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Anleihen: Phase zwei des Bärenmarkts?

„Die Frage, ob die Kursbewegungen im zweiten Quartal den Anfang eines Bärenmarktes darstellen, ist ziemlich redundant. Es war ein Bärenmarkt“, so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers, gegenüber e-fundresearch.com. Allerdings bestehe ein Bärenmarkt laut Iggo in der Regel aus mehreren Phasen... Markets | 08.06.2015 13:30 Uhr
©  Olivier Le Moal - Fotolia
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„Noch stützen ordentliche Fundamentaldaten die Kredit- und Aktienmärkte. Doch die Dinge können sich schnell ändern, und vor uns könnte durchaus ein Sommer mit hoher Volatilität, griechischem Drama und einer Flucht zu den Hügeln liegen.“ Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

Chris Iggo: "Es war ein Bärenmarkt" 

Die Renditen von Bundesanleihen sind seit Anfang April um bis zu 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt) angestiegen. Das führte zu Kursverlusten von 7 Prozent bei zehnjährigen und stolzen 20 Prozent bei 30-jährigen Anleihen. „Die Frage, ob die Kursbewegungen im zweiten Quartal den Anfang eines Bärenmarktes darstellen, ist deshalb ziemlich redundant“, erklärt Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers. „Es war ein Bärenmarkt. Am Aktienmarkt würde ein Kurssturz um 20 Prozent einen Bärenmarkt darstellen – und genau das ist es, was die Inhaber lang laufender Staatsanleihen gerade erleiden mussten.“ 

Chris Iggo, CIO Fixed Income, AXA Investment Managers
Chris Iggo, CIO Fixed Income, AXA Investment Managers
Fliehen Anleiheinvestoren im Sommer in die Hügel?

Allerdings bestehe ein Bärenmarkt in der Regel aus mehreren Phasen. „Angesichts der Komplexität des globalen Anleihemarktes wäre es zu einfach zu sagen, dass es das war und wir nun wieder höhere Renditen sehen werden“, so Iggo. „Ich bin mir sicher, dass wir bisher noch keine Kapitulation der Anleihe-Investoren gesehen haben. Das könnte allerdings geschehen, wenn Phase zwei des Bärenmarktes eintritt. „Vor uns könnte durchaus ein Sommer mit hoher Volatilität, griechischem Drama und einer Flucht in die Hügel liegen.“

Zwei Szenarien könnten Flucht auslösen 

Was aber könnte diese Flucht  auslösen? Für Iggo gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Die eine ist eine echte Veränderung der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed, die andere eine anlageklassenübergreifende Flucht von Investoren aus riskanten Assets. Die Fed müsste die kurzfristigen Zinsen so stark anheben, dass sie real wieder positiv werden, also um 150 bis 200 Basispunkte. „In diesem Fall würden die Renditen von Treasuries in die Höhe schießen und die Auswirkungen auf alle Anlageklassen wären sehr negativ“, erklärt Iggo. „Aber es ist nur schwer vorstellbar, dass dies in nächster Zeit geschieht. Dazu ist die US-Konjunktur nicht stark genug – und auch die Inflation ist nach wie vor niedrig.“ 

Auch das zweite Szenario stellt für Iggo keine unmittelbare Gefahr dar: „Es ist schwer, derzeit systematisch schlechte Nachrichten aus den Unternehmen oder irgendeine besorgniserregende Verschlechterung auf den Kreditmärkten zu finden“, so der Experte. „Die Unternehmen sind liquide, nicht überschuldet und werden zudem kaum durch Zinszahlungen belastet. Die Kreditnachfrage ist so stark wie immer. Kurz: Auf Unternehmensanleihen und High Yield Bonds zu setzen und gleichzeitig die Duration kurz zu halten, bleibt weiterhin vernünftig.“ 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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