US-Beschäftigungszahlen dämpfen Druck auf Fed

US-Arbeitsmarkt unter Druck: Bradford Smith, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors, sieht in den schwachen Beschäftigungszahlen von nur 57.000 neuen Stellen, sinkender Erwerbsquote und Abwärtsrevisionen Argumente für eine Zinspause der Fed unter Kevin Warsh. Janus Henderson Investors | 03.07.2026 09:15 Uhr
Bradford Smith, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors / © e-fundresearch.com / Janus Henderson Investors
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Die Beschäftigungszahlen fielen mit +57.000 geringer aus als erwartet – Ökonomen hatten +113.000 prognostiziert. Dies ist der schwächste Wert seit Februar und folgt auf den sensationellen Wert vom letzten Monat. Ebenfalls unerwartet war der Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,2 %: Angesichts der hinter den Erwartungen zurückbleibenden Beschäftigungszahlen ist dies überraschend, lässt sich jedoch durch einen weiteren Rückgang der Erwerbsquote um 0,3 % auf 61,4 % erklären. Auch die Revisionen der Vormonatszahlen nach unten lassen die Beschäftigungsaussichten weniger optimistisch erscheinen als bisher angenommen. Während wir noch dabei sind zu verstehen, wie sich die Reaktionsfunktion der Fed unter Warsh gestalten wird, nimmt dieses Ergebnis den Druck auf die für die Inflationsbekämpfung zuständige Institution etwas ab, kurzfristig die Zinsen anzuheben. Allerdings merkte Warsh bei seiner ersten Pressekonferenz an, dass Beschäftigungsdaten erst nach der dritten Revision aussagekräftig seien und dann zu „Echos der Geschichte“ würden. Angesichts der nachlassenden Ölpreisinflation dürfte eine gewisse Schwäche am Arbeitsmarkt die Fed zumindest bis zur nächsten Sitzung dazu veranlassen, die Zinsen unverändert zu lassen.

Von Bradford Smith, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors

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