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Berenberg-Investmentchef Born: „Bei manchen Titeln ist ein klarer ESG-Hype feststellbar“

Es gibt kaum einen Asset Manager, der von sich selbst nicht behauptet, ESG-Kriterien in seinem Anlageprozess aktiv zu berücksichtigen. Der Fondsmanagement-Arm der Traditionsprivatbank Berenberg stellt da keine Ausnahme dar. Was im Kerngedanken sehr sinnvoll ist, nimmt in manchen Bereichen des Marktes aber bereits irrationale Ausmaße an, wie e-fundresearch.com kürzlich in einem Gespräch mit Matthias Born, Head of Investments bei Berenberg erfahren konnte. Managers | 20.12.2019 13:20 Uhr
Matthias Born, Head of Investments bei Berenberg / © Berenberg
Matthias Born, Head of Investments bei Berenberg / © Berenberg

Matthias Born: „Haben unseren ESG-Ansatz professionell strukturiert“ 

„Auch wenn Sie das bestimmt von vielen Asset Managern zu hören bekommen, aber auch unser Team hat ESG-Kriterien bereits im Anlageprozess berücksichtigt gehabt, lange bevor ESG-Investing seinen heutigen Stellenwert erreicht hatte“, sagt Matthias Born, Head of Investments bei Berenberg, im Gespräch mit e-fundresearch.com. „Ich kann es mir auch schwer vorstellen, als aktiver Manager langfristig erfolgreich zu sein, ohne derartige Faktoren in meinem Investmentprozess integriert zu haben – das trifft natürlich ganz besonders auf den Governance-Faktor zu.“  

Born gesteht aber ein, dass auch sein Haus hier Geld in die Hand nehmen musste, um interne Prozesse neu aufzubauen und professionellere ESG-Strukturen zu schaffen. „Eine ganz logische Sache. Hier haben auch wir Schritt halten können, um unseren Investoren stringente und dokumentierbare Prozesse liefern zu können“, erläutern Born. An hausinterner ESG-Expertise mangelt es jedenfalls nicht: Geleitet wird das Team von Dr. Rupini Deepa Rajagopalan. Das unabhängig agierende „ESG Office“ gibt es seit März 2018 und ist für die ESG-Politik und -Strategien, Portfoliopositionierung, Integration, Produktangebote und Innovationen für den Geschäftsbereich Wealth and Asset Management bei Berenberg verantwortlich ist. 

Grafik: Portfoliostruktur nach ESG-Analyse. 

ESG-Berücksichtigung schließt Bewertungssensibilität nicht aus 

Dennoch warnt Born davor, Aktien rein auf Basis von ESG-Kriterien auszuwählen. Vielmehr müsse dies stets im Einklang mit traditionellen Bewertungsmetriken geschehen. Insbesondere im Green-Tech-Bereich gäbe es bereits einige Titel, deren Bewertungsniveaus rational kaum mehr zu rechtfertigen sind und in gewisser Weise einem regelrechten „ESG-Hype“ unterlägen.  

Dafür verantwortlich sein könnten sowohl thematische ESG-Fondsprodukte (aktiv wie passiv) als auch konventionelle Fondsmanager, die sich im aktuellen Umfeld gerne mit ausgewählten ESG-Leader-Titeln schmücken möchten. „Verstehen Sie mich nicht falsch: Viele von diesen Unternehmen verfügen auch tatsächlich über außerordentliche Geschäftsmodelle und produzieren sinnvolle Produkte beziehungsweise Services. Einzig die Bewertung ist in vielen Fällen schlichtweg nicht mehr angemessen“, so Matthias Born gegenüber e-fundresearch.com. Born sieht es als Pflicht eines aktiven Managers, diesen Hype-Titeln nicht blind nachzulaufen, sondern Rationalität walten zu lassen. 

Großen Mehrwert sieht der Experte vor allem auch bei der potenziellen Risikominimierung, die eine umfangreiche und vor allem strukturierte ESG-Integration im Portfoliomanagement erzielen kann. „Genau wie es Titel gibt, die aufgrund ihres Status als absoluter ESG-Musterschüler einem positiven Nachfrage-Hype unterliegen, wird es auch immer wieder Unternehmen geben, die aufgrund fragwürdiger ESG-Praktiken vom Markt abgestraft werden.“ 

Berenberg will im Asset Management weiter wachsen 

Angesprochen auf die personellen Abgänge (Henning Gebhardt sowie Lars Albert), die der Asset Management Arm von Berenberg über den Sommer 2019 verzeichnen musste, gibt sich Matthias Born alles andere als entmutigt: „Unsere Plattform steht und wir weiterhin ganz klar auf Wachstum ausgerichtet.“ 

Auch am österreichischen Markt möchte der Asset Manager dank neuer Vertriebsstrategie stärker wahrgenommen werden: Seit Anfang November 2019 arbeitet man hierfür mit dem lokalen Third-Party-Marketer GBR zusammen.  

Born überzeugt auf als Fondsmanager 

Dass Matthias Born neben seiner Rolle als Head of Investments bei Berenberg auch weiterhin als Fondsmanager und Stock-Picker liefern kann, zeigt ein Blick auf den abschließend eingefügten Performance-Chart des von ihm geleiteten Berenberg European Focus Fund (LU1637618403). Sowohl Peer-Group-Durchschnitt (Europe Large-Cap Growth Equities) als auch Referenzindex (MSCI Europe NR EUR) konnte Born seit Auflage am 03.10.2017 deutlich auf Distanz halten. Sowohl auf Sicht seit Jahresbeginn, auf 1-Jahres- und 2-Jahressicht liegt Borns erzielte Performance im Spitzen-Quartil.

 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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