Alois Wögerbauer blickt bereits auf eine erfolgreiche Historie mit österreichischen Unternehmen zurück: Sein im Oktober 2002 gestartete 3-Banken-Österreich-Fonds erzielte seit Auflage eine jährliche Rendite von 50 Prozent. Den ATX Prime Index schlug er damit um 3,9 Prozent p.a., den Durchschnitt österreichischer Aktienfonds sogar um 5,2 Prozent.
Jetzt versucht die 3 Banken-Generali diesen Erfolg auch auf der Anleihenseite zu wiederholen. Der am 16.1. startende 3 Banken Austrian Corporate Bond-Mix investiert als weltweit erster Fonds ausschließlich in österreichische Unternehmensanleihen. Als Fondsmanager agiert Christian Riegler, wobei die Expertise Wögerbauer´s zu österreichischen Unternehmen stark einfließt.
Marktvolumen bereits bei 10,6 Mrd. Euro
Den Zeitpunkt sieht Wögerbauer als gut an: Denn das Angebot an österreichischen Unternehmensanleihen wuchs zuletzt deutlich, da immer mehr Firmen sich dieser Finanzierungsform zuwenden. Für das Jahr 2005 berichtet die Wiener Börse von einem Rekordemissionsvolumen an Unternehmensanleihen. Insgesamt wurden 40 Anleihen mit einem Volumen von über vier Mrd. Euro emittiert. „In den kommenden Jahren ist eine klare Fortsetzung dieses Trends wahrscheinlich“, so Wögerbauer, der das gesamte Marktvolumen bereits auf 10,6 Mrd. Euro schätzt.
Das Angebot reicht dabei von renommierten börsenotierten Unternehmen (OMV, Wienerberger, Andritz, Verbund, EVN, etc.) über nicht börsenotierte Grossunternehmen (Casinos Austria, Spar, zahlreiche Landesversorger) bis hin zu zahlreichen kleineren Unternehmen wie Frauenthal. Für Investments des Fonds stehen grundsätzlich alle österreichischen Unternehmensanleihen zur Verfügung – ohne Einschränkungen nach Branche, Unternehmensgröße oder Rating. „Der Fonds wird stets aus zumindest 20 verschiedenen Emittenten bestehen und damit die für dieses Segment unbedingt nötige Streuung darstellen“, so Wögerbauer. Auch die Beimischung von Wandelanleihen ist untergewichtet möglich.
0,8 Prozent Mehrertrag gegenüber Bundesanleihen
Ziel des neuen Fonds sei es, einen im Vergleich zu Bundesanleihen attraktiven Mehrertrag zu erzielen. „Dieser wird in der Startphase bei 80 Basispunkten pro Jahr gegenüber Bundesanleihen mit vergleichbaren Laufzeiten liegen“, so Wögerbauer. Diesen auf den ersten Blick geringen Spread erklärt er vor allem mit der guten Bonität inländischer Unternehmen: „Österreichische Firmen stehen derzeit sehr gut da, außerdem bekennen wir uns zu einem eher konservativen Anlagestil“.
Auch auf Sicht der nächsten fünf Jahre sollten Anleger in etwa mit einem Risikoaufschlag in dieser Größe kalkulieren. In den letzten 12 Monaten erzielte der API Index, welcher die Entwicklung österreichischer Bundesanleihen misst, jedenfalls eine Rendite von 5,3 Prozent. Als Beimischung in einem bestehenden Anleihenportfolio empfiehlt Wögerbauer eine Aufteilung Bundesanleihen zu Unternehmensanleihen von etwa 85 zu 15 Prozent“.
„Fonds extra billig gepreist“
Die Kosten für das Management betragen dabei 50 Basispunkte pro Jahr. „Im Vergleich zu einem herkömmlichen Euro-Bundesanleihenfonds sind das nur 0,15 Prozent mehr“, so Wögerbauer. „Der Fonds ist extra billig gepreist um den geplanten Spread nach Kosten zu verdienen“.
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