US-Jobbericht schwächer als erwartet: Märkte setzen auf weniger Fed-Druck

Bradford Smith, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors, analysiert den überraschend schwachen US-Arbeitsmarktbericht. Der Stellenrückgang dämpft Erwartungen weiterer Fed-Zinserhöhungen. Nun rückt der kommende US-Inflationsbericht in den Fokus der Märkte. Janus Henderson Investors | 10.08.2026 08:51 Uhr
Bradford Smith, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors / © e-fundresearch.com / Janus Henderson Investors
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Der Arbeitsmarktbericht fiel mit einem Rückgang um 23.000 Stellen enttäuschend aus. Ökonomen hatten in einer Konsensumfrage einen Anstieg um 80.000 Stellen erwartet. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,1 % gegenüber zuvor 4,2 %. Angesichts der jüngsten Konzentration auf die Fed und ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Inflation werfen diese Zahlen erneut Fragen zum Arbeitsmarkt auf und reduzieren etwas den Druck auf Warsh hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen. Als Reaktion darauf versteilt sich die Renditekurve der US-Staatsanleihen in Richtung „Bull Steepening“. Damit signalisiert der Markt, dass er nicht mehr so sicher ist, ob die Fed noch in diesem Jahr die Zinsen anheben wird. Trotz eines schwachen Arbeitsmarktberichts bleibt die Wirtschaft stark, und die Unternehmensgewinne sind weiterhin sehr robust, wie das starke Wachstum in den Quartalsberichten des Privatsektors zeigt. Schwankungen im Arbeitsmarktbericht sind mittlerweile zur Norm geworden, sodass die Fed weniger Gewicht auf einen einzelnen Datenpunkt legt. Der Fokus des Marktes wird sich schnell auf den VPI-Bericht in der nächsten Woche verlagern.

Von Bradford Smith, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors

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