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Umfrage: Immobilien sorgen für stärkstes Sicherheitsgefühl

Für 56,1 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher schafft der Besitz eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Wohnung ein Gefühl der finanziellen Sicherheit. Damit liegt das Eigentum von Immobilien an erster Stelle eines Rankings der emotionalen Bewertung von Investitionsmöglichkeiten, vor Sparbuch, Bausparvertrag und Lebensversicherung. Dies geht aus einer aktuellen Allianz Umfrage hervor, die den Gefühls-Status der Österreicherinnen und Österreicher in Sachen Vorsorge erhob. Markets | 08.08.2016 07:28 Uhr
©  Kara - Fotolia.com
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Sicherheitsempfinden: Immobilien top, Anleihen flop

Die Beliebtheit von Grund und Boden spiegelt einen aktuellen Trend wider, die Quote der Immobilieneigentümer stieg in Österreich zuletzt auf 60 Prozent. „Es ist interessant, dass Immobilien, die für die meisten das größte Einzelinvestment darstellen, mit dem größten Sicherheitsempfinden assoziiert werden, obwohl der Weg dorthin zumeist mit einer jahrzehntelangen Verschuldung einhergeht“, gibt Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, zu bedenken. „Geld auf der Bank“ zu haben wird laut Allianz Umfrage von 44,7 Prozent der Befragten als sehr sicher empfunden, während der Bausparvertrag einen Wert von 29,9 Prozent erreicht. Hinter Edelmetall (28,4 Prozent) und Bargeld (25,4 Prozent) löst die Lebensversicherung für 20,2 Prozent der Befragten ein Gefühl hoher Sicherheit aus. Am unteren Ende der Sicherheitsgefühl-Skala liegen Fonds (5,0 Prozent), Aktien (4,0 Prozent) das Schlusslicht bilden Anleihen (2,1 Prozent).
Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich
Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank AG und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich

Für Jugend und Kärntner ist „Kopfpolster“ sehr beliebt

Bei den Detailergebnissen zeigen sich zwischen den Befragten spannende Unterschiede: Junge Menschen tendieren in hohem Maße zum „Sparen unter dem Kopfpolster“: 40,6 Prozent der Unter 20-Jährigen – und damit um 15 Prozent mehr als in der Gesamtbevölkerung – halten es für sicher, Bargeld zu Hause zu bunkern. Vier von zehn Kärntnern halten Bargeld zu Hause für sicher, gegenüber nur 12,9 Prozent bei den Salzburgern. Als einzige Bevölkerungsgruppe in Österreich empfinden die Wiener Bankeinlagen sicherer als Immobilien. Langfristig ertragreichere Investmentformen werden hingegen von relativ wenigen Menschen als sicher erlebt, am ehesten noch von Männern in der Einkommensklasse über 3.000 Euro monatlich. 9,3 Prozent der Männer und 13,3 Prozent der Frauen fühlen sich bei keiner einzigen Vorsorge-Alternative wirklich sicher.

Sicherheitsempfinden drückt auf Renditechancen

Fazit: Die Umfrage zeigt deutlich die ängstliche Haltung vieler Menschen in unserem Land gegenüber Finanzinstrumenten auf. „Am Ende des Tages führen genau diese Emotionen bei vielen Menschen Jahr für Jahr zu einem realen Wertverlust ihres Vermögens“, erklärt Bruckner. Das belegt auch eine Untersuchung der Allianz, welche die Rendite der privaten Geldvermögen der privaten Haushalte in neun Euroländern unter den Bedingungen der Niedrigzinspolitik seit 2010 analysierte. Zwischen 2010 und 2014 erzielten die österreichischen Haushalte im Mittel eine jährliche Rendite von 2,6 Prozent und schnitten damit im internationalen Vergleich am schlechtesten ab. Bereinigt man die Gesamtrendite um die Inflationsrate, so sieht es hierzulande noch düsterer aus: Österreich bildet auch hier mit einer realen Rendite von nur 0,3 Prozent das Schlusslicht. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Österreicher noch stärker in Bankeinlagen (mehr als 40 Prozent) und noch schwächer in Aktien (4,5 Prozent) investiert sind als alle anderen untersuchten Länder. „Für fast die Hälfte des Geldes hierzulande werden potenzielle Renditechancen nicht ausgeschöpft. Beim Geldhorten unter dem Kopfpolster besteht die einzige Sicherheit darin, dass man Wert verliert“, so Bruckner abschließend.

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