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Allianz Umfrage: Jeder zweite Anleger berücksichtigt Nachhaltigkeitskriterien

Für 45 Prozent der institutionellen Anleger weltweit spielen Nachhaltigkeitsaspekte bei ihrer Veranlagungsstrategie eine Rolle, wie eine aktuelle internationale Allianz Umfrage zeigt. Markets | 13.09.2016 06:00 Uhr
Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender, Allianz Gruppe in Österreich / ©  Allianz
Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender, Allianz Gruppe in Österreich / © Allianz

In Österreich sei die Allianz laut Vorstandsvorsitzendem Dr. Wolfram Littich Vorreiter in Sachen nachhaltig Investieren: "Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG), die in einem vom WWF eigens erstellten Modell festgelegt worden sind, werden hierbei konsequent für den eigengemanagten Teil des Portfolios im Umfang von rund 7 Milliarden Euro der Allianz Österreich angewendet", so Littich gegenüber e-fundresearch.com.

Der schon seit 2010 bestehende Vertrag zur Kooperation im Bereich „Nachhaltiges Investieren“ wurde nun bis Dezember 2018 verlängert. Die Ziele der Allianz Österreich bestehen darin, den Nachhaltigkeitsgrad ihres Portfolios gegenüber Ende 2014 um fünf Prozentpunkte bis 2020 steigern und den Anteil der als „nicht nachhaltig“ bewerteten Investments um fünf Prozentpunkte zu verringern. Besonderes Augenmerk legt die Allianz Österreich dabei auf den freiwilligen und dauerhaften Rückzug aus Kohleabbau-Investments.

Moralische Gründe Hauptgrund für nachhaltige Veranlagung

Wie die von Allianz Global Investors durchgeführte Umfrage unter weltweit 755 institutionellen Investoren mit einem Gesamtanlagevermögen von rund 24 Billionen Euro in 23 Ländern zeigt, gibt es unterschiedliche Gründe, ESG-Prinzipien in der Kapitalveranlagung zu berücksichtigen. Ethische Gründe liegen vorne: 38 Prozent der Befragten wenden ESG Prinzipien an, um bestimmte Industrien in der Veranlagung zu meiden, die sie für unmoralisch halten. An zweiter Stelle steht die grundsätzliche Unternehmenspolitik (31 Prozent), auf Platz 3 das Vermeiden von Reputationsrisiken (19 Prozent). 8 Prozent erwarten höhere Rendite, 3 Prozent sehen ESG als zusätzliche Diversifikationsmöglichkeit.

Wirft man einen Blick auf die Einschätzung des Kernnutzens von ESG-Faktoren, so geben 46 Prozent der Befragten an, Reputationsrisiken reduzieren können, für 43 Prozent bedeutet das Inkludieren von ESG-Faktoren eine Verbesserung der Performance.

Vorreiter WWF Österreich und Allianz Österreich

Dass das Thema an Aktualität gewinnt, zeigen auch Publikationen der Vereinten Nationen (UN PRI): Diese haben im März 2016 die Finanzinstitute dazu aufgerufen, mehr Verantwortung zu übernehmen und ESG-Faktoren bei Investitionsentscheidungen zu berücksichtigen.

Der WWF Österreich und die Allianz Österreich haben bereits im Jahr 2010 begonnen, sich intensiv mit dem Thema zu befassen. Unter der Federführung des WWF wurde gemeinsam mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft ein Investmentbewertungsmodell entwickelt, das Nachhaltigkeitsaspekte von Kapitalanlagen messbar macht. Dieses Modell verbindet die Anforderungen von insgesamt 70 Experten aus 40 namhaften Organisationen an eine nachhaltige Zukunft in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance mit einer praxistauglichen Umsetzung an den Finanzmärkten. Die Allianz Österreich hatte sich Ende 2014 in einer Vereinbarung mit dem WWF als erstes Unternehmen zur Anwendung dieses Modells und damit zu konkreten, messbaren Nachhaltigkeitszielen für ihr Portfolio verpflichtet. Insgesamt werden dabei mehr als 150 Indikatoren angewendet, um das gesamte Portfolio der Allianz – rund 7 Milliarden Euro - nach Umwelt-, Sozial- und Governancekriterien zu durchleuchten. Alleine 2015 konnten so 333 Millionen Euro in Richtung Nachhaltigkeit bewegt werden, der Nachhaltigkeitsgrad des Portfolios stieg damit im ersten Jahr um 1,54 Prozent – damit liegt die Allianz 54 Prozent anteilsmäßig über dem Plan. „Es wird immer wichtiger, bei Investitionsentscheidungen ökologische, soziale und Governance-Risiken frühzeitig zu berücksichtigen. Nachhaltigkeit ist kein Luxus, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit“, erklärt Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich. Bis 2020 hat sich die Allianz Österreich das Ziel gesetzt, den Anteil an erneuerbaren Energien in ihrem Unternehmensportfolio von aktuell 12 Prozent auf 24 Prozent zu verdoppeln.

Andrea Johanides, Geschäftsführerin, WWF Österreich
Andrea Johanides, Geschäftsführerin, WWF Österreich
„Wir freuen uns, dass wir den erfolgreich eingeschlagenen Weg gemeinsam mit der Allianz fortsetzen können. Ein konsequentes und langfristiges Engagement ist bei der Implementierung von Klimaschutz ins Kerngeschäft natürlich besonders wichtig“, sagt Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF Österreich. Das Portfolio der Allianz wird regelmäßig evaluiert und das Modell an aktuelle Gegebenheiten angepasst. Die Ergebnisse beider Prozesse werden regelmäßig öffentlich gemacht, zum Beispiel auf den Websites der Allianz und des WWF.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.
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