Inflation bleibt hartnäckig: Warum die Fed jetzt erneut handeln dürfte

François Rimeu, Chief Strategist bei Crédit Mutuel Asset Management, rechnet im September mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank um 25 Basispunkte. Anhaltender Inflationsdruck und Kevin Warshs restriktiver Kurs sprechen für höhere Zinsen. Entscheidend wird jedoch der weitere Zinspfad der Fed. La Française Systematic Asset Management | 15.09.2026 09:04 Uhr
François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management / © e-fundresearch.com / Crédit Mutuel Asset Management
François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management / © e-fundresearch.com / Crédit Mutuel Asset Management

Der eher restriktive Ton von Kevin Warsh in Jackson Hole hat die Argumente für eine Zinserhöhung im September verstärkt. Auch der Verbraucherpreisindex für August bestätigte, dass der Inflationsdruck anhält: Die Kerninflation (ohne Lebensmittel und Energie) stieg im Monatsvergleich um 0,3 %.

Unsere Erwartungen:

  • Vor diesem Hintergrund wird erwartet, dass eine Mehrheit des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) den Zielkorridor für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 % bis 4,00 % anheben wird.
  • Das zentrale Thema dieser Sitzung wird der künftige Zinspfad sein, einschließlich der aktualisierten „Summary of Economic Projections“ (SEP) und des Dot-Plots; Kevin Warsh hatte sich bei der letzten SEP der Teilnahme an der Abgabe einer Prognose enthalten. Die Finanzmärkte preisen ihrerseits eine weitere Zinserhöhung bis zum Jahresende ein, gefolgt von einer oder zwei weiteren im Jahr 2027.

Fazit: Angesichts einer widerstandsfähigen Wirtschaft, eines Arbeitsmarktes nahe der Vollbeschäftigung und nicht restriktiver finanzieller Rahmenbedingungen würde eine unveränderte Zinspolitik im September das Risiko bergen, dass sich die Inflation weiter verfestigt, und die Konsistenz der Botschaft, die Warsh in Jackson Hole vermittelt hat, in Frage stellen. Die langfristigen Renditen könnten dann über das bereits hohe Niveau hinaus steigen, und der Dollar könnte wie bereits im Juli an Wert verlieren.

Von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

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