#AssetAllocationForum | Multi Asset Investing 2022: Wirksame Diversifikation als "Mission Impossible"?

Research | 20.05.2022 14:43 Uhr
© e-fundresearch.com / Canva / vom jeweiligen Unternehmen zur Verfügung gestellt
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e-fundresearch.com #AssetAllocationForum | Multi Asset Investing 2022: Wirksame Diversifikation als "Mission Impossible"?

Frei nach dem Motto "No Place to Hide" haben wohl die meisten Multi Asset Investoren im bisherigen Jahresverlauf 2022 eines der anspruchsvollsten Marktumfelder ihrer Karriere vorgefunden. Hohe Inflation, Zinserhöhungen, Krieg mitten in Europa und die immer noch anhaltenden Nachwehen der Pandemie schickten zuletzt sowohl Aktien als auch Anleihen auf Talfahrt. Sich in einem solchen Umfeld als Multi Asset Fondsmanager behaupten zu können bzw. einen erfolgreich Investment-Weg zu finden war und ist weiterhin alles andere als einfach.

Um unserer Leserschaft einen möglichst breiten Überblick darüber verschaffen zu können, wie Multi Asset Strategen aus den unterschiedlichsten Fondshäusern ihre Portfolios in diesem herausfordernden Umfeld aktuell aufstellen und wo sich derzeit robuste Diversifikatoren aufspüren lassen, hat e-fundresearch.com sein Netzwerk mit folgender konkreter Fragestellung konfrontiert:

#AssetAllocationForum // Multi Asset Investing 2022: Wirksame Diversifikation als "Mission Impossible"?

Frei nach dem Motto "No Place to Hide" haben wohl die meisten Multi Asset Investoren im bisherigen Jahresverlauf 2022 eines der wahrscheinlich anspruchsvollsten Marktumfelder ihrer Karriere vorgefunden. Wie haben Sie Ihre Multi Asset Strategie(n) fit für das aktuelle Umfeld gemacht? (Wo) finden Sie derzeit wertvolle und vor allem robuste Diversifikatoren - oder ist am Ende doch "Cash" trotz Rekordinflation kurzfristig "King"?

Alle Expertenstatements haben wir Ihnen in der nachfolgenden Antwortgalerie sowie weiter unten auch als Antwortauflistung übersichtlich zusammengefasst - wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und wertvolle Anregungen für Ihre Asset Allokation:

Roland Himmelfreundpointner, Leiter Asset Allokation, KEPLER-FONDS KAG
© KEPLER-FONDS KAG

Roland Himmelfreundpointner, Leiter Asset Allokation, KEPLER-FONDS KAG

Unser Hauptszenario bei KEPLER ist, dass das Wachstum in den nächsten Monaten zurückgehen wird, die Inflation noch eine Weile hoch bleibt und dann aber wieder deutlich zurückkommen wird - durch die Verwerfungen am Energie- und Agrarrohstoffmarkt in Folge des russischen Angriffes auf die Ukraine wird das aber wohl etwas später passieren. Aktuell mehren sich die Zeichen, dass die Inflation noch einige Zeit hoch bleiben dürfte. Angesichts dieser Entwicklung sind wir bei nominellen Staatsanleihen in unseren Asset-Allokation-Fonds maximal untergewichtet. Bei Aktien sind wir neutral positioniert - innerhalb der Aktienquote werden Value-Titeln übergewichtet. An einer schon länger bestehenden Beimischung von inflationsgesicherten Anleihen wird weiterhin festgehalten. Die Investitionsquoten von Unternehmensanleihen und Emerging-Markets-Staatsanleihen bleiben aufgrund der aktuell wieder attraktiven Renditen ebenfalls bestehen.
Yoram Lustig, Head of Multi-Asset Solutions, EMEA & Latam, T. Rowe Price
© T. Rowe Price

Yoram Lustig, Head of Multi-Asset Solutions, EMEA & Latam, T. Rowe Price

Mit unserem langfristig orientierten Ansatz bietet sich eine Kombination aus wachstumsorientierten und inflationssensiblen Anlagen bei der strategischen Allokation des Portfolios an. Ein höheres Aktienengagement und eine Allokation in Marktsegmente mit höherem Wachstumspotenzial, wie z. B. Small-Cap-Aktien und Aktien aus Schwellenländern, kann zur Inflationsabsicherung dienen und gleichzeitig auch Wachstumspotenzial bieten. Parallel kann die gezielte Allokation in inflationsgesicherte Vermögenswerte, wie z. B. Aktien von Realwerten und TIPS, dazu beitragen, die realen Renditen zu glätten und das Portfolio über Inflationsperioden hinweg zu diversifizieren. Auch wenn nominale Anleihen nicht per se eine gute Inflationsabsicherung darstellen, sind wir der Meinung, dass sie dennoch Erträge und ein gewisses potenzielles Abwärtsrisikomanagement für ein auf Inflation ausgerichtetes Portfolio bieten können. Die festverzinsliche Allokation kann durch ein Kern-Engagement in nominalen Staatsanleihen und erstklassigen Kreditanleihen verankert und durch renditeträchtigere Engagements wie Hochzinsanleihen, variabel verzinsliche Darlehen und Schwellenländeranleihen ergänzt werden.
Hans G Schiefen, Fund Manager, Incrementum AG
© 2022 Incrementum

Hans G Schiefen, Fund Manager, Incrementum AG

Multi Asset Strategien arbeiten üblicherweise mit einer Kombination von Aktien und Anleihen, ein Ergebnis der negativen Korrelation der beiden Assetklassen und der zunehmenden Passivierung des Anlagegeschäftes in den vergangenen Jahrzehnten. Historische Studien belegen jedoch, dass in inflationären Phasen Aktien und Anleihen eine zunehmend positive Korrelation aufweisen. Rohstoffe und Edelmetalle haben sich in solchen Phasen dagegen nicht nur als wirksame Diversifikatoren erwiesen, sondern offerieren auch das höchste Inflations-Beta (s. IGWT Report 2021, S. 86ff). Unser benchmark-unabhängiger Incrementum All Seasons Fund strebt eine langfristige Kaufkraftsteigerung der uns anvertrauten Gelder an. Wir setzen dabei zur Zeit vor allem auf Rohstoff-, Substanz- und «Value»-Aktien und halten keine Anleihen. «Cash» ist deshalb «King», weil es in einem «Long Only»-Portfolio Optionalität gewährt. Langfristig unterliegt es jedoch dem Risiko des Kaufkraftschwunds, weshalb wir unsere Liquidität teilweise in Edelmetall-ETCs anlegen. Getragen von unserem aktiven und vorausschauenden Investmentansatz hat uns dies geholfen auch das zuletzt eher stürmische Marktumfeld souverän zu navigieren.
Thomas Loszach, Head of Austria & CEE, Fidelity International
© Fidelity International

Thomas Loszach, Head of Austria & CEE, Fidelity International

Der Krieg wütet weiter. Zusammen mit den negativen Angebotsschocks für die Weltwirtschaft trägt er dazu bei, dass die Inflation weiterhin hoch bleibt und ein höheres Risiko einer Stagflation für die Weltwirtschaft besteht. Infolgedessen sind wir in Aktien und Anleihen untergewichtet, präferieren aber US-Aktien, da die Region von den Rohstoffschocks relativ gut abgeschirmt ist. Gleichzeitig halten wir an unserer Untergewichtung von europäischen Aktien fest und beginnen, aufgrund der schwächeren Wirtschaftsdaten, auch japanische Aktien weniger zu gewichten. Dafür sehen wir Potential in Schwellenländern und im asiatisch-pazifischen Raum. Angesichts der kurzfristigen Risiken der hohen Inflation, der aggressiven Haltung der Zentralbanken, des schwindenden Vertrauens der Verbraucher und der Industrie sowie der Lockdowns in China bleiben wir insgesamt bei unserer vorsichtigen Haltung gegenüber Risikoanlagen.
Pablo Hess und Michael Günther, Entwickler und Portfoliomanager, Tungsten TRYCON
© Tungsten TRYCON

Pablo Hess und Michael Günther, Entwickler und Portfoliomanager, Tungsten TRYCON

In Gesprächen mit Investoren registrieren wir derzeit vor allem drei neue Anforderungen: Schutz gegen Rezession, gegen Inflation und Zinserhöhungen. Um diese Portfolioresistenz in einer Anlagestrategie abzubilden, reichen long only-Ansätze allein nicht (mehr) aus. Multi Asset-Strategien benötigen nach unserer Überzeugung mehr Flexibilität und eine sich dem Marktumfeld anpassende Steuerung. In Zukunft sollten daher Ansätze, die auch von fallenden Aktien- sowie Anleihemärkten profitieren können, einen festen Platz in Portfolios finden. In der TRYCON Multi Asset-Strategie ist dies seit über acht Jahren ein integraler Bestandteil. Das Portfoliomanagement hat die Freiheitsgrade, um in den gehandelten Märkten (Aktienindizes, Staatsanleihen und Währungen) long oder short-Positionen flexibel einzugehen. Insofern ist das Handelsmodell auf vermeintlich schwierige Situationen wie im bisherigen Jahresverlauf 2022 durch seine Konzeption bereits eingestellt und kann seine Stärken ausspielen. Genutzt wird eine dynamische Allokationssteuerung über Künstliche Intelligenz (KI), die YTD (wie auch etwa bereits in der kritischen Phase zu Beginn der Corona-Krise Anfang 2020) Portfolios stabilisiert.
Johannes Maier, Portfolio Manager Globale Infrastruktur-Aktien, BANTLEON
© Thomas Wieland

