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Wachstumsweltmeister unter der Lupe

Erfolg im Fußball und in der Wirtschaft sind zwei Paar Schuhe: Passend zum WM-Start in Brasilien haben ausgewählte Ökonomen die Wirtschaftslage der fünf Titelanwärter Deutschland, Spanien, Italien, Argentinien und Brasilien genauer untersucht. Economics |

Schwellenländer als Titelfavoriten

Traditionell zählt Brasilien seit jeher zu den Favoriten für den Weltmeistertitel. Seine wirtschaftlichen Aussichten sind hingegen deutlich weniger klar. „Die Inflation ist hoch und im Vorfeld der Wahlen im kommenden Oktober fühlen sich große Teile der Wähler allein gelassen und übergangen”, kommentiert Rogerio Poppe, Portfoliomanager bei ARX Investimentos. „Präsidentin Dilma Rousseff hat sich in ihrer Amtszeit vornehmlich auf soziale Unterstützung in Form von Programmen wie Bolsa Família konzentriert. Hierbei handelt es sich um ein von ihrem Vorgänger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva eingerichtetes Programm zur finanziellen Unterstützung brasilianischer Familien. Zwar ist der Erfolg von Bolsa Família nicht von der Hand zu weisen – rund 11 Mio. brasilianische Familien profitieren von diesem Programm. Es gibt aber auch einige kritische Stimmen. So sehr das Programm für rund ein Viertel der Bevölkerung eine Hilfe sein mag, die grössten Probleme der überwiegenden Mehrheit bleiben die Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten in den Großstädten des Landes.
 

„Beim Blick auf andere Teile Südamerikas wird Argentinien nicht nur aktuell als zweitheißester Kandidat für den Weltmeistertitel hinter Brasilien gehandelt. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht scheint sich das Land ungeachtet einer Wachstumsabschwächung in diesem Jahr im Vorfeld der 2015 anstehenden Wahlen in die richtige Richtung zu entwickeln. So wurden politische Kurskorrekturen und marktfreundliche Maßnahmen vorgenommen. Sollte der oberste Gerichtshof der USA im Rechtsstreit mit Altgläubigern zugunsten von Argentinien entscheiden, würde damit ein großes Hemmnis wegfallen, das bislang einer Rückkehr an die freien Kapitalmärkte und idealerweise zu einem nachhaltigen Wachstumspfad im Wege stand” so Javier Murcio, Portfolio für Emerging Markets bei Standish. 

Am wahrscheinlichsten ist jedoch, dass der oberste US-Gerichtshof vom US-Generalanwalt weitere Beweise fordert, was das Verfahren um mindestens ein weiteres Jahr verlängern würde. Sollte es sich für die Fortführung des Verfahrens entscheiden, steigen die Chancen eines technischen Zahlungsausfalls, da die Aussetzung des Beschlusses des Berufungsgerichts höchstwahrscheinlich aufgehoben würde. 

Mit ihren aktuellen Anpassungsmassnahmen signalisiert die argentinische Regierung, dass sie die Notwendigkeit von Korrekturen erkannt hat, um die Währungsreserven zu stabilisieren und den Weg für die Rückkehr des Landes an die Kapitalmärkte zu ebnen. Die bislang vorgenommenen Schritte erfolgten zumeist auf geldpolitischer Seite (Abwertung, höhere Zinsen, Abbau von Long-Positionen in USD seitens der Banken, Änderungen der Bezahlung von Tourismusleistungen mit ausländischen Kreditkarten) und haben bereits zur Stabilisierung der Währungsreserven beigetragen. 

„Auch die Vorlage genauerer Inflationszahlen und eine neue Methode zur Berechnung des BIP waren hilfreich. Nun müssen fiskalische Anpassungen folgen. Bei den Primärausgaben besteht beispielsweise Einsparpotenzial in Höhe von rund 2-3% des BIP. Möglich wäre dies durch Kürzungen bei den Energiesubventionen – ein politisch relativ schmerzfreier Schritt – und einen folglich um den gleichen Betrag sinkenden Finanzierungsbedarf bei der Zentralbank“, so das Fazit Murcios.

 

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