Die aktuellen Gesamt- und Kern-PCE-Zahlen entsprechen in etwa den Konsensprognosen. Die Vorjahreswerte liegen mit 3,7 % für den Gesamtindex und 3,3 % für den Kernindex weiterhin auf hohem Niveau. Die Inflation entsprach im Juni und Juli den Erwartungen oder lag sogar leicht darunter, was eher gegen eine Zinserhöhung durch die Fed bei ihrer Sitzung am 16. September spricht. Die drei wichtigsten Inflationsfaktoren in diesem Jahr waren Energie, Zölle und KI. Während die Energiepreise weiterhin volatil bleiben, zeigt sich bei den Warenpreisen eine leichte Entspannung, da der Basiseffekt der Zölle aus dem Vorjahr inzwischen ausgelaufen ist. Der KI-Ausbau zeigt keinerlei Anzeichen einer Verlangsamung, sollte aber genau beobachtet werden – insbesondere mit Blick auf die von NIMBYismus (Widerstand nach dem Motto „Not In My Backyard“) geprägten Zwischenwahlen. Denn jegliche Anzeichen einer Abschwächung in diesem Bereich hätten erhebliche Auswirkungen auf die US-Inflation, das Wirtschaftswachstum und die Zinssätze. Im Hinterkopf sollte man zudem den schwächelnden US-Immobilienmarkt im Auge behalten, da dieser künftig Abwärtsdruck auf die Inflation ausüben dürfte. Die Zahlen des kommenden Monats werden spannender sein. Das Bureau of Economic Analysis (BEA) wird nämlich methodische Korrekturen der PCE-Daten der letzten fünf Jahre veröffentlichen, die am 30. September zusammen mit den PCE-Zahlen für August erscheinen und die Vorjahreswerte um 20 bis 30 Basispunkte nach unten korrigieren könnten.
Von Addison Maier, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors
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