Johannes Maier, Portfolio Manager Globale Infrastruktur-Aktien, BANTLEON

Wir haben unsere Allokation in Infrastruktur-Aktien erhöht, die für das anspruchsvolle Kapitalmarktumfeld gut gewappnet sind, weil sie eine attraktive Kombination aus Wachstum und Stabilität bieten. Viele Infrastruktur-Unternehmen haben einen expliziten Inflationsschutz, denn die regulatorischen Rahmenbedingungen, Konzessionen und langfristigen Verträge koppeln die Erträge an die Inflation. Zudem machen die langfristigen Verträge und eine stetige Nachfrage deren Bewertungen weniger anfällig für ausschweifende Wachstumsfantasien und sie werden nach der langen Risk-on-Phase mit einem Abschlag gegenüber breiten Aktienmarktindizes gehandelt. Neben diesem Segment lohnt sich eine Allokation in CO2-Zertifikate ebenso wie eine Investition in Aktien von Unternehmen in Sondersituationen, welche weitgehend entkoppelt von der Entwicklung der breiten Aktienmärkte sind. Auf der Anleihenseite nutzen wir kurz laufende inflationsindexierte Anleihen, die im Umfeld anhaltend hoher Inflation als zusätzlicher Performancebaustein dienen und im Gesamtportfoliokontext gerade im Fall eines russischen Gas-Lieferstopps zur Diversifikation beitragen.
Flavio Carpenzano, Investment Director, Capital Group
© Capital Group

Flavio Carpenzano, Investment Director, Capital Group

In Zeiten steigender Inflation und erhöhter Volatilität sind einfache Multi-Asset-Portfolios für Anlegerinnen und Anleger viel wertvoller als exotische Instrumente und Derivate. Vor diesem Hintergrund setzt der Multi-Asset-Fonds von Capital Group verstärkt auf defensivere Aktien. Dazu gehört ein Fokus auf grosse bis mittelgrosse Unternehmen, deren Cash-Erträge in der Vergangenheit nachhaltig gewachsen sind und die regelmässig Dividenden ausgezahlt haben. Solche Unternehmen sind oft in den Bereichen Gesundheit, Finanzen, Konsumgüter und manchmal auch im Technologiesektor zu finden. Unter anderem Microsoft, TSMC und Nestlé sind gute Beispiele dafür. Auf der Anleihenseite setzen die Portfoliomanager auf sichere Anlagen wie US-Treasuries mit längerer Laufzeit, aber auch auf selektive Investments in Schwellenländeranleihen. Nicht zuletzt haben Cash-Positionen trotz der gestiegenen Inflation eine Daseinsberechtigung, da sie das Portfolio weiter diversifizieren und Liquidität für zusätzliche Engagements bieten.
Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset, Fondsmanager des Berenberg Variato, Berenberg
© Berenberg, Jan Hosan

Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset, Fondsmanager des Berenberg Variato, Berenberg

„Cash“ hat sich jüngst in der Tat besser als Aktien und Anleihen entwickelt. Aber es ging noch besser. Mit Blick auf höhere Inflation und restriktivere Zentralbanken, die historisch regelmäßig zu einem stärkeren Gleichlauf von Aktien und sicheren Staatsanleihen führten, hatten wir die Diversifikation in unseren Multi-Asset-Strategien nochmals erhöht – wir nennen dies „wahres“ Multi Asset. Beispielsweise haben wir 2021 schon früh eine deutliche Position in Rohstoffen, insbesondere Industriemetallen, aufgebaut. Auch wenn jüngst ein Teil der Gewinne angesichts der Schwäche in China und den dominierenden Rezessionsbefürchtungen wieder abgegeben wurden, sind wir strategisch weiter von einem neuen Superzyklus überzeugt. Auch Beimischungen von lateinamerikanischen Aktien sowie von wenig korrelierten Nischensegmenten wie chinesischen RMB-Bonds, Katastrophenanleihen oder Mikrokreditfonds haben sich bewährt. Wir haben zudem ein Tailhedge-Produkt aufgesetzt, das vor allem helfen soll, abrupte Abverkäufe an den Aktienmärkten abzufedern. Durch den Verkauf von Call-Optionen auf Aktienindizes werden dabei Prämien generiert, die in verschiedene Absicherungsinstrumente investiert werden.
Dipl.-Ing. Martin Friedrich, MBA, Portfolio Manager, Lansdowne Partners Austria
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Dipl.-Ing. Martin Friedrich, MBA, Portfolio Manager, Lansdowne Partners Austria

Ja, es ist auch 2022 (bisher) noch möglich gewesen, Diversifikation so zu implementieren, dass realistische Erwartungen hinsichtlich dem Erhalt des eingesetzten Kapitals erfüllt werden. Zwei Aspekte sind dabei wesentlich: 1. Investment Manager sollten sich die gesamte Bandbreite unterschiedlicher Assetklassen nutzbar machen. Folgende Segmente sind in besonderem Maße geeignet, die Erträge von Multi-Asset Portfolio zu stabilisieren: Rohstoffe, Gold, Trendfolge-Strategien und versicherungsgebundene Wertpapiere. 2. Wissenschaft statt Meinungen in der Optimierung: In der Konstruktion von Multi-Asset Portfolios spielen leider häufig Konventionen und Neigungen eine wichtige Rolle. Häufig wird bei der Optimierung mit willkürlich gesetzten Schranken durchregiert, schlechte Ergebnisse sind die Folge. Dass es auch anders geht, zeigt der Lansdowne Endowment Fund: Rund ein Viertel des Vermögens entfällt auf die bereits erwähnten, nachweislich de-korrelierten Assetklassen. Dank der so gewählten Allokation konnten wir die Verluste 2022 stark begrenzen (aktuell unter 5,0%). Damit rangiert der Endowment Fund unter den besten 8,0% seiner Peers. Mission Accomplished!
Paul Jackson, Global Head of Asset Allocation Research, Invesco
© Invesco

Paul Jackson, Global Head of Asset Allocation Research, Invesco

In einer Zeit, in der sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte fielen, gab es buchstäblich keinen Platz, sich zu verstecken. Abgesehen von den Rohstoffen, die eher die Ursache als die Folge der Inflation waren, gehörten Barmittel zu den besten Wertentwicklern. Selbst inflationsgeschützte Anleihen haben gelitten, da die realen Renditen gestiegen sind. Trotz niedriger oder sogar negativer Bargeldzinsen halte ich Bargeld aufgrund der geringen Volatilität und der minimalen und manchmal negativen Korrelation zu anderen Vermögenswerten für den Diversifikator der Wahl. Mit Blick auf die Zukunft vermute ich, dass viele schlechte Nachrichten jetzt in den Kursen der großen Aktienmärkte enthalten sind. Ein Markt, der in den letzten 18 Monaten eine Diversifizierung geboten hat, war China. Leider fiel er im Jahr 2021, während die meisten anderen Märkte stiegen. Mein konjunkturbereinigter Kurs-Gewinn-Bewertungsansatz deutet jedoch darauf hin, dass China jetzt zu den günstigsten Märkten der Welt gehört, mit einer Zentralbank, die ihre Geldpolitik lockert, während die meisten anderen großen Zentralbanken ihre Geldpolitik straffen. Sollten sich die globalen Aktienmärkte erholen, könnte China meiner Meinung nach zu den Spitzenreitern.
Dr. Franz Wenzel, Senior Investment Strategist, AXA Investment Managers
© AXA Investment Managers

Dr. Franz Wenzel, Senior Investment Strategist, AXA Investment Managers

Die steigenden Zinsen am langen wie auch am kurzen Ende und die nach wie vor negativen Geldmarktzinsen sind in der Tat eine bis dato nie gekannte Herausforderung für Multi-Asset Manager. Zweifellos wäre in solchen Phasen die Formel „Cash is king“ am effizientesten - wenn da nicht die Transaktionskosten und die negative Verzinsung der vorgehaltenen Kasseposition wären. Ferner hat sich in den letzten Jahren die vielgelobte Diversifikation mit Hilfe von festverzinslichen Wertpapieren als zuweilen trügerisch herausgestellt. Um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, verfolgen wir bereits seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Integration von Absicherungsmechanismen mit Hilfe von Derivaten (Optionen oder Futures). Damit können wir das Portfoliorisiko aktiv und effizient steuern. Insbesondere für die Absicherung bestehender Positionen haben sich Derivate als unabdingbares Instrument für ein effizientes Portfoliomanagement bewährt. Zusätzlich können damit unliebsame Transaktionskosten zumindest teilweise reduziert werden.
Zoltan Schaumburger, Portfoliomanager, Vermögensmanagement EuroSwitch
© Vermögensmanagement EuroSwitch

