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Was steckt hinter der geringen Popularität der Aktie?

Warum sich Aktieninvestments im deutschsprachigen Raum (trotz Nullzinsumfeld) nach wie vor keiner sonderlichen Popularität erfreuen können, diskutierte e-fundresearch.com in einem exklusiven Gespräch mit Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch. Markets | 26.05.2015 17:00 Uhr
Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege, Flossbach von Storch
Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege, Flossbach von Storch

Was steckt hinter der geringen Popularität der Aktie?

Trotz eines weiter anhaltenden Nullzinsumfelds und einer damit verbundenen, zunehmenden Perspektivenlosigkeit bei traditionellen Sparformen, können sich Aktieninvestments (sei es nun über Einzeltitel, Aktienfonds oder „aggressivere“ Mischfonds) in Deutschland und Österreich im internationalen Vergleich weiterhin keiner nennenswerten Beliebtheit erfreuen. Für Philipp Vorndran, Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch, sind die Gründe dafür nicht unbedingt nur auf Seiten der Investoren selbst, sondern vor allem auch auf der Seite des Staates und insbesondere dessen Rolle als Wertevermittler zu finden: „Von klein auf haben wir in Deutschland eine Spar- und Versicherungsmentalität anerzogen bekommen. In vielen Bereichen dominiert in der Bevölkerung eine Mentalität, die besagt “der Staat kümmert sich um alles“. Geldanlage hatte unter der Prämisse einer „konservativen“ Anlagepolitik zu erfolgen, die mit dem Begriffen Sparbuch, Bausparvertrag und Kapitallebensversicherung am besten beschrieben werden.  Kurzum, Kapitalgarantie war wichtiger als Anlagerendite. Dass man in einem solchen Umfeld natürlich weder aktives Unternehmertum noch Geldanlage in Produktivfaktoren anspornte, ist klar“, kommentiert Vorndran den Status quo.

Anleihen zu Unrecht „Everybody's Darling“?

Vor allem die Tatsache, dass ein Gutteil der Bevölkerung nach wie vor davon überzeugt sei, dass Rentenpapiere dauerhaft besser rentieren als Aktien, stößt bei Vorndran auf Unverständnis: „Eine Volkswirtschaft in der die Investoren nachhaltig davon überzeugt sind, dass Fremdkapital besser rentiert als Eigenkapital, muss sich im Kommunismus befinden, denn nur dort ist das der Fall“, sagt Vorndran. Als möglichen Grund für diese weit verbreitete Irrationalität nennt der Experte unter anderem auch die (insbesondere im Vergleich zu den USA) stärker ausgeprägten sozialromantische Einstellungen in Deutschland und Österreich,  die unter dem Deckmantel der sozialen Marktwirtschaft kaschiert werde. „Der Erfolg eines Unternehmers ruft in unseren Breitengraden leider nur selten Bewunderung hervor, sondern sehr oft Missgunst. Ebenso werden Aktien  zu oft nicht als Beteiligung an einem realen Unternehmen, sondern ausschließlich als Spekulationsobjekt wahrgenommen“, so Vorndran gegenüber e-fundresearch.com. Daraus resultiere die landläufige Meinung, dass am Aktienmarkt nur von Spekulanten gespielt und nicht in Unternehmen investiert wird.

Weiter auf Seite 2: "Fehlende Finanzbildung als großes Manko"

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