Wir verwenden Cookies um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Österreichs Triple-A ungerechtfertigt?

Hoher Verschuldungsgrad, ein überdimensioniertes Sozialsystem und eine ausufernde Bürokratie sind nur ein Teil der Gründe, welche die europäische Rating-Agentur Independent Credit View (I-CV) Österreichs Triple-A-Rating mehr als kritisch hinterfragen lässt. Research | 13.10.2014 12:00 Uhr
©  nmann77 - fotolia.com
© nmann77 - fotolia.com

Zahlreiche Kandidaten für Downgrading

„Wo bleibt das Wachstum?“ fragt sich angesichts der geopolitischen Spannungen sowie der ungelösten Verschuldungssituation in Europa - mit Arbeitslosigkeit und Deflationsszenario - René Hermann, Partner und Research-Leiter bei der europäischen Rating-Agentur Independent Credit View (I-CV). Beim Pressegespräch, das anlässlich der Kapitalmarktkonferenz der Hypo Capital Management am Donnerstag in Wien stattfand, zeichnete er ein durchwachsenes Bild für die wirtschaftliche Entwicklung Europas: Sie sei derzeit insbesondere durch die Ukraine-Krise gehemmt. Im Lichte des hohen Verschuldungsgrades sieht er Österreichs Toprating von „Triple-A“ der beiden großen Ratingagenturen Moody´s und Fitch als nicht gerechtfertigt an; ebenso seien Frankreich, Belgien oder Slowenien im Länderrating derzeit eigentlich als Downgrading-Kandidaten zu sehen.

Anpassungsschocks drohen

Die verpuffende EZB-Politik mit ihrem aktuellen Niedrigzins-Umfeld übertünche derzeit die strukturellen Schwächen dieser Länder: Reformen würden aufgrund des nachlassenden Drucks der Märkte und der Politik nicht überall mit gleichem Eifer umgesetzt; Defizite bilden sich zurück, doch Schulden und Arbeitslosigkeit verharren auf hohem Niveau und mit immer neuen Schulden würden alte beglichen, so das Schweizer Institut in seiner jüngsten Analyse, in der auch vor einer Blasenbildung auf den Aktien-, Immobilien-, Bond- und Rohstoffmärkten gewarnt wird. Die Erwartungen für das durchschnittliche Wachstum in den wichtigen europäischen Ländern liege in den Jahren 2014-16 deutlich unter dem Vorkrisenniveau der Jahre 2000-2007, so Hermann. Österreichs BIP wies in den 2000er Jahren (2000-2007) im Schnitt ein Wachstum von 2,4% auf, die aktuellen Prognosen (2014 -1016) liegen bei 1,7%.

Europa: Zu viele Probleme bleiben ungelöst

Die größten Einbrüche weisen Irland und Spanien auf, wo sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorkrisenjahren fast gedrittelt hat. „Zu viele fundamentale Probleme in Europa bleiben ungelöst,“ resümiert René Hermann, der die größten Belastungen für das Wachstum in hohen Transferzahlungen und Subventionen an nicht konkurrenzfähige Wirtschaftszweige und Unternehmen sowie in überdimensionierten Sozialsystemen und der ausufernder Bürokratie sieht. „Die Wachstumsschwäche und die Verzögerung bei der Umsetzung der Fiskalmaßnahmen führt zu weiteren Defiziten und einem Anstieg der Schuldenstände,“ warnt Hermann. „Die Kosten für den Schuldendienst schränken die Flexibilität der Staaten ein.“ Sein Fazit: Das Tiefzinsumfeld mit rückläufigen Risikoprämien mache die Verschuldung zwar tragbar, erhöhe jedoch die Risiken von Anpassungsschocks. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Veränderung der Alterspyramide sowie die dadurch steigenden Ausgaben für Gesundheits- und Alterskosten den Staaten einen Strich durch die Rechnung der geplanten langsamen Entschuldung machen werden. „Immer weniger Arbeitnehmer in den Industrienationen zahlen immer höhere Steuern zur Reduktion der Schulden früherer Generationen“ sagt Hermann.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 30.09.2019 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com