Top 3 Insights aus den Expertenmeinungen:
Wachstum ohne Fundament:
Die aktuelle konjunkturelle Belebung basiert fast ausschließlich auf staatlichen Ausgaben – ein selbsttragender Aufschwung durch private Investitionen oder Konsum ist laut Carsten Mumm und Daniel Kerbach bislang nicht erkennbar.Fehlende Strukturreformen als Kernproblem:
Axel D. Angermann, Edgar Walk und Dr. Felix Schmidt kritisieren, dass es trotz hoher Ausgaben kaum Fortschritte bei zentralen Reformen gibt – etwa beim Bürokratieabbau, in der Steuerpolitik, bei der Digitalisierung und den Sozialversicherungssystemen.Umsetzung und Tempo entscheiden:
Viele Maßnahmen bleiben auf dem Papier: Genehmigungsverfahren, politische Blockaden und mangelnde Geschwindigkeit gefährden laut mehreren Experten den Reformimpuls. Damit Investitionen wirken, braucht es mehr Tempo, Planungssicherheit und bessere Rahmenbedingungen für private Investitionen.
Die vollständigen Einschätzungen der Expert:innen lesen Sie hier:
35 Jahre nach der Wiedervereinigung steht Deutschland erneut an einem wirtschaftspolitischen Scheideweg. Die Bundesregierung spricht von einem „Herbst der Reformen“ und hat milliardenschwere Investitionspakete auf den Weg gebracht. Doch reicht dies, um Wachstumskräfte freizusetzen und den Standort langfristig zu stärken?
„Bislang gibt es neue Sonderschulden in Billionenhöhe – Strukturreformen: Fehlanzeige“, warnt Axel D. Angermann, Chefvolkswirt der FERI AG. Andere Experten sehen zwar positive Impulse, zweifeln aber an der Umsetzungsgeschwindigkeit: „Die politische Geschwindigkeit ist...