Zoltan Schaumburger, Portfoliomanager, Vermögensmanagement EuroSwitch

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen sind insbesondere Portfolios betroffen, die sehr nahe der Benchmarks agieren bzw. sogar über Benchmark-ETFs konstruiert werden, wie die in der Vergangenheit von einigen Marktteilnehmern gelobten Robo-Advisor oder digitalen Vermögensverwalter. Es sollte berücksichtigt werden, dass „Ist Cash King?“ eine signifikante aktive Steuerung der Kassenquote impliziert. Investoren, die so versuchen den Markt zu timen, müssen zwei Entscheidungen gleichzeitig treffen, nämlich für den richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt. Und das womöglich hintereinander innerhalb kürzester Zeit. Als Dachfondsmanager verfolgen wir eine andere Philosophie: Ein modernes Multi-Asset-Portfolio besteht unserer Meinung nach zu einem signifikanten Anteil aus Liquid Alternatives. Hier finden wir derzeit sowohl im marktneutralen als auch im Long-Short-Bereich attraktive Konzepte. Des Weiteren erhalten unsere Multi-Asset-Portfolios als Beimischung auch Zielfonds mit Rohstofffokus sowie Gold. Fernab von den Marktbenchmarks ist das Zielfonds-Universum hinreichend groß: z. B. China Bonds bei Anleihen und bei Aktien z. B. Dividendenkonzepten oder Fonds mit Energiefokus.
Vincent McEntegart, Investment Manager, Multi-Asset-Group, Aegon AM
© Aegon AM

Vincent McEntegart, Investment Manager, Multi-Asset-Group, Aegon AM

Bargeld ist nicht König. Tatsächlich ist "Bargeld Müll", seit der globalen Finanzkrise angesichts der niedrigen Inflation und der Nullzinsen zu Recht eine anerkannte Weisheit. Heute, wo die Inflation bei 7-8 % und die Leitzinsen bestenfalls bei 1 % liegen, ist Bargeld nach wie vor eine schlechte Option. Zehnjährige nominale Anleiherenditen von 3 % mögen verlockend erscheinen, aber die realen Renditen sind nach wie vor stark negativ. Trotz der Unwägbarkeiten ziehen wir es vor, investiert zu sein. Bislang hat unsere Positionierung in diesem Jahr zu negativen Renditen geführt, da die Märkte sehr schnell einen niedrigeren zukünftigen Wachstumspfad und eine höhere Inflation neu bewertet haben. Aber das rechtfertigt nicht, sich in Bargeld zu verstecken. Wir streben für unsere Kunden attraktive risikobereinigte Gesamtrenditen über einen Fünfjahreszyklus an. Dies erreichen wir durch den Aufbau von Portfolios, die zwar der Volatilität der Märkte ausgesetzt sind, aber langfristige Aufwärtspotenziale nutzen. Derzeit bieten die Märkte attraktive Einstiegspunkte für Durationsrisiken, höher bewertete Unternehmensanleihen und Aktien mit Preisgestaltungsmacht und der Fähigkeit, Margen zu halten.
Mobeen Tahir, Director, Macroeconomic Research & Tactical Solutions, WisdomTree
© WisdomTree

Mobeen Tahir, Director, Macroeconomic Research & Tactical Solutions, WisdomTree

Die jüngsten Marktbewegungen haben unsere Überzeugung bezüglich der Portfolio-Diversifizierung abermals bestärkt. Während Wachstumswerte in diesem Jahr große Verluste hinnehmen mussten, haben sich dividendenstarke Substanzwerte recht gut geschlagen. Auch Qualitätsaktien - stabile und profitable Unternehmen mit typischerweise geringer Verschuldung - haben sich gut behauptet. Ein über Qualitäts-, Substanz- und Wachstumswerte diversifiziertes Portfolio kann ein gutes Gleichgewicht zwischen Widerstandsfähigkeit in Bärenmärkten und Gewinnpartizipation in Haussezeiten schaffen. Anleger wurden auch dafür belohnt, über Aktien hinaus zu diversifizieren. Breit gefächerte Rohstoffengagements waren in diesem Jahr in Mode und boten nicht nur einen Abwärtsschutz für Portfolios während der Baisse am Aktienmarkt, sondern auch eine dringend benötigte Absicherung gegen die Inflation. Bargeld spielt in einem inflationären Umfeld vor allem eine Rolle als psychologisches Sicherheitsnetz. Viele Anleger ziehen es vor, in Zeiten volatiler Märkte generell etwas liquider zu sein. Außerdem verfügen sie so über ausreichend Spielraum, um zu attraktiven Preisen in andere Risikoanlagen einzusteigen.
Alain Forclaz, Deputy CIO, Multi-Asset, Lombard Odier Investment Managers
© Lombard Odier Investment Managers

Alain Forclaz, Deputy CIO, Multi-Asset, Lombard Odier Investment Managers

Dieses Jahr war zweifellos ein hartes Jahr für die Anleger - das schlechteste seit 40 Jahren, wenn man Anleihen und Aktien zusammen betrachtet. Diversifizierte Portfolios müssen über Aktien und Anleihen hinausgehen. Inflationsschocks sind Teil unseres strukturellen Makroszenarios. Wir halten bereits seit 10 Jahren inflationsanfällige Anlagen (vor allem Rohstoffe und inflationsgebundene Anleihen), die in den letzten 18 Monaten einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Wir vertreten seit langem die Ansicht, dass Anleger "die Diversifikatoren diversifizieren" müssen - Anleihen, dem traditionellen Diversifikator, wird nicht mehr zugetraut, die ganze Arbeit zu erledigen. So können beispielsweise konventionelle Strategien wie Long-Volatilitätsgeschäfte oder Trendfolgestrategien helfen und haben dies auch im Jahr 2022 getan. Oder einfach nur die philosophische Offenheit, Bargeld als einen einfachen Puffer für den Fall einer erhöhten Unsicherheit, wie sie durch die sich ausbreitende Ukraine-Krise hervorgerufen wird, zu betrachten. Wir halten in unseren ausgewogenen Portfolios derzeit 50 % Barmittel, nachdem wir unsere Portfolios bereits Ende Januar deutlich risikoreduziert haben.
David Hutchins, Portfolio Manager Sustainable All Market Portfolio, AllianceBernstein
© AllianceBernstein

David Hutchins, Portfolio Manager Sustainable All Market Portfolio, AllianceBernstein

Quantitative Signale flimmern durch trübe Märkte: Die Aktienengagements unserer Multi-Asset-Strategien sind jetzt generell auf höhere Qualitat und rohstoffproduzierende Titel ausgerichtet. Der jüngste Rückgang der Asset-Preise hat die Ertragsaussichten für Multi-Asset-Investoren zusätzllich verbessert. Im Rahmen unserer Ertragsstrategien gehören dividendenstarke Aktien weiterhin zu unseren bevorzugten Sektoren. Die Ausweitung der Kreditspreads hat auch zu attraktiveren Bewertungsmöglichkeiten im Bereich der Hochzinsanleihen geführt, wo die fundamentalen Rahmenbedingungen mit einem gesunden Zinsdeckungsniveau und historisch niedrigen Ausfallquoten weiterhin robust sind. Ansonsten plädieren wir bei unseren Multi-Asset-Strategien für einen flexiblen Ansatz bei der Verwaltung des Durations-Exposures, da wir davon ausgehen, dass die Volatilität der Renditen angesichts der Zinserhöhungen der Zentralbanken und der Rücknahme der geldpolitischen Unterstützung fortbestehen wird. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation, die durch die Herausforderungen in der Lieferkette und die Russland-Ukraine-Krise verursacht wird, sind wir für Sachwerte auf kurze Sicht generell positiv gestimmt.
Diego Franzin, Head of Portfolio Strategies of Plenisfer Investments, Plenisfer Investments, ein Vermögensverwalter von Generali Investments
© Plenisfer Investments

Diego Franzin, Head of Portfolio Strategies of Plenisfer Investments, Plenisfer Investments, ein Vermögensverwalter von Generali Investments

Wir haben unser Engagement in Sachwerten aufgrund ihrer natürlichen Fähigkeit zum Inflationsschutz erhöht. Generell glauben wir, dass Rohstoffe, die für die digitale und energetische Transformation wichtig sind, am Anfang eines langfristigen Bullenmarktes stehen, auch wenn die Preise kurzfristig durch eine globale Rezession beeinträchtigt werden könnten. Aus Sicht des Portfoliomanagements bleiben wir bei Kreditinvestitionen mit langer Laufzeit zurückhaltend. Demgegenüber stellen Aktien wirtschaftliche Aktivitäten dar und können daher in gewisser Hinsicht zu den Realwerten gezählt werden. Allerdings nicht alle: Im Moment konzentrieren wir uns vor allem auf die Unternehmen, von denen wir glauben, dass sie in der Lage sind, den Anstieg der Produktionskosten auf die Verbraucherpreise zu übertragen und damit die Margen zu verteidigen. In Bezug auf die Währungen sind sowohl der Dollar als auch der Euro einem strukturellen Abwertungsprozess unterworfen, während sich die chinesische Währung im langfristigen internationalen Szenario zunehmend durchsetzen könnte. Schließlich werden Gold und Edelmetalle in unserem Portfolio weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM
© La Française AM

François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

Die Inflation steigt in den meisten Ländern der Welt weiter an, und der Ukrainekonflikt wirkt sich stark auf die Energie- und Lebensmittelpreise aus. Ohne zu sehr auf die Inflation einzugehen, sehen wir keinen Anhaltspunkt für einen Rückgang des Inflationsrisikos in den nächsten 3-6 Monaten. Dies dürfte die Zentralbanken zu einer aggressiven Straffung ihrer Geldpolitik bewegen, um die Nachfrage zu bremsen und die Preise zu senken. Gleichzeitig brechen die Verbrauchervertrauensindizes in Europa ein und verlangsamen sich in den USA, da die fiskalische Unterstützung schwindet, die Preise steigen und die Ersparnisse abnehmen. Die Märkte haben dies in den letzten Monaten mit niedrigeren Indizes, höheren Credit Spreads und einem stärkeren US-Dollar quittiert. Wir haben verschiedene Regressionsanalysen zu Frühindikatoren, Risikoprämien, Bewertungsmaßstäben usw. durchgeführt, und unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Finanzmärkte derzeit eine Abkühlung „einpreisen“, nicht mehr. Sollte das Inflationsrisiko nicht sinken, ist es unserer Meinung nach sicherer abzuwarten. Die kurze Antwort lautet also: Ja, Cash ist immer noch King, zumindest für die nächsten paar Monate.
Jeremiah Buckley, Portfoliomanager für den Balanced Fund, Janus Henderson Investors
© Janus Henderson

Jeremiah Buckley, Portfoliomanager für den Balanced Fund, Janus Henderson Investors

Angesichts des raschen Zinsanstiegs hat sich das Risiko-Ertrags-Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen verschoben. Wir verfolgen einen neutraleren Ansatz mit geringerem Aktienexposure als zu Jahresbeginn. Während steigende Zinsen für die meisten Anlageklassen generell schlecht sind, haben sich die Anleihenrenditen bereits deutlich angepasst. Solange sich Inflation und Zinssätze nicht stabilisieren, hält die Volatilität wahrscheinlich an. Die gute Nachricht für aktive Manager: Volatilität kann auch Chancen bieten. Bei Aktien sehen wir gute Einstiegsmöglichkeiten in qualitativ hochwertige Unternehmen, die Cashflows mit langfristigem Wachstum generieren. Während Anleihen und Barmittel dem Fonds Stabilität verleihen können, zeigt sich in diesem Umfeld die Bedeutung einer Konzentration auf Aktien mit soliden Bilanzen und beständigen Cashflows, die in unsicheren Zeiten reinvestiert werden können. Wir sind überzeugt, dass diese Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen und schnell Marktanteile gewinnen können, sobald einige der derzeitigen makroökonomischen Faktoren nachlassen und wir zu einer stabileren Phase des Wirtschaftswachstums zurückkehren.
Marzena Hofrichter, Portfoliomanager, Franklin Templeton Investment Solutions
© Franklin Templeton

Marzena Hofrichter, Portfoliomanager, Franklin Templeton Investment Solutions

Steigende Renditen und fallende Aktienkurse lassen zwar Multi-Asset-Strategien weniger Spielraum, es gibt und gab jedoch Bereiche, die Resilienz gezeigt haben und Verluste im Portfolio gut abgefedert haben. Geopolitische Risiken haben die bereits durch lockere Geld- und Fiskalpolitik steigende Inflation weiter verschärft. Rohstoffe wie Gas, Öl, Metalle und Agrarrohstoffe haben sich dabei positiv entwickelt. Auch Aktien aus den Rohstoffsektoren, Lateinamerika und dem Nahen Osten, haben profitiert. Die Preise und Bewertungen sind jedoch schon stark gestiegen. Da diese Sektoren nur ein Teil des Portfolios darstellen können, muss man noch nach anderen Investments suchen. Andere Drehschrauben sind etwa Investmentstile. In Zeiten steigender Renditen bekommt der Value-Stil Rückenwind sowie Aktien mit hoher Dividendenrendite. So haben wir von Value-Aktien weltweit profitieren können. Cash ist somit nicht unbedingt King. Zwar werden hohe Inflation, straffere Geldpolitik und Unterbrechungen der Lieferketten die Märkte weiterhin beeinflussen. Aber die aktuelle Volatilität bietet aktiven und langfristig orientierten Investoren viele Opportunitäten.
Davide Guzzi, Leiter Multi-Strategy Products and Overlay Solutions
© Eurizon

Davide Guzzi, Leiter Multi-Strategy Products and Overlay Solutions

In unseren Multi-Asset-Portfolios kombinieren wir rein direktionale Engagements mit Relative-Value-Strategien, deren Treiber von langfristigen diskretionären Top-Down- und Fundamentalansichten bis hin zu kurzfristigen Marktstimmungen, Positionierungen und quantitativen Analysen reichen. In diesem schwierigen Umfeld versuchen wir, bei den wichtigsten Anlageklassen den Schwerpunkt auf dekorrelierte Strategien zu legen, anstatt das Gesamtrisiko zu reduzieren. Insbesondere haben wir aktienbezogene Relative-Value-Strategien eingesetzt, um durch ein Engagement in defensiven Sektoren wie Basiskonsumgüter und Versorger besser für die derzeitige Abschwächung der Weltwirtschaft und durch Sektoren wie Energie und Rohstoffe für den Anstieg der Rohstoffpreise gerüstet zu sein. Als weiteres Diversifizierungsinstrument haben wir unser Engagement in US-Dollar erhöht, was im derzeitigen Umfeld, in dem Staatsanleihen diese Rolle vorübergehend verloren haben, als sicherer Hafen und als Instrument zum Ausspielen der Divergenz der US-Wirtschaft und der Geldpolitik gegenüber der europäischen und japanischen Wirtschaft gut funktioniert.
Gergely Majoros, Mitglied des Investmentkomitees, Carmignac
© Carmignac

Gergely Majoros, Mitglied des Investmentkomitees, Carmignac

Die ersten Monate des Jahres 2022 waren für viele Anleger sehr schmerzhaft. Der deutliche Anstieg der Renditen längerfristiger Anleihen, der hauptsächlich auf die Inflation und eine aggressive Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken zurückzuführen ist, führte zu einer erneuten Abwärtskorrelation der Aktien- und Anleihekurse. Daher ist der Kapitalerhalt zu einer der wichtigsten Prioritäten der Anleger geworden, insbesondere bei Multi-Asset-Fonds, die aufgrund der historisch negativen Korrelation zwischen Aktien und Anleihen strukturell einen natürlichen Schutz vor Volatilität zu genießen schienen. Abgesehen von dem alten Sprichwort "Cash is King" ist ein Umfeld, in dem risikofreudige und risikoscheue Vermögenswerte gemeinsam abverkauft werden, eine Bestätigung für aktives Management. Die Aufnahme von Barmitteln in einen Fonds und/oder die Absicherung eines Teils der Risiken eines Portfolios in Baissezeiten ist sicherlich ein wesentliches Merkmal eines aktiven Managements. Dies ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Es ermöglicht dem Manager auch, das Kapital wieder freizusetzen, wenn sich der Druck auf den Märkten gelegt hat. Noch wichtiger ist, dass es dem Verwalter ermöglicht, die attraktivsten Marktsegmente
Gerhard Beulig, Senior Professional Fund Manager, Erste Asset Management
© SamuelKreuz, alle Rechte bei Erste AM

Gerhard Beulig, Senior Professional Fund Manager, Erste Asset Management

Das inflationäre Umfeld und damit einhergehend die Aussicht auf eine stark veränderte Notenbankpolitik hat tatsächlich eine herausfordernde Marktsituation mit sich gebracht. Die Renditen an fast allen Anleihemärkten sind deutlich angestiegen und haben auch an den Aktienmärkten für eine negative Stimmung gesorgt. Der Faktor Renditen hat sich somit auf alle Anlageklassen ausgewirkt. In diesem Umfeld war tatsächlich der Geldmarkt ein stabilisierendes und somit diversifizierendes Instrument. Darüber brachten andere alternative Strategien, Rohstoffe oder auch Rentenmärkte, die einen anderen Zinszyklus aufweisen – etwa China – eine deutliche Effizienzsteigerung für Portfolios . Nicht vergessen werden dürfen die Währungen, die in diesem Investitionszyklus im Soge des starken US-Dollars bis jetzt teilweise ebenfalls deutliche Wertsteigerungen hingelegt haben. Es haben sich gerade in diesem schwierigen Umfeld die positiven Diversifikationseigenschaften der Anlageklassen abseits klassischer Aktien- und Rentenmärkte gezeigt.
Kurt Schappelwein, Head of Multi Assets, Raiffeisen Capital Management
© Pia Morpurgo

Kurt Schappelwein, Head of Multi Assets, Raiffeisen Capital Management

Die hohe Inflation zwingt die Notenbanken, von der jahrelang verfolgten ultralockeren Geldpolitik abzurücken. Dadurch wird den Finanzmärkten Liquidität entzogen und dies betrifft Aktien und Anleihen negativ. Wir konnten mit Assetklassen, die einen Bezug zur Inflation haben, Diversifikation ins Portfolio bringen. Hier sind beispielsweise Rohstoffe, Minenaktien sowie Währungen von Rohstoffproduzenten (z. B. Brasilien, Südafrika, Kanada) zu nennen. Darüber hinaus vermögen es gute Aktienmanager mit einem wertorientierten Analyseansatz, sich dem negativen Markttrend zu entziehen. Schließlich obliegt es dem aktiven Multi Asset Manager natürlich, in einem Umfeld negativer Aktien- und Anleiheerträge, das Gesamtrisiko des Portfolios taktisch zu senken. Konkret: wir haben die Aktienquote in den Multi Asset Fonds spürbar gesenkt. Gleichzeitig sollte man sich von all den negativen Schlagzeilen nicht den Blick auf Veranlagungschancen verstellen lassen. Das eine oder andere Segment der Anleihenmärkte ist bereits attraktiv geworden, beispielsweise Unternehmensanleihen. In der Strategischen Asset Allocation kaufen wir daher schrittweise zu.

Roland Himmelfreundpointner, Leiter Asset Allokation, KEPLER-FONDS KAG
© KEPLER-FONDS KAG

Roland Himmelfreundpointner, Leiter Asset Allokation, KEPLER-FONDS KAG

Unser Hauptszenario bei KEPLER ist, dass das Wachstum in den nächsten Monaten zurückgehen wird, die Inflation noch eine Weile hoch bleibt und dann aber wieder deutlich zurückkommen wird - durch die Verwerfungen am Energie- und Agrarrohstoffmarkt in Folge des russischen Angriffes auf die Ukraine wird das aber wohl etwas später passieren. Aktuell mehren sich die Zeichen, dass die Inflation noch einige Zeit hoch bleiben dürfte. Angesichts dieser Entwicklung sind wir bei nominellen Staatsanleihen in unseren Asset-Allokation-Fonds maximal untergewichtet. Bei Aktien sind wir neutral positioniert - innerhalb der Aktienquote werden Value-Titeln übergewichtet. An einer schon länger bestehenden Beimischung von inflationsgesicherten Anleihen wird weiterhin festgehalten. Die Investitionsquoten von Unternehmensanleihen und Emerging-Markets-Staatsanleihen bleiben aufgrund der aktuell wieder attraktiven Renditen ebenfalls bestehen.
Yoram Lustig, Head of Multi-Asset Solutions, EMEA & Latam, T. Rowe Price
© T. Rowe Price

Yoram Lustig, Head of Multi-Asset Solutions, EMEA & Latam, T. Rowe Price

Mit unserem langfristig orientierten Ansatz bietet sich eine Kombination aus wachstumsorientierten und inflationssensiblen Anlagen bei der strategischen Allokation des Portfolios an. Ein höheres Aktienengagement und eine Allokation in Marktsegmente mit höherem Wachstumspotenzial, wie z. B. Small-Cap-Aktien und Aktien aus Schwellenländern, kann zur Inflationsabsicherung dienen und gleichzeitig auch Wachstumspotenzial bieten. Parallel kann die gezielte Allokation in inflationsgesicherte Vermögenswerte, wie z. B. Aktien von Realwerten und TIPS, dazu beitragen, die realen Renditen zu glätten und das Portfolio über Inflationsperioden hinweg zu diversifizieren. Auch wenn nominale Anleihen nicht per se eine gute Inflationsabsicherung darstellen, sind wir der Meinung, dass sie dennoch Erträge und ein gewisses potenzielles Abwärtsrisikomanagement für ein auf Inflation ausgerichtetes Portfolio bieten können. Die festverzinsliche Allokation kann durch ein Kern-Engagement in nominalen Staatsanleihen und erstklassigen Kreditanleihen verankert und durch renditeträchtigere Engagements wie Hochzinsanleihen, variabel verzinsliche Darlehen und Schwellenländeranleihen ergänzt werden.
Hans G Schiefen, Fund Manager, Incrementum AG
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Hans G Schiefen, Fund Manager, Incrementum AG

Multi Asset Strategien arbeiten üblicherweise mit einer Kombination von Aktien und Anleihen, ein Ergebnis der negativen Korrelation der beiden Assetklassen und der zunehmenden Passivierung des Anlagegeschäftes in den vergangenen Jahrzehnten. Historische Studien belegen jedoch, dass in inflationären Phasen Aktien und Anleihen eine zunehmend positive Korrelation aufweisen. Rohstoffe und Edelmetalle haben sich in solchen Phasen dagegen nicht nur als wirksame Diversifikatoren erwiesen, sondern offerieren auch das höchste Inflations-Beta (s. IGWT Report 2021, S. 86ff). Unser benchmark-unabhängiger Incrementum All Seasons Fund strebt eine langfristige Kaufkraftsteigerung der uns anvertrauten Gelder an. Wir setzen dabei zur Zeit vor allem auf Rohstoff-, Substanz- und «Value»-Aktien und halten keine Anleihen. «Cash» ist deshalb «King», weil es in einem «Long Only»-Portfolio Optionalität gewährt. Langfristig unterliegt es jedoch dem Risiko des Kaufkraftschwunds, weshalb wir unsere Liquidität teilweise in Edelmetall-ETCs anlegen. Getragen von unserem aktiven und vorausschauenden Investmentansatz hat uns dies geholfen auch das zuletzt eher stürmische Marktumfeld souverän zu navigieren.
Thomas Loszach, Head of Austria & CEE, Fidelity International
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Thomas Loszach, Head of Austria & CEE, Fidelity International

Der Krieg wütet weiter. Zusammen mit den negativen Angebotsschocks für die Weltwirtschaft trägt er dazu bei, dass die Inflation weiterhin hoch bleibt und ein höheres Risiko einer Stagflation für die Weltwirtschaft besteht. Infolgedessen sind wir in Aktien und Anleihen untergewichtet, präferieren aber US-Aktien, da die Region von den Rohstoffschocks relativ gut abgeschirmt ist. Gleichzeitig halten wir an unserer Untergewichtung von europäischen Aktien fest und beginnen, aufgrund der schwächeren Wirtschaftsdaten, auch japanische Aktien weniger zu gewichten. Dafür sehen wir Potential in Schwellenländern und im asiatisch-pazifischen Raum. Angesichts der kurzfristigen Risiken der hohen Inflation, der aggressiven Haltung der Zentralbanken, des schwindenden Vertrauens der Verbraucher und der Industrie sowie der Lockdowns in China bleiben wir insgesamt bei unserer vorsichtigen Haltung gegenüber Risikoanlagen.
Pablo Hess und Michael Günther, Entwickler und Portfoliomanager, Tungsten TRYCON
© Tungsten TRYCON

Pablo Hess und Michael Günther, Entwickler und Portfoliomanager, Tungsten TRYCON

In Gesprächen mit Investoren registrieren wir derzeit vor allem drei neue Anforderungen: Schutz gegen Rezession, gegen Inflation und Zinserhöhungen. Um diese Portfolioresistenz in einer Anlagestrategie abzubilden, reichen long only-Ansätze allein nicht (mehr) aus. Multi Asset-Strategien benötigen nach unserer Überzeugung mehr Flexibilität und eine sich dem Marktumfeld anpassende Steuerung. In Zukunft sollten daher Ansätze, die auch von fallenden Aktien- sowie Anleihemärkten profitieren können, einen festen Platz in Portfolios finden. In der TRYCON Multi Asset-Strategie ist dies seit über acht Jahren ein integraler Bestandteil. Das Portfoliomanagement hat die Freiheitsgrade, um in den gehandelten Märkten (Aktienindizes, Staatsanleihen und Währungen) long oder short-Positionen flexibel einzugehen. Insofern ist das Handelsmodell auf vermeintlich schwierige Situationen wie im bisherigen Jahresverlauf 2022 durch seine Konzeption bereits eingestellt und kann seine Stärken ausspielen. Genutzt wird eine dynamische Allokationssteuerung über Künstliche Intelligenz (KI), die YTD (wie auch etwa bereits in der kritischen Phase zu Beginn der Corona-Krise Anfang 2020) Portfolios stabilisiert.
Johannes Maier, Portfolio Manager Globale Infrastruktur-Aktien, BANTLEON
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Johannes Maier, Portfolio Manager Globale Infrastruktur-Aktien, BANTLEON

Wir haben unsere Allokation in Infrastruktur-Aktien erhöht, die für das anspruchsvolle Kapitalmarktumfeld gut gewappnet sind, weil sie eine attraktive Kombination aus Wachstum und Stabilität bieten. Viele Infrastruktur-Unternehmen haben einen expliziten Inflationsschutz, denn die regulatorischen Rahmenbedingungen, Konzessionen und langfristigen Verträge koppeln die Erträge an die Inflation. Zudem machen die langfristigen Verträge und eine stetige Nachfrage deren Bewertungen weniger anfällig für ausschweifende Wachstumsfantasien und sie werden nach der langen Risk-on-Phase mit einem Abschlag gegenüber breiten Aktienmarktindizes gehandelt. Neben diesem Segment lohnt sich eine Allokation in CO2-Zertifikate ebenso wie eine Investition in Aktien von Unternehmen in Sondersituationen, welche weitgehend entkoppelt von der Entwicklung der breiten Aktienmärkte sind. Auf der Anleihenseite nutzen wir kurz laufende inflationsindexierte Anleihen, die im Umfeld anhaltend hoher Inflation als zusätzlicher Performancebaustein dienen und im Gesamtportfoliokontext gerade im Fall eines russischen Gas-Lieferstopps zur Diversifikation beitragen.
Flavio Carpenzano, Investment Director, Capital Group
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Flavio Carpenzano, Investment Director, Capital Group

