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„Die chinesischen Konjunkturdaten für Oktober zeigten eine leichte Verbesserung, außer im Immobiliensektor. Die Industrieproduktion erholte sich etwas, nicht zuletzt dank der weiterhin starken Exporte. Die Einzelhandelsumsätze wurden weniger stark durch Covid-19-bedingte Lockdowns beeinträchtigt. Das Wachstum der gesamten Sozialfinanzierung ging nicht mehr zurück.
Der Immobiliensektor gab jedoch weiterhin Anlass zur Sorge. Die Immobilieninvestitionen und -verkäufe gingen weiter zurück. Die Hauspreisinflation schwächte sich ab und erreichte den niedrigsten Stand seit Anfang 2016. Während die Immobilieninvestitionen insgesamt in diesem Jahr noch um 5 Prozent zulegen dürften, könnte sich der Sektor im nächsten Jahr zu einer starken Wachstumsbremse entwickeln. Da Chinas Politik des Schuldenabbaus jedoch die Ursache für den derzeitigen Abschwung im Immobiliensektor ist, kann die Politik auch eine regelrechte Rezession verhindern.
Erste Maßnahmen zur Erleichterung der Verfügbarkeit von Hypotheken wurden bereits ergriffen. Für 2021 rechnen wir weiterhin mit einem schwachen, aber positiven Wachstum der Immobilieninvestitionen. Generell sorgen der Immobiliensektor, die Kontrolle des Energieverbrauchs, neue Ausbrüche von Covid-19 und die steigende PPI-Inflation für Gegenwind in der Wirtschaft. Daher rechnen wir mit einer politischen Lockerung, indem die Geldpolitik den Mindestreservesatz (RRR) um 50 Basispunkte senkt. Wir gehen davon aus, dass das BIP-Wachstum im nächsten Jahr unter 5 Prozent fallen wird, nach 7,8 Prozent im Jahr 2021.“
Christoph Siepmann, Senior Economist bei Generali Investments
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