CLOs weiterhin führend bei Fixed-Income-Erträgen

CLOs zählen über mehrere Zeiträume zu den stärksten Fixed-Income-Sektoren. John Kerschner von Janus Henderson Investors erklärt, warum insbesondere hochwertige Floating-Rate-Anlagen in einem dauerhaft höheren Zinsumfeld attraktive Renditechancen bieten können. Janus Henderson Investors | 17.07.2026 10:18 Uhr
John Kerschner, Global Head of Securitized Products und Portfoliomanager, Janus Henderson Investors / © e-fundresearch.com / Janus Henderson Investors
John Kerschner, Global Head of Securitized Products und Portfoliomanager, Janus Henderson Investors / © e-fundresearch.com / Janus Henderson Investors

Die jüngste Outperformance der CLO-Sektoren ist kein Ausreißer: BBB-CLOs waren nicht nur seit Jahresbeginn (YTD) 2026 der Fixed-Income-Sektor mit der besten Performance, sondern auch in den vorangegangenen Zeiträumen von 1, 3, 5 und 10 Jahren. AAA-CLOs (sowohl in Euro als auch in US-Dollar) haben auf 5- und 10-Jahres-Basis die meisten anderen Indizes übertroffen, trotz ihrer weitaus höheren Bonität und ihres sehr niedrigen Volatilitätsprofils.

Unserer Ansicht nach besteht der einzige Grund, keine hochwertigen variabel verzinslichen Anleihen im Portfolio zu halten, darin, dass man davon ausgeht, dass die Zinsen auf null sinken (und dort bleiben) werden. Damit dies geschieht, müsste die Inflation praktisch verschwinden. Angesichts der inflationsfördernden Faktoren – starker Arbeitsmarkt, robustes Wirtschaftswachstum, geopolitische Spannungen, höhere Ölpreise, durch KI bedingte Versorgungsengpässe, hohe Haushaltsdefizite und Deglobalisierung – erscheint dies jedoch sehr unwahrscheinlich.

Wir glauben, dass ein Floating-Rate-Exposure unerlässlich ist, um in der globalen Wirtschaft nach dem Ende der Nullzinspolitik (ZIRP) erfolgreich zu agieren. Gleichzeitig bevorzugen wir Vermögenswerte höherer Qualität: Unserer Ansicht nach lassen sich Floating-Rate-Positionen am besten über CLOs aufbauen, die gegenüber Krediten eine Bonitätsverbesserung bieten und Investoren ermöglichen, ihr gewünschtes Risikoniveau selbst zu wählen.

Quelle: Bloomberg, Stand: 30. Juni 2026. Alle Indexrenditen sind in Landeswährung (unhedged) angegeben. Zur Darstellung der Assetklassen verwendete Indizes: CLOs werden durch die JP Morgan CLOIE-Indizes repräsentiert, US-Bankenkredite durch den Morningstar LSTA US Leveraged Loan Index, Schwellenländeranleihen, High Yield, Asset-Backed Securities (ABS), Agency Mortgage-Backed Securities (MBS), Investment-Grade-Unternehmensanleihen (IG), Commercial Mortgage-Backed Securities (CMBS), US-Staatsanleihen sowie US Agg und Global Agg durch die entsprechenden Bloomberg-Indizes. Die vergangene Performance ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Skeptiker könnten argumentieren, dass der Zinsanstieg seit 2022 nur ein zufälliger Rückenwind für variabel verzinsliche Anlagen war – als hätten CLOs und andere variabel verzinsliche Anleihen einfach Glück gehabt und die „Zinslotterie gewonnen“ – und dass sich dies nicht wiederholen werde. Ironischerweise stimmen wir dem zumindest teilweise zu: CLOs haben sich tatsächlich gut entwickelt, weil die Zinsen gestiegen sind (und auch, weil sich die Credit Spreads verengt haben), aber wir betrachten den Zinsanstieg nicht als isoliertes Ereignis. Vielmehr deuten unserer Meinung nach alle Anzeichen darauf hin, dass das Umfeld höherer Zinsen von Dauer sein wird. Und deshalb sollten Investoren aus unserer Sicht eher auf CLOs setzen, anstatt deren Outperformance als einmaligen Zufall abzutun, der auf die durch Corona ausgelöste überdurchschnittliche Inflation zurückzuführen ist.

Von John Kerschner, Global Head of Securitized Products, Janus Henderson Investors

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