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Offener Brief: "Fehler, sich jetzt vom österreichischen Aktienmarkt abzuwenden"

Die Wiener Börse bündelt angesichts der starken Kursrückgänge der letzten Wochen die Stimmen der heimischen Leitbetriebe. In einem offenen Brief wenden sich die Kapitalmarktvertreter an heimische und internationale Investoren. Vorstände der rot-weiß-roten börsennotierten Firmen erinnern darin an ihre Stärken, die stabile Planung und Dividendenpolitik, ihr vorbildliches Krisenmanagement sowie an ihre internationalen Marktchancen und Forschungsaktivitäten. Markets | 19.03.2020 11:26 Uhr
Heimo Scheuch, CEO von Wienerberger und Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Börse & Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse / © Wiener Börse
Heimo Scheuch, CEO von Wienerberger und Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Börse & Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse / © Wiener Börse

Christoph Boschan, Vorstandsvorsitzender der Wiener Börse, macht Mut zu einer langfristigen Perspektive: „Es wäre ein Fehler, sich jetzt von österreichischen Aktien abzuwenden. Die aktuelle Bewertung, der ATX wird weit unter seinem Buchwert gehandelt, spiegelt nach Meinung der heimischen Leitbetriebe ein zu pessimistisches Bild wider. Trotz strikter Maßnahmen zur Eindämmung des Virus befindet sich die österreichische Wirtschaft mitnichten im Stillstand, dank eines hohen Digitalisierungsgrades. Die Vorstände glauben an ihre Unternehmen, das zeigen nicht zuletzt die vielen Manager‘s Transactions der letzten Wochen.“ 

Heimo Scheuch, CEO von Wienerberger und Aufsichtsratsvorsitzender der Wiener Börse, sieht keinen Widerspruch zwischen Produktionstätigkeit und den neuen Vorschriften: „Jeder achte Euro der heimischen Wertschöpfung wird durch börsennotierte Unternehmen erwirtschaftet. Die heimischen Leitbetriebe sind exzellent aufgestellt. Mit den richtigen hygienischen Maßnahmen sehe ich keinen Grund für Produktionsstopps in der heimischen Industrie. Die Risikogruppe muss man natürlich schützen. Gerade jetzt gibt Arbeit Kraft und Halt. Danke an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der börsennotierten Unternehmen, die in diesen Tagen großartiges leisten. Sie schaffen die Basis, für das Vertrauen in unseren Standort.“

Interessierte LeserInnen finden den besagten offenen Brief hier im Original als PDF-Dokument. Den gesamten Inhalt des offenen Briefs haben wir Ihnen nachfolgend eingefügt:

"Sehr geehrte Investorinnen und Investoren, sehr geehrte Damen und Herren,

Österreichs Wirtschaft ist stark  und widerstandsfähig. In den vergangenen fünf Jahren verzeichnete sie ca. 2 % reales Wachstum pro Jahr. Das Gewinnwachstum der in Wien börsennotierten Unternehmen war noch deutlich größer. Für die meisten der Firmen waren die letzten Jahre die erfolgreichsten in ihrer Geschichte. Es wurden Rekordergebnisse erzielt. Nie zuvor in der Geschichte der Wiener Börse haben die Unternehmen mehr Gewinne an die Anleger ausgeschüttet als im Vorjahr. Die österreichischen Unternehmen bieten stabile, überdurchschnittliche Dividendenrenditen und sind bestens aufgestellt. Mit 3,14 % des BIP weist Österreich die zweithöchste Forschungsquote Europas aus. Heimische Unternehmen ermöglichen mit ihren Investitionen und Beteiligungen in Zentral- und Osteuropa Zugang zur wachstumsstärksten Region Europas. Viele der Unternehmen sind Weltmarktführer in ihrer jeweiligen Spezialisierung.

Diese Stärke verschwindet nicht in wenigen Tagen. Im Gegenteil, wir sind fest davon überzeugt, dass die derzeitige Bewertung der österreichischen Leitbetriebe an der Wiener Börse eine viel zu pessimistische Zukunftssicht widergibt. Der ATX notiert mittlerweile weit unter seinem Buchwert. Die Analysten schätzen das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2020 auf sechs bis sieben. Die Zahlen mögen nicht alle jüngsten Entwicklungen reflektieren – weisen aber deutlich auf ein historisch einmalig attraktives Niveau hin.

Die Regierung, Sozialpartner und Unternehmen haben längst als geschlossenes Team zusammengefunden und betreiben ein konsequentes Krisenmanagement. Österreich hat früher und weitgehender als andere EU- Länder reagiert. Neben den strikten Maßnahmen zur Bekämpfung der Virusverbreitung wird alles daran gesetzt, die Wirtschaftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Anders als gelegentlich international berichtet, befindet sich Österreichs Wirtschaft mitnichten im Stillstand. Der hohe Digitalisierungsgrad des Landes erweist sich als Vorteil. Die Bürger gehen unter strenger Beachtung der Virusbekämpfungsmaßnahmen konsequent und effizient ihren Aufgaben nach. Die derzeitigen Maßnahmenpakete der Regierung umfassen Kredithilfen, Zuschüsse und Steuerstundungen in der Höhe von 38 Mrd. Euro. Gestern wurde auch ein erweitertes Leerverkaufsverbot für österreichische Aktien durch die Finanzmarktaufsicht erlassen. Sobald die Umstände es zulassen, werden Konjunkturprogramme folgen. Dies, zusammen mit einem der weltweit führenden Gesundheitssysteme, lässt uns sicher sein, dass Österreich bald als eines der ersten Länder Europas gestärkt aus der Krise hervorgehen wird."

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