Keine „Guidance“ für September: Eine Pause, ein Aussetzen oder eine Erhöhung?

La Française Systematic Asset Management | 25.07.2023 09:24 Uhr
François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM / © e-fundresearch.com / La Française AM
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Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinssätze auf der Juli-Sitzung um 25 Basispunkte (Bp) anheben wird.

Unsere Erwartungen:

    • Die EZB wird ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte anheben und damit den Einlagensatz auf 3,75% und den Refi-Satz auf 4,25% erhöhen.
    • Der EZB-Rat wird seinen "von Sitzung-zu-Sitzung-Ansatz" beibehalten und eventuell die Zinserhöhungen im September pausieren, da die Daten seit der Juni-Sitzung zeigen, dass die Wirtschaft der Eurozone an Schwung verliert und die Inflation im Juni den dritten Monat in Folge gesunken ist.
    • Präsidentin Lagarde wird darauf hinweisen, dass der geldpolitische Kurs für September von neuen Daten und der aktualisierten Bewertung der Wirtschaftsprojektionen abhängt.
    • Von Christine Lagarde wird erwartet, dass die EZB die Leitzinsen für einen längeren Zeitraum im restriktiven Bereich belassen wird, um die anhaltende Inflation zu durchbrechen.
    • Die EZB wird die Forward Guidance für das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) unverändert lassen; fällig werdende Wertpapiere werden mindestens bis Ende 2024 flexibel reinvestiert. Präsidentin Lagarde wird unserer Meinung nach darauf hinweisen, dass die EZB zum jetzigen Zeitpunkt weder ein vorzeitiges Ende der PEPP-Reinvestitionen in Erwägung zieht, noch den direkten Verkauf von Anleihen in ihrer Bilanz diskutiert, um die quantitative Straffung zu beschleunigen – trotz einiger jüngster Äußerungen hawkisher EZB-Mitglieder

Insgesamt erwarten wir, dass die EZB ihre Strategie des „datenabhängigen Ansatzes und der sitzungsbezogenen Optionalität“ fortsetzen wird, wenn sich der EZB-Rat den potenziellen Höchstkursen nähert. Es ist unwahrscheinlich, dass Präsidentin Lagarde sich im Voraus auf eine explizite Orientierung für September und darüber hinaus festlegen wird. Sie dürfte jedoch darauf hinweisen, dass der Straffungszyklus der EZB noch nicht abgeschlossen ist. Nichtsdestotrotz könnte die Kommunikation der EZB ausgewogener ausfallen, insbesondere nach den überraschend dovishen Kommentaren zweier EZB-Mitglieder (Klaas Knot und Joachim Nagel). Folglich könnte diese Sitzung die Euro-Währung und die Zinssätze in der Eurozone leicht nach unten drücken.

Von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

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