Wir verwenden Cookies um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

{{ ctaHeadline }}

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Government Bonds for the long run only

Mit einer beachtlichen Performance von 7,3 Prozent p.a. seit Auflegung 1989, ist der Spängler Spar Trust M ein Aushängeschild des Salzburger Bankhauses. Verwaltet wird der Fonds von Dr. Günther Schupp (ERSTE-SPARINVEST). Im folgenden Interview zeigt dieser sich überzeugt, dass das Risiko einer Deflation bei Weitem nicht gebannt ist. Für Aktieninvestoren bricht demnach eine Eiszeit an. Einzige Alternative für Schupp: Staatsanleihen. Managers |

e-fundresearch / Salzburg: Dr. Günther Schupp, Sie sind Fondmanager bei der ERSTE-SPARINVEST und verwalten u.a. den Spängler Spar Trust M. Wie sieht denn der Investmentansatz Ihres Fonds aus?  

Günther Schupp: Das M im Spängler Spar Trust M steht für mündelsicher. Er ist somit über einen reinen Staatsanleihen-Fonds hinaus ein sehr risikoaverses Produkt, weil die Bonität bei einigen Einzeltiteln sogar über AAA hinausgeht. Dies wird durch Unterlegung eines sogenannten Deckungsstockes erreicht.

Sein Anlageuniversum ist auf Österreich beschränkt, weil die juristische Definition der Mündelsicherheit nur hierzulande besteht. Deutsche Staatsanleihen wären, was die Bonität betrifft, zwar auch mündelsicher – per gesetzlicher Definition ist eine Veranlagung dort aber nicht möglich.

Der Artikel wird nach der Anzeige fortgesetzt.

Allianz Global Artificial Intelligence Ist der erste Fonds in Europa, der Anlegern einen Zugang zu sämtlichen Bereichen des Künstlichen Intelligenz-Segments ermöglicht. Die Zukunft ist jetzt! » Mehr Informationen finden Sie hier

Trotzdem hat der Fonds eine erstaunliche Volumengröße erreicht: Als ich den Fonds 1991 übernommen habe, hatte er ein Volumen von etwa öS 100 Millionen, also 7,27 Mio. Euro. Heute stehen wir bei 550 Mio. Euro, also knapp öS 7,5 Mrd.     

Optimist Schupp wartet Korrektur ab: Duration heruntergefahren   

e-fundresearch / Salzburg: Wie ist es Ihnen in diesem Jahr mit dem Fonds ergangen und welche Strategie haben Sie für die nächsten Monate? 

Günther Schupp: Da ich eher eine optimistische Ader habe, achte ich auch bei der Performanceentwicklung auf eine positive Gestaltung und strebe eher eine höhere Duration an. Am Beginn des Jahres versuche ich eine Fondsstruktur zu finden, die ich mir das ganze Jahr über vorstellen könnte. Sollten sich aber meine fundamentalen Vorstellungen nicht bewahrheiten, versuche ich während des Jahres die Duration mittels Bundfuture-Kontrakten herunterzufahren.  

In der Vergangenheit lag meine durchschnittliche Duration zwischen 5,5 und 6,25 Jahren – je nachdem wie bullish ich war. Bis zum Frühherbst dieses Jahres war ich schwergewichtig bullish, hatte also eine Duration zwischen 6,25-6,5. Nachdem der Bundfuture aber im Frühherbst die magische Marke von 113 erreicht hatte und die Renditeentwicklung eher eine kometenhafte Entwicklung genommen hat, bin ich etwas vorsichtiger geworden und habe die Duration auf etwa 5 zurückgenommen. 

Eine eventuell anstehende Korrektur würde ich gerne mit dieser Duration abwarten und dann würde ich wieder auf das alte Durationsniveau zurückgehen, weil ich für das nächste Quartal wieder sehr bullish bin. 

„Das Risiko der Deflation steht uns deshalb unmittelbar bevor“ 

e-fundresearch / Salzburg: Ist die Deflationsgefahr Ihrer Meinung nach schon gebannt oder haben die Notenbanken darüber die Kontrolle verloren? 

Günther Schupp: Das ist genau der Punkt, warum ich für die weitere konjunkturelle Entwicklung recht pessimistisch bin. Solange es den Notenbanken nicht gelingt, den realen Zinsanstieg unter Kontrolle zu bringen und umkehren zu können, nimmt die deflatorische Gefahr weiter zu. Das Risiko der Deflation steht uns deshalb unmittelbar bevor, wenn die realen Zinsen nicht wenigstens soweit zurückgehen dass sie mit dem realen Wachstum konform laufen. Die Notenbanken müssten ihre Politik an die disinflationären Entwicklungen ankoppeln und dieser auch einen Schritt voraus sein.  

Um aber nicht missverstanden zu werden: Deflation ist nicht eine einmalige negative Inflationsrate, sondern Deflation muss sich als gesamtwirtschaftlicher Preisrückgang in allen Bereichen zeigen. Das beginnt bei der Einkommensseite, trifft dann aber auch die Ausgabenseite. Wir haben bis jetzt zumindest auf der Einkommensseite der privaten Haushalte noch geringe Zuwächse, im Gegensatz zur Wirtschaft.  

Aktien: Die Eiszeit kommt   

e-fundresearch / Salzburg: Also keine allzu guten Aussichten für die Weltwirtschaft. Bricht für die Aktieninvestoren nun die Eiszeit an? 

Günther Schupp: Aufgrund dieser starken disinflationären Entwicklung, der hohe realen Zinsen und des niedrigen Wachstums wird es zu einem Einfrieren der Kapitalströme Richtung Aktien kommen. Für die Unternehmen bedeutet das natürlich auch ein Finanzierungslücke, die über Anleihen eventuell nicht ganz geschlossen werden kann. Das Ganze bedeutet ein großes Problem auf dem Unternehmensbereich – da heißt es sich ganz warm anziehen. Firmen können dann die bisher erbrachten Gewinne nicht mehr erwirtschaften. Dies wiederum setzt die Bonität der Firmen unter Druck, was in höheren Refinanzierungskosten resultiert. Weiters schmelzen die Reserven im gesamten Kreditapparat was zu einer sehr restriktiven Kreditvergabe führt – ein sogenannter „credit crunch“, zumindest in Europa, folgt. 

Government Bonds for the long run only 

e-fundresearch / Salzburg: Ihre Aussagen gehen also eher in die Richtung: “Government Bonds for the long run”, oder? 

Günther Schupp: In dem derzeitigen Risikoumfeld gibt es für mich tatsächlich nur noch eine Anlage: Staatsanleihen. Das beweisen nicht nur langfristige Untersuchungen sondern bestätigen auch praktische Erfahrungen meiner Person. Den Ausspruch „Stocks for the long run“ muss man also in “Government Bonds for the long run only” umwandeln. 

e-fundresearch / Salzburg: Vielen Dank für das Gespräch!

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.08.2019 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com