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Fondsmarkt wächst - Regulierungsflut belastet

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld und die effektive Enteignung der Sparbuchbesitzer durch negative Realzinsen wären grundsätzlich ein positives Umfeld für Fondsanleger. Trotzdem fehlt die Dynamik am Fondsmarkt. Regulatorische Herausforderungen und Perspektiven für die Fondsindustrie standen im Mittelpunkt der 6. VÖIG Fondstage. Markets | 18.10.2013 18:51 Uhr

Fonds: Günstiges Umfeld wie selten zuvor

"Selten zuvor war das Umfeld für Investmentfonds so günstig wie aktuell", erklärt Mag. Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG), in seiner Eröffnungsrede anläßlich der 6. VÖIG Fondstage in Bad Ischl. Diese alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung ist Treffpunkt der österreichischen Fondsindustrie und ein hochkarätiges Forum für den Informationsaustausch mit Aufsichtsbehörden, europäischen Verbänden, Interessensvertretern und Medien.

Dürre Zeit für Sparbuchsparer

Niedrige Zinsen, eine effektive Enteignung der österreichischen Sparer durch negative Realzinsen sowie ansteigende Aktienkurse wären ein positives Umfeld für Fondsanleger. Trotzdem fehlt die Dynamik auf dem Fondsmarkt und die Zuflüsse sind deutlich geringer als in einem solch günstigen Umfeld zu erwarten wäre. 

Einer der Gründe für die nur schleppende Erholung des verwalteten Fondsvermögens auf EUR 146,3 Mrd. per 30. September 2013 ist auch die umfassende Regulierungsflut aus Europa und die fehlende institutionalisierte Verankerung des Fonds als Altersvorsorgeprodukt.

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Ende 2006 lag das Fondsvolumen in Österreich auf dem Rekordwert von EUR 167,3 Mrd. und verringerte sich im Krisenjahr 2008 auf EUR 126 Mrd. In den folgenden Jahren war zwar ein stetiger Anstieg zu beobachten, der Aufholprozess nach der Krise war jedoch langsamer als allgemein erwartet, erläutert Mag. Dietmar Rupar, Generalsekretär der VÖIG.

Regulierungflut belastet

Die Koordination und Bewältigung der Regulierungsflut aus Brüssel scheint die lokalen Aufsichtsbehörden und Marktteilnehmer immer stärker zu belasten. Vor allem vor dem Hintergrund einer nicht optimal koordinierten Umsetzung in verschiedenen Ländern in Europa entstehen unerwartet neue Probleme. Das Risiko der "regulatory arbitrage" steigt wieder an.

Beispielsweise wurde die wichtige AIFMD erst in 12 von 28 Staaten in der EU umgesetzt und erst 22 Prozent der betroffenen Managementgesellschaften haben eine entsprechende Konzession beantragt. Unklarheiten bezüglich des Meldewesens tragen zur Verunsicherung der Marktteilnehmer bei.

Übergangsfristen und gleichzeitige Gültigkeit verschiedener Gesetze machen die Einhaltung aller relevanten Vorschriften für Asset Manager zu einer sehr komplexen Aufgabe. Neben AIFMD stehen MiFID II, UCITS V und UCITS VI sowie PRIPS und LTIF im Mittelpunkt der regulatorischen Projekte der Fondsindustrie.

Obwohl die europäische Fondsindustrie große Anstrengungen unternimmt, kämpft der Branchenverband EFAMA in Brüssel verstärkt mit Verzögerungen durch den Europäischen Rat und das Europäische Parlament. Peter De Proft, EFAMA Generaldirektor gab dazu ein aktuelles Update.

Während in den ersten 20 Jahren seit Einführung der UCITS Richtlinie nur zwei Reformen durchgeführt wurden, gab es in den letzten vier Jahren bereits drei Reformen.

Chancen und Perspektiven - einfache Lösungen für Kunden

In Podiumsdiskussionen mit Branchenvertretern wurden auch die Chancen und Perspektiven für die Fondsindustrie diskutiert. Dabei wurde die Notwendigkeit zur einfachen Erfassung der Kundenmotive betont. Anlagebedürfnisse von Investoren müssen in Zukunft mit einfachen Lösungen und weniger mit komplexen Produkten beantwortet werden.

Die Diskussion rundum die geplanten Finanztransaktionssteuer sei laut Branchenvertretern "im Fluss", was auch auf eine mögliche Abschwächung oder Verschiebung schließen läßt.

Fondsvertrieb - Quo vadis?

Verteter von Banken und Fondsgesellschaften diskutierten auch die Herausforderungen im Fondsvertrieb. Obwohl ein umfassendes Provisions- und Retrozessionsverbot nach Ansicht von MEP Mag. Othmar Karas nicht droht, stellen sich Marktteilnehmer bereits auf die Entwicklung verschiedener Vertriebsmodelle ein. Mag. Michaela Keplinger-Mitterlehner, Vorstandsdirektorin RLB OÖ, Dr. Adam Lessing, Head of Austria and CEE, Fidelity Worldwide und MMag. Jürgen Strasser von der Capitalbank zeigten unterschiedliche Lösungsansätze.

Transparenz sehr gut - aber unverständlich

Aus der Sicht des Konsumentenschutzes und der Arbeiterkammer, die alleine in Wien rund 60.000 Anfragen von Anlegern erhalten und bearbeiten, ist die Transparenz der Fondsprodukte sehr gut. Nicht selten sind jedoch Dokumente und Informationsbroschüren nicht verständlich formuliert und deswegen für die breite Gruppe der Privatanleger inhaltlich nicht zugänglich. Mag. Christian Prantner gab dazu ein Update und präsentierte auch Lösungsvorschläge und zukünftige Diskussionspunkte.

Aktuelle Marktanteile: ERSTE-SPARINVEST neuer Marktführer

Im Ranking der inländischen Kapitalanlagegesellschaften gab es seit mehreren Jahren wieder einmal einen Führungswechsel an der Spitze (siehe auch Artikel vom 16. 10. 2013). ERSTE-SPARINVEST konnte den langjährigen Marktführer Raiffeisen Capital Management überholen und sich mit 18,39 Prozent Marktanteil an die Spitze setzen (RCM: 18,26 Prozent).

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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