Inflationsrisiken steigen: EZB dürfte erneut an der Zinsschraube drehen

Martin Wolburg, Senior Economist bei Generali Investments, erwartet im September eine EZB-Zinserhöhung auf 2,5 % und weitere restriktive Signale. Generali Investments | 08.09.2026 08:44 Uhr
Martin Wolburg, Senior Economist bei Generali Investments / © e-fundresearch.com / Generali Investments
Martin Wolburg, Senior Economist bei Generali Investments / © e-fundresearch.com / Generali Investments

Bei ihrer Sitzung am 10. September dürfte die EZB ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,5% anhebenDie erneute Eskalation des Iran-Konflikts hat die Inflationsrisiken nach oben verstärkt, insbesondere durch mögliche Zweitrundeneffekte auf die Löhne, während die jüngsten Konjunkturdaten darauf hindeuten, dass die Expansion nicht nur intakt ist, sondern sich sogar ausweitet.

Die restriktive Rhetorik des EZB-Rats und das Protokoll der letzten Sitzung untermauern die Argumente für eine Zinserhöhung im September. Wir gehen davon aus, dass Präsidentin Lagarde eine restriktive, abwartende Haltung beibehalten und die Tür für weitere Straffungsmaßnahmen offen lassen wird. Dennoch betrachten wir einen Schritt in den restriktiven Bereich eher als eine Anpassung im Rahmen des Risