Die Zusammensetzung des CECE SRI Nachhaltigkeitsindex zeigt 2026 mit fünf Neuzugängen positive Dynamik.
Die seit 2023 zu beobachtende dynamische Entwicklung des CECE SRI setzt sich auch im aktuellen Berichtsjahr fort. Damals war erstmals deutliche Bewegung in den Index gekommen. Die Anzahl der Constituents erhöhte sich in den Folgejahren kontinuierlich – so auch dieses Jahr: Im Rahmen der diesjährigen Indexüberprüfung schafften es fünf weitere Unternehmen die Aufnahmekriterien zu erreichen. Da keine Abgänge zu verzeichnen waren, steigt die Gesamtzahl der im Index vertretenen Titel nun auf 20.
Der Nachhaltigkeitsindex CECE SRI ist ein Aktienindex, der Unternehmen aus Zentral-, Ost- und Südosteuropa mit überdurchschnittlicher Umwelt- und Sozialperformance abbildet. Er wurde 2009 von der Wiener Börse initiiert und stellt bis heute den einzigen Nachhaltigkeitsindex mit dieser spezifischen regionalen Ausrichtung dar. Berücksichtigt werden Emittenten, die an den Börsen in Belgrad, Bukarest, Budapest, Ljubljana, Prag, Sofia, Warschau und Zagreb notieren.
Die jährliche Indexüberprüfung und Neuzusammensetzung erfolgen im Dezember. Grundlage dafür sind die Nachhaltigkeitsratings der im definierten Basisuniversum enthaltenen Unternehmen. Die Erstellung dieser Ratings liegt in der Verantwortung der rfu research. Die neue Composition trat am 22. Dezember 2025 in Kraft.
Neuzugänge aus Rumänien, Polen, der Tschechischen Republik und Slowenien.
Wie bisher zählen weiterhin die OTP Bank, Richter Gedeon, Banca Transilvania, Krka, Hrvatski Telekom, Zavarovalnica Triglav, Luka Koper, Telekom Slovenije, Magyar Telekom, Zagrebacka Banka, Medlife, One United Properties und Hidroelectrica, Koncar – Elektroindustrija und Koncar - distributivni i specijalni transformatori zu den Index-Members.
Neu hinzugekommen sind die Antibiotice, Bank Pekao, Moneta Money Bank, Orange Polska und Pozavarovalnica Sava.
Damit sind Unternehmen aus Ungarn, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Tschechien und Polen im Nachhaltigkeitsindex CECE SRI vertreten. Keine Unternehmen finden sich hingegen aktuell aus den Ländern Bulgarien und Serbien. Die wichtigsten Branchen sind die Finanzindustrie, der Gesundheitssektor sowie die IT- und Telekombranche.
Der neuerliche Zuwachs an Indexmitgliedern ist maßgeblich auf die Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsmanagementsystemen, eine zunehmende Anzahl strategisch verankerter Nachhaltigkeitsinitiativen sowie eine gesteigerte Transparenz in der Berichterstattung zurückzuführen. Darüber hinaus spielen auch Tochtergesellschaften westlicher Unternehmensgruppen eine Rolle, die die Nachhaltigkeitsstandards, Governance-Strukturen und Wertvorstellungen ihrer Muttergesellschaften übernehmen und in den regionalen Märkten implementieren.
Finanzielle Performance
Die Gesamtperformance seit der Einführung des Index am 4. Jänner 2010 bis 22. Dezember 2025 betrug 155,9% beziehungsweise 6,06% annualisiert. Besonders erfreulich verlief die Kursentwicklung im Indexjahr 2025 (20. Dezember 2024 bis 19. Dezember 2025), wo ein Ertrag von 63,4% erwirtschaftet werden konnte.
Insgesamt deutet diese Entwicklung darauf hin, dass Umwelt- und Sozialthemen – ebenso wie die damit verbundene Wirkung von Produkten und Dienstleistungen – sowohl aus Investoren- als auch aus Kundensicht an Bedeutung gewinnen und von den Unternehmen verstärkt als wettbewerbsrelevante Faktoren erkannt werden.
Datenverfügbarkeit als Wachstumstreiber nachhaltiger Kapitalmärkte
Nachvollziehbarkeit und Transparenz bilden die zentrale Grundlage für die Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung – sowohl aus Sicht von Analysten als auch von Investoren. In Mittel- und Osteuropa ist in den vergangenen Jahren ein deutlicher Anstieg qualitativ hochwertiger Nachhaltigkeitsberichte zu beobachten, was zur wachsenden Zahl potenzieller Indexkandidaten beiträgt.
Zusätzliche Impulse ergeben sich aus der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD). Mit der schrittweisen Ausweitung der Berichtspflichten auf weitere Unternehmensgruppen und der Einführung einheitlicher europäischer Berichtsstandards (ESRS) steigt die Verfügbarkeit, Vergleichbarkeit und Prüfbarkeit nichtfinanzieller Informationen besonders in osteuropäischen Ländern deutlich.
In den kommenden Jahren wird sich zeigen, in welchem Ausmaß die verbesserte Datenlage und die regulatorisch erhöhte Transparenzanforderung die Zusammensetzung und Dynamik des CECE SRI weiter beeinflussen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die zunehmende Standardisierung der Nachhaltigkeitsberichterstattung die Qualität der Bewertungsgrundlagen weiter stärkt und damit die Entwicklung nachhaltiger Kapitalmarktsegmente in der Region prägen wird.
Über die rfu:
Die rfu, mit Sitz in Wien, ist Österreichs Spezialistin für Nachhaltiges Investment und Management und unterstützt institutionelle Kunden mit Nachhaltigkeits-Research und der Konzeption von Investmentprodukten. „Technologisches Herz" sind die rfu Nachhaltigkeitsmodelle für Unternehmen, Länder und Rohstoffe.
Weitere Leistungen sind u.a. die Erstellung von Prüfgutachten nach dem Österreichischen Umweltzeichen sowie Second Party Opinions zur Emission von Green und Social Bonds.
Weitere Informationen finden Sie auf www.rfu.at
Über die Artikelserie "GOING GREEN":
GOING GREEN ist eine monatliche Kolumne auf e-fundresearch.com zu Entwicklungen und Hintergründen im nachhaltigen Investment, verfasst von Reinhard Friesenbichler und seinen Kolleginnen und Kollegen aus der rfu.
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