In Zeiten steigender Inflation und erhöhter Volatilität sind einfache Multi-Asset-Portfolios für Anlegerinnen und Anleger viel wertvoller als exotische Instrumente und Derivate. Vor diesem Hintergrund setzt der Multi-Asset-Fonds von Capital Group verstärkt auf defensivere Aktien. Dazu gehört ein Fokus auf grosse bis mittelgrosse Unternehmen, deren Cash-Erträge in der Vergangenheit nachhaltig gewachsen sind und die regelmässig Dividenden ausgezahlt haben. Solche Unternehmen sind oft in den Bereichen Gesundheit, Finanzen, Konsumgüter und manchmal auch im Technologiesektor zu finden. Unter anderem Microsoft, TSMC und Nestlé sind gute Beispiele dafür. Auf der Anleihenseite setzen die Portfoliomanager auf sichere Anlagen wie US-Treasuries mit längerer Laufzeit, aber auch auf selektive Investments in Schwellenländeranleihen. Nicht zuletzt haben Cash-Positionen trotz der gestiegenen Inflation eine Daseinsberechtigung, da sie das Portfolio weiter diversifizieren und Liquidität für zusätzliche Engagements bieten.
Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset, Fondsmanager des Berenberg Variato, Berenberg
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Prof. Dr. Bernd Meyer, Chefanlagestratege und Leiter Multi Asset, Fondsmanager des Berenberg Variato, Berenberg

„Cash“ hat sich jüngst in der Tat besser als Aktien und Anleihen entwickelt. Aber es ging noch besser. Mit Blick auf höhere Inflation und restriktivere Zentralbanken, die historisch regelmäßig zu einem stärkeren Gleichlauf von Aktien und sicheren Staatsanleihen führten, hatten wir die Diversifikation in unseren Multi-Asset-Strategien nochmals erhöht – wir nennen dies „wahres“ Multi Asset. Beispielsweise haben wir 2021 schon früh eine deutliche Position in Rohstoffen, insbesondere Industriemetallen, aufgebaut. Auch wenn jüngst ein Teil der Gewinne angesichts der Schwäche in China und den dominierenden Rezessionsbefürchtungen wieder abgegeben wurden, sind wir strategisch weiter von einem neuen Superzyklus überzeugt. Auch Beimischungen von lateinamerikanischen Aktien sowie von wenig korrelierten Nischensegmenten wie chinesischen RMB-Bonds, Katastrophenanleihen oder Mikrokreditfonds haben sich bewährt. Wir haben zudem ein Tailhedge-Produkt aufgesetzt, das vor allem helfen soll, abrupte Abverkäufe an den Aktienmärkten abzufedern. Durch den Verkauf von Call-Optionen auf Aktienindizes werden dabei Prämien generiert, die in verschiedene Absicherungsinstrumente investiert werden.
Dipl.-Ing. Martin Friedrich, MBA, Portfolio Manager, Lansdowne Partners Austria
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Dipl.-Ing. Martin Friedrich, MBA, Portfolio Manager, Lansdowne Partners Austria

Ja, es ist auch 2022 (bisher) noch möglich gewesen, Diversifikation so zu implementieren, dass realistische Erwartungen hinsichtlich dem Erhalt des eingesetzten Kapitals erfüllt werden. Zwei Aspekte sind dabei wesentlich: 1. Investment Manager sollten sich die gesamte Bandbreite unterschiedlicher Assetklassen nutzbar machen. Folgende Segmente sind in besonderem Maße geeignet, die Erträge von Multi-Asset Portfolio zu stabilisieren: Rohstoffe, Gold, Trendfolge-Strategien und versicherungsgebundene Wertpapiere. 2. Wissenschaft statt Meinungen in der Optimierung: In der Konstruktion von Multi-Asset Portfolios spielen leider häufig Konventionen und Neigungen eine wichtige Rolle. Häufig wird bei der Optimierung mit willkürlich gesetzten Schranken durchregiert, schlechte Ergebnisse sind die Folge. Dass es auch anders geht, zeigt der Lansdowne Endowment Fund: Rund ein Viertel des Vermögens entfällt auf die bereits erwähnten, nachweislich de-korrelierten Assetklassen. Dank der so gewählten Allokation konnten wir die Verluste 2022 stark begrenzen (aktuell unter 5,0%). Damit rangiert der Endowment Fund unter den besten 8,0% seiner Peers. Mission Accomplished!
Paul Jackson, Global Head of Asset Allocation Research, Invesco
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Paul Jackson, Global Head of Asset Allocation Research, Invesco

In einer Zeit, in der sowohl die Aktien- als auch die Anleihemärkte fielen, gab es buchstäblich keinen Platz, sich zu verstecken. Abgesehen von den Rohstoffen, die eher die Ursache als die Folge der Inflation waren, gehörten Barmittel zu den besten Wertentwicklern. Selbst inflationsgeschützte Anleihen haben gelitten, da die realen Renditen gestiegen sind. Trotz niedriger oder sogar negativer Bargeldzinsen halte ich Bargeld aufgrund der geringen Volatilität und der minimalen und manchmal negativen Korrelation zu anderen Vermögenswerten für den Diversifikator der Wahl. Mit Blick auf die Zukunft vermute ich, dass viele schlechte Nachrichten jetzt in den Kursen der großen Aktienmärkte enthalten sind. Ein Markt, der in den letzten 18 Monaten eine Diversifizierung geboten hat, war China. Leider fiel er im Jahr 2021, während die meisten anderen Märkte stiegen. Mein konjunkturbereinigter Kurs-Gewinn-Bewertungsansatz deutet jedoch darauf hin, dass China jetzt zu den günstigsten Märkten der Welt gehört, mit einer Zentralbank, die ihre Geldpolitik lockert, während die meisten anderen großen Zentralbanken ihre Geldpolitik straffen. Sollten sich die globalen Aktienmärkte erholen, könnte China meiner Meinung nach zu den Spitzenreitern.
Dr. Franz Wenzel, Senior Investment Strategist, AXA Investment Managers
© AXA Investment Managers

Dr. Franz Wenzel, Senior Investment Strategist, AXA Investment Managers

Die steigenden Zinsen am langen wie auch am kurzen Ende und die nach wie vor negativen Geldmarktzinsen sind in der Tat eine bis dato nie gekannte Herausforderung für Multi-Asset Manager. Zweifellos wäre in solchen Phasen die Formel „Cash is king“ am effizientesten - wenn da nicht die Transaktionskosten und die negative Verzinsung der vorgehaltenen Kasseposition wären. Ferner hat sich in den letzten Jahren die vielgelobte Diversifikation mit Hilfe von festverzinslichen Wertpapieren als zuweilen trügerisch herausgestellt. Um sich diesen Herausforderungen stellen zu können, verfolgen wir bereits seit mehreren Jahren eine erfolgreiche Integration von Absicherungsmechanismen mit Hilfe von Derivaten (Optionen oder Futures). Damit können wir das Portfoliorisiko aktiv und effizient steuern. Insbesondere für die Absicherung bestehender Positionen haben sich Derivate als unabdingbares Instrument für ein effizientes Portfoliomanagement bewährt. Zusätzlich können damit unliebsame Transaktionskosten zumindest teilweise reduziert werden.
Zoltan Schaumburger, Portfoliomanager, Vermögensmanagement EuroSwitch
© Vermögensmanagement EuroSwitch

Zoltan Schaumburger, Portfoliomanager, Vermögensmanagement EuroSwitch

Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen sind insbesondere Portfolios betroffen, die sehr nahe der Benchmarks agieren bzw. sogar über Benchmark-ETFs konstruiert werden, wie die in der Vergangenheit von einigen Marktteilnehmern gelobten Robo-Advisor oder digitalen Vermögensverwalter. Es sollte berücksichtigt werden, dass „Ist Cash King?“ eine signifikante aktive Steuerung der Kassenquote impliziert. Investoren, die so versuchen den Markt zu timen, müssen zwei Entscheidungen gleichzeitig treffen, nämlich für den richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt. Und das womöglich hintereinander innerhalb kürzester Zeit. Als Dachfondsmanager verfolgen wir eine andere Philosophie: Ein modernes Multi-Asset-Portfolio besteht unserer Meinung nach zu einem signifikanten Anteil aus Liquid Alternatives. Hier finden wir derzeit sowohl im marktneutralen als auch im Long-Short-Bereich attraktive Konzepte. Des Weiteren erhalten unsere Multi-Asset-Portfolios als Beimischung auch Zielfonds mit Rohstofffokus sowie Gold. Fernab von den Marktbenchmarks ist das Zielfonds-Universum hinreichend groß: z. B. China Bonds bei Anleihen und bei Aktien z. B. Dividendenkonzepten oder Fonds mit Energiefokus.
Vincent McEntegart, Investment Manager, Multi-Asset-Group, Aegon AM
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Vincent McEntegart, Investment Manager, Multi-Asset-Group, Aegon AM

