptlast der Kompression der Bewertungsmultiplikatoren zu tragen hatten, legt die Vergangenheit nahe, dass Gewinnrückgänge Value-Aktien härter treffen können.


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