Sowohl Energie- als auch Versorgeraktien blieben im vierten Quartal 2025 hinter dem breiten MSCI ACWI Index zurück. Energieaktien entwickelten sich seitwärts, schnitten jedoch besser ab als die Rohölpreise, die bis zum Quartalsende auf unter 61 US-Dollar pro Barrel fielen. Dieser Rückgang spiegelte die Besorgnis über ein Überangebot auf dem Markt wider und machte die Erwartungen einer moderaten Beschleunigung der Marktnachfrage im Jahr 2026 zunichte.
Der aktuelle Rohölpreis dürfte bereits einen Großteil dieses Überangebotsrisikos widerspiegeln. Dennoch wird davon ausgegangen, dass das Abwärtsrisiko für die Ölpreise größer ist als das Aufwärtsrisiko – insbesondere dann, wenn das Engagement der USA in Venezuela dazu führt, dass zusätzliches Rohöl auf den Markt gelangt. Vor diesem Hintergrund wird weiterhin eine defensive Positionierung verfolgt. Im Fokus stehen dabei Energieunternehmen mit hochwertigen, langfristigen Anlagen, die aus Sicht des Marktes unterschätzt sind.
Versorger profitieren von KI und Elektrifizierung
Bei Versorgeraktien bleibt die Einschätzung positiv. Die wachsende KI-Branche dürfte weiterhin einen hohen Strombedarf erzeugen. Diese steigende Nachfrage sowie die fortschreitende Elektrifizierung der Wirtschaft sprechen für Investitionen in Versorger – insbesondere in Unternehmen, die auf freien Strommärkten tätig sind.
Noah Barrett, Research-Analyst bei Janus Henderson Investors, sagt: „Bei Versorgeraktien bleiben wir optimistisch. Die wachsende KI-Branche wird unserer Meinung nach weiterhin viel Strom verbrauchen. Diese steigende Nachfrage und die fortschreitende Elektrifizierung der Wirtschaft sind gute Gründe, in Versorger zu investieren – vor allem in Unternehmen, die auf freien Strommärkten tätig sind.“
Regulierte Versorger mit Aufholpotenzial
Regulierte Versorger profitieren zwar weniger direkt von diesen strukturellen Trends, dennoch wird auch hier Potenzial für Kurssteigerungen gesehen. Ausschlaggebend ist die Erwartung, dass das Thema Stromwachstum stark und langanhaltend sein wird und damit mittelfristig auch regulierten Anbietern zugutekommt.
Von Noah Barrett, Research Analyst, Janus Henderson Investors
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