Nordisches High Yield: Die unterschätzte Alpha-Quelle für das Kapitalmarktjahr 2026

Während Investoren zum Jahresauftakt 2026 nach Stabilität in einem herausfordernden Marktumfeld suchen, rückt eine Region verstärkt in den Fokus, die ihr Nischendasein längst hinter sich gelassen hat. Beim e-fundresearch.com Winter Fonds-Dialog 2026 erläuterte Ulrich Teutsch, Portfoliomanager/Analyst bei Lazard Asset Management, warum nordische Unternehmensanleihen derzeit ein außergewöhnlich attraktives Rendite-Risiko-Profil bieten. Managers | 09.02.2026 10:26 Uhr
Ulrich Teutsch, Portfoliomanager/Analyst bei Lazard Asset Management beim e-fundresearch.com Winter Fonds-Dialog 2026 / © e-fundresearch.com
Ulrich Teutsch, Portfoliomanager/Analyst bei Lazard Asset Management beim e-fundresearch.com Winter Fonds-Dialog 2026 / © e-fundresearch.com

Advertorial

In einer Zeit, in der die globalen Märkte von makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt sind, suchen Portfolio-Entscheider nach Anlagestrategien, die eine „stabile Basis in unruhigen Zeiten“ bieten. Der skandinavische Anleihemarkt hat sich hierbei als robustes Refugium erwiesen. Ulrich Teutsch, der seit 2010 bei Lazard AM tätig ist, machte in seinem Vortrag deutlich, dass der Markt für nordische High-Yield-Anleihen (Nordic HY) massiv an Bedeutung gewonnen hat.

Weg vom Nischendasein

„Oft wird der Markt noch als Nische bezeichnet, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache“, so Teutsch während seines Workshops. Mit einem Gegenwert von mittlerweile rund 140 bis 150 Milliarden Euro ist der nordische Markt substanziell gewachsen. Zum Vergleich: Der gesamte europäische Markt – der zweitgrößte weltweit – kommt auf etwa 400 bis 420 Milliarden Dollar. „Es ist nicht mehr die reine Nische, für die es viele halten“, betont der Experte.

Besonders für Investoren, die Alpha-Potenziale jenseits der klassischen Indizes suchen, bietet die Region Skandinavien aus Sicht von Teutsch einzigartige Vorteile. Diese basieren auf soliden volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten und einem transparenten regulatorischen Umfeld.

Überlegenes Rendite-Risiko-Profil

Ein zentrales Argument für Lazard Nordic High Yield ist die historische Performance im Vergleich zur Volatilität. Daten der Präsentation belegen, dass nordisches High Yield im Vergleich zu US-amerikanischen oder europäischen Pendants oft höhere annualisierte Renditen bei gleichzeitig deutlich geringerer Volatilität erzielen konnte. „Wir bieten hier eine höhere Ertragskraft bei einem signifikant niedrigeren Risiko an“, erklärt Teutsch.

Diese Stabilität resultiert unter anderem aus der Struktur des Marktes und dem Fokus auf nordische Volkswirtschaften, die zu den stabilsten Europas zählen. Im vergangenen Jahr konnte der Lazard Nordic High Yield Bond Fund ordentliche Erträge von knapp 7 % generieren, welche – entsprechend der Anlegerbedürfnisse – zweimal jährlich ausgeschüttet werden.

Renditechance durch fehlende Ratings

Ein entscheidender Faktor für die attraktiven Renditeaufschläge ist die besondere Rating-Struktur des Marktes. Laut Teutsch verfügen rund 70 % bis 80 % der nordischen Emittenten über kein offizielles externes Rating von Agenturen wie Moody’s oder S&P. Dies ist jedoch kein Qualitätsmangel, sondern eine Kostenfrage: Viele Unternehmen sparen sich die hohen Gebühren und den Aufwand, sich für die Ratingagenturen offenzulegen. Für Investoren entsteht dadurch eine „nordische Prämie“ laut Teutsch, da die Emittenten für die fehlende Sichtbarkeit höhere Zinsen zahlen müssen. Um diese Chancen zu nutzen, führt Lazard eine tiefgehende, eigene Kreditanalyse durch, die das fehlende externe Urteil ersetzt.

Sicherheit durch Struktur: Der Nordic Trustee

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu anderen High-Yield-Märkten ist das Sicherheitsnetz für Investoren. In den nordischen Ländern fungiert der sogenannte „Nordic Trustee“ als zentrale Instanz. Er schützt seit über 25 Jahren die Rechte der Anleiheninvestoren und ist in über 2.000 Mandate involviert.

„Der Nordic Trustee ist die zentrale Anlaufstelle für Investoren und Emittenten“, so Teutsch. Diese Institution stellt sicher, dass Covenants (Anleihebedingungen) eingehalten werden und die Transparenz gewahrt bleibt – ein entscheidender Faktor für institutionelle Anleger, die in unruhigen Zeiten auf Rechtssicherheit und Gläuberschutz angewiesen sind.

Fazit für 2026

Für das laufende Jahr 2026 bietet Lazard AM mit seinem Nordic High Yield-Ansatz eine Lösung, die das Beste aus zwei Welten kombiniert: Die Dynamik und Renditechancen des High-Yield-Sektors gepaart mit der strukturellen Sicherheit und wirtschaftlichen Solidität Nordeuropas. Ulrich Teutsch fasst es treffend zusammen: „Wer eine gute Begründung sucht, um sein Portfolio für 2026 breiter aufzustellen, sollte sich diese Daten genau anschauen.“

Für B2B-Investoren, die beim Winter Fonds-Dialog in Städten wie Salzburg oder Wien dabei waren, wurde klar: Skandinavien ist nicht nur eine Reise wert, sondern auch eine feste Allokation im Fixed-Income-Portfolio.

Wie können Anleger in nordische Hochzinsanleihen investieren?

Anleger können mit dem im November 2022 aufgelegten Lazard Nordic High Yield Bond Fund (u. a. A Acc EUR, ISIN: IE000MHDVN90), der von Daniel Herdt und seinem erfahrenen Team gemanagt wird, gezielt in den nordischen Nischenmarkt investieren. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, das Anleihen- bzw. High Yield-Portfolio um eine renditestarke und zugleich diversifizierende Komponente zu erweitern. Mit einem Fondsvolumen von mittlerweile über 640 Mio. Euro (Stand: 31. Januar 2026) und dem dreijährigen Bestehen seit November 2025 unterstreicht der Ansatz eindrucksvoll seine erfolgreiche Entwicklung und wachsende Bedeutung im Markt.

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