Bargeld ist nicht König. Tatsächlich ist "Bargeld Müll", seit der globalen Finanzkrise angesichts der niedrigen Inflation und der Nullzinsen zu Recht eine anerkannte Weisheit. Heute, wo die Inflation bei 7-8 % und die Leitzinsen bestenfalls bei 1 % liegen, ist Bargeld nach wie vor eine schlechte Option. Zehnjährige nominale Anleiherenditen von 3 % mögen verlockend erscheinen, aber die realen Renditen sind nach wie vor stark negativ. Trotz der Unwägbarkeiten ziehen wir es vor, investiert zu sein. Bislang hat unsere Positionierung in diesem Jahr zu negativen Renditen geführt, da die Märkte sehr schnell einen niedrigeren zukünftigen Wachstumspfad und eine höhere Inflation neu bewertet haben. Aber das rechtfertigt nicht, sich in Bargeld zu verstecken. Wir streben für unsere Kunden attraktive risikobereinigte Gesamtrenditen über einen Fünfjahreszyklus an. Dies erreichen wir durch den Aufbau von Portfolios, die zwar der Volatilität der Märkte ausgesetzt sind, aber langfristige Aufwärtspotenziale nutzen. Derzeit bieten die Märkte attraktive Einstiegspunkte für Durationsrisiken, höher bewertete Unternehmensanleihen und Aktien mit Preisgestaltungsmacht und der Fähigkeit, Margen zu halten.
Mobeen Tahir, Director, Macroeconomic Research & Tactical Solutions, WisdomTree
© WisdomTree

Mobeen Tahir, Director, Macroeconomic Research & Tactical Solutions, WisdomTree

Die jüngsten Marktbewegungen haben unsere Überzeugung bezüglich der Portfolio-Diversifizierung abermals bestärkt. Während Wachstumswerte in diesem Jahr große Verluste hinnehmen mussten, haben sich dividendenstarke Substanzwerte recht gut geschlagen. Auch Qualitätsaktien - stabile und profitable Unternehmen mit typischerweise geringer Verschuldung - haben sich gut behauptet. Ein über Qualitäts-, Substanz- und Wachstumswerte diversifiziertes Portfolio kann ein gutes Gleichgewicht zwischen Widerstandsfähigkeit in Bärenmärkten und Gewinnpartizipation in Haussezeiten schaffen. Anleger wurden auch dafür belohnt, über Aktien hinaus zu diversifizieren. Breit gefächerte Rohstoffengagements waren in diesem Jahr in Mode und boten nicht nur einen Abwärtsschutz für Portfolios während der Baisse am Aktienmarkt, sondern auch eine dringend benötigte Absicherung gegen die Inflation. Bargeld spielt in einem inflationären Umfeld vor allem eine Rolle als psychologisches Sicherheitsnetz. Viele Anleger ziehen es vor, in Zeiten volatiler Märkte generell etwas liquider zu sein. Außerdem verfügen sie so über ausreichend Spielraum, um zu attraktiven Preisen in andere Risikoanlagen einzusteigen.
Alain Forclaz, Deputy CIO, Multi-Asset, Lombard Odier Investment Managers
© Lombard Odier Investment Managers

Alain Forclaz, Deputy CIO, Multi-Asset, Lombard Odier Investment Managers

Dieses Jahr war zweifellos ein hartes Jahr für die Anleger - das schlechteste seit 40 Jahren, wenn man Anleihen und Aktien zusammen betrachtet. Diversifizierte Portfolios müssen über Aktien und Anleihen hinausgehen. Inflationsschocks sind Teil unseres strukturellen Makroszenarios. Wir halten bereits seit 10 Jahren inflationsanfällige Anlagen (vor allem Rohstoffe und inflationsgebundene Anleihen), die in den letzten 18 Monaten einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Wir vertreten seit langem die Ansicht, dass Anleger "die Diversifikatoren diversifizieren" müssen - Anleihen, dem traditionellen Diversifikator, wird nicht mehr zugetraut, die ganze Arbeit zu erledigen. So können beispielsweise konventionelle Strategien wie Long-Volatilitätsgeschäfte oder Trendfolgestrategien helfen und haben dies auch im Jahr 2022 getan. Oder einfach nur die philosophische Offenheit, Bargeld als einen einfachen Puffer für den Fall einer erhöhten Unsicherheit, wie sie durch die sich ausbreitende Ukraine-Krise hervorgerufen wird, zu betrachten. Wir halten in unseren ausgewogenen Portfolios derzeit 50 % Barmittel, nachdem wir unsere Portfolios bereits Ende Januar deutlich risikoreduziert haben.
David Hutchins, Portfolio Manager Sustainable All Market Portfolio, AllianceBernstein
© AllianceBernstein

David Hutchins, Portfolio Manager Sustainable All Market Portfolio, AllianceBernstein

Quantitative Signale flimmern durch trübe Märkte: Die Aktienengagements unserer Multi-Asset-Strategien sind jetzt generell auf höhere Qualitat und rohstoffproduzierende Titel ausgerichtet. Der jüngste Rückgang der Asset-Preise hat die Ertragsaussichten für Multi-Asset-Investoren zusätzllich verbessert. Im Rahmen unserer Ertragsstrategien gehören dividendenstarke Aktien weiterhin zu unseren bevorzugten Sektoren. Die Ausweitung der Kreditspreads hat auch zu attraktiveren Bewertungsmöglichkeiten im Bereich der Hochzinsanleihen geführt, wo die fundamentalen Rahmenbedingungen mit einem gesunden Zinsdeckungsniveau und historisch niedrigen Ausfallquoten weiterhin robust sind. Ansonsten plädieren wir bei unseren Multi-Asset-Strategien für einen flexiblen Ansatz bei der Verwaltung des Durations-Exposures, da wir davon ausgehen, dass die Volatilität der Renditen angesichts der Zinserhöhungen der Zentralbanken und der Rücknahme der geldpolitischen Unterstützung fortbestehen wird. Aufgrund der anhaltend hohen Inflation, die durch die Herausforderungen in der Lieferkette und die Russland-Ukraine-Krise verursacht wird, sind wir für Sachwerte auf kurze Sicht generell positiv gestimmt.
Diego Franzin, Head of Portfolio Strategies of Plenisfer Investments, Plenisfer Investments, ein Vermögensverwalter von Generali Investments
© Plenisfer Investments

Diego Franzin, Head of Portfolio Strategies of Plenisfer Investments, Plenisfer Investments, ein Vermögensverwalter von Generali Investments

Wir haben unser Engagement in Sachwerten aufgrund ihrer natürlichen Fähigkeit zum Inflationsschutz erhöht. Generell glauben wir, dass Rohstoffe, die für die digitale und energetische Transformation wichtig sind, am Anfang eines langfristigen Bullenmarktes stehen, auch wenn die Preise kurzfristig durch eine globale Rezession beeinträchtigt werden könnten. Aus Sicht des Portfoliomanagements bleiben wir bei Kreditinvestitionen mit langer Laufzeit zurückhaltend. Demgegenüber stellen Aktien wirtschaftliche Aktivitäten dar und können daher in gewisser Hinsicht zu den Realwerten gezählt werden. Allerdings nicht alle: Im Moment konzentrieren wir uns vor allem auf die Unternehmen, von denen wir glauben, dass sie in der Lage sind, den Anstieg der Produktionskosten auf die Verbraucherpreise zu übertragen und damit die Margen zu verteidigen. In Bezug auf die Währungen sind sowohl der Dollar als auch der Euro einem strukturellen Abwertungsprozess unterworfen, während sich die chinesische Währung im langfristigen internationalen Szenario zunehmend durchsetzen könnte. Schließlich werden Gold und Edelmetalle in unserem Portfolio weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM
© La Française AM

François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

Die Inflation steigt in den meisten Ländern der Welt weiter an, und der Ukrainekonflikt wirkt sich stark auf die Energie- und Lebensmittelpreise aus. Ohne zu sehr auf die Inflation einzugehen, sehen wir keinen Anhaltspunkt für einen Rückgang des Inflationsrisikos in den nächsten 3-6 Monaten. Dies dürfte die Zentralbanken zu einer aggressiven Straffung ihrer Geldpolitik bewegen, um die Nachfrage zu bremsen und die Preise zu senken. Gleichzeitig brechen die Verbrauchervertrauensindizes in Europa ein und verlangsamen sich in den USA, da die fiskalische Unterstützung schwindet, die Preise steigen und die Ersparnisse abnehmen. Die Märkte haben dies in den letzten Monaten mit niedrigeren Indizes, höheren Credit Spreads und einem stärkeren US-Dollar quittiert. Wir haben verschiedene Regressionsanalysen zu Frühindikatoren, Risikoprämien, Bewertungsmaßstäben usw. durchgeführt, und unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Finanzmärkte derzeit eine Abkühlung „einpreisen“, nicht mehr. Sollte das Inflationsrisiko nicht sinken, ist es unserer Meinung nach sicherer abzuwarten. Die kurze Antwort lautet also: Ja, Cash ist immer noch King, zumindest für die nächsten paar Monate.
Jeremiah Buckley, Portfoliomanager für den Balanced Fund, Janus Henderson Investors
© Janus Henderson

Jeremiah Buckley, Portfoliomanager für den Balanced Fund, Janus Henderson Investors

Angesichts des raschen Zinsanstiegs hat sich das Risiko-Ertrags-Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen verschoben. Wir verfolgen einen neutraleren Ansatz mit geringerem Aktienexposure als zu Jahresbeginn. Während steigende Zinsen für die meisten Anlageklassen generell schlecht sind, haben sich die Anleihenrenditen bereits deutlich angepasst. Solange sich Inflation und Zinssätze nicht stabilisieren, hält die Volatilität wahrscheinlich an. Die gute Nachricht für aktive Manager: Volatilität kann auch Chancen bieten. Bei Aktien sehen wir gute Einstiegsmöglichkeiten in qualitativ hochwertige Unternehmen, die Cashflows mit langfristigem Wachstum generieren. Während Anleihen und Barmittel dem Fonds Stabilität verleihen können, zeigt sich in diesem Umfeld die Bedeutung einer Konzentration auf Aktien mit soliden Bilanzen und beständigen Cashflows, die in unsicheren Zeiten reinvestiert werden können. Wir sind überzeugt, dass diese Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen und schnell Marktanteile gewinnen können, sobald einige der derzeitigen makroökonomischen Faktoren nachlassen und wir zu einer stabileren Phase des Wirtschaftswachstums zurückkehren.
Marzena Hofrichter, Portfoliomanager, Franklin Templeton Investment Solutions
© Franklin Templeton

Marzena Hofrichter, Portfoliomanager, Franklin Templeton Investment Solutions

Steigende Renditen und fallende Aktienkurse lassen zwar Multi-Asset-Strategien weniger Spielraum, es gibt und gab jedoch Bereiche, die Resilienz gezeigt haben und Verluste im Portfolio gut abgefedert haben. Geopolitische Risiken haben die bereits durch lockere Geld- und Fiskalpolitik steigende Inflation weiter verschärft. Rohstoffe wie Gas, Öl, Metalle und Agrarrohstoffe haben sich dabei positiv entwickelt. Auch Aktien aus den Rohstoffsektoren, Lateinamerika und dem Nahen Osten, haben profitiert. Die Preise und Bewertungen sind jedoch schon stark gestiegen. Da diese Sektoren nur ein Teil des Portfolios darstellen können, muss man noch nach anderen Investments suchen. Andere Drehschrauben sind etwa Investmentstile. In Zeiten steigender Renditen bekommt der Value-Stil Rückenwind sowie Aktien mit hoher Dividendenrendite. So haben wir von Value-Aktien weltweit profitieren können. Cash ist somit nicht unbedingt King. Zwar werden hohe Inflation, straffere Geldpolitik und Unterbrechungen der Lieferketten die Märkte weiterhin beeinflussen. Aber die aktuelle Volatilität bietet aktiven und langfristig orientierten Investoren viele Opportunitäten.
Davide Guzzi, Leiter Multi-Strategy Products and Overlay Solutions, Eurizon
© Eurizon

Davide Guzzi, Leiter Multi-Strategy Products and Overlay Solutions, Eurizon

In unseren Multi-Asset-Portfolios kombinieren wir rein direktionale Engagements mit Relative-Value-Strategien, deren Treiber von langfristigen diskretionären Top-Down- und Fundamentalansichten bis hin zu kurzfristigen Marktstimmungen, Positionierungen und quantitativen Analysen reichen. In diesem schwierigen Umfeld versuchen wir, bei den wichtigsten Anlageklassen den Schwerpunkt auf dekorrelierte Strategien zu legen, anstatt das Gesamtrisiko zu reduzieren. Insbesondere haben wir aktienbezogene Relative-Value-Strategien eingesetzt, um durch ein Engagement in defensiven Sektoren wie Basiskonsumgüter und Versorger besser für die derzeitige Abschwächung der Weltwirtschaft und durch Sektoren wie Energie und Rohstoffe für den Anstieg der Rohstoffpreise gerüstet zu sein. Als weiteres Diversifizierungsinstrument haben wir unser Engagement in US-Dollar erhöht, was im derzeitigen Umfeld, in dem Staatsanleihen diese Rolle vorübergehend verloren haben, als sicherer Hafen und als Instrument zum Ausspielen der Divergenz der US-Wirtschaft und der Geldpolitik gegenüber der europäischen und japanischen Wirtschaft gut funktioniert.
Gergely Majoros, Mitglied des Investmentkomitees, Carmignac
© Carmignac

Gergely Majoros, Mitglied des Investmentkomitees, Carmignac

Die ersten Monate des Jahres 2022 waren für viele Anleger sehr schmerzhaft. Der deutliche Anstieg der Renditen längerfristiger Anleihen, der hauptsächlich auf die Inflation und eine aggressive Straffung der Geldpolitik durch die Zentralbanken zurückzuführen ist, führte zu einer erneuten Abwärtskorrelation der Aktien- und Anleihekurse. Daher ist der Kapitalerhalt zu einer der wichtigsten Prioritäten der Anleger geworden, insbesondere bei Multi-Asset-Fonds, die aufgrund der historisch negativen Korrelation zwischen Aktien und Anleihen strukturell einen natürlichen Schutz vor Volatilität zu genießen schienen. Abgesehen von dem alten Sprichwort "Cash is King" ist ein Umfeld, in dem risikofreudige und risikoscheue Vermögenswerte gemeinsam abverkauft werden, eine Bestätigung für aktives Management. Die Aufnahme von Barmitteln in einen Fonds und/oder die Absicherung eines Teils der Risiken eines Portfolios in Baissezeiten ist sicherlich ein wesentliches Merkmal eines aktiven Managements. Dies ist jedoch nur die eine Seite der Medaille. Es ermöglicht dem Manager auch, das Kapital wieder freizusetzen, wenn sich der Druck auf den Märkten gelegt hat. Noch wichtiger ist, dass es dem Verwalter ermöglicht, die attraktivsten Marktsegmente
Gerhard Beulig, Senior Professional Fund Manager, Erste Asset Management
© SamuelKreuz, alle Rechte bei Erste AM

Gerhard Beulig, Senior Professional Fund Manager, Erste Asset Management

Das inflationäre Umfeld und damit einhergehend die Aussicht auf eine stark veränderte Notenbankpolitik hat tatsächlich eine herausfordernde Marktsituation mit sich gebracht. Die Renditen an fast allen Anleihemärkten sind deutlich angestiegen und haben auch an den Aktienmärkten für eine negative Stimmung gesorgt. Der Faktor Renditen hat sich somit auf alle Anlageklassen ausgewirkt. In diesem Umfeld war tatsächlich der Geldmarkt ein stabilisierendes und somit diversifizierendes Instrument. Darüber brachten andere alternative Strategien, Rohstoffe oder auch Rentenmärkte, die einen anderen Zinszyklus aufweisen – etwa China – eine deutliche Effizienzsteigerung für Portfolios . Nicht vergessen werden dürfen die Währungen, die in diesem Investitionszyklus im Soge des starken US-Dollars bis jetzt teilweise ebenfalls deutliche Wertsteigerungen hingelegt haben. Es haben sich gerade in diesem schwierigen Umfeld die positiven Diversifikationseigenschaften der Anlageklassen abseits klassischer Aktien- und Rentenmärkte gezeigt.
Kurt Schappelwein, Head of Multi Assets, Raiffeisen Capital Management
© Pia Morpurgo

Kurt Schappelwein, Head of Multi Assets, Raiffeisen Capital Management

Die hohe Inflation zwingt die Notenbanken, von der jahrelang verfolgten ultralockeren Geldpolitik abzurücken. Dadurch wird den Finanzmärkten Liquidität entzogen und dies betrifft Aktien und Anleihen negativ. Wir konnten mit Assetklassen, die einen Bezug zur Inflation haben, Diversifikation ins Portfolio bringen. Hier sind beispielsweise Rohstoffe, Minenaktien sowie Währungen von Rohstoffproduzenten (z. B. Brasilien, Südafrika, Kanada) zu nennen. Darüber hinaus vermögen es gute Aktienmanager mit einem wertorientierten Analyseansatz, sich dem negativen Markttrend zu entziehen. Schließlich obliegt es dem aktiven Multi Asset Manager natürlich, in einem Umfeld negativer Aktien- und Anleiheerträge, das Gesamtrisiko des Portfolios taktisch zu senken. Konkret: wir haben die Aktienquote in den Multi Asset Fonds spürbar gesenkt. Gleichzeitig sollte man sich von all den negativen Schlagzeilen nicht den Blick auf Veranlagungschancen verstellen lassen. Das eine oder andere Segment der Anleihenmärkte ist bereits attraktiv geworden, beispielsweise Unternehmensanleihen. In der Strategischen Asset Allocation kaufen wir daher schrittweise zu.

Sie möchten in Zukunft ebenfalls gerne kostenlos beim e-fundresearch.com #AssetAllocationForum mitdiskutieren? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme per E-Mail mit dem Betreff "#AssetAllocationForum".

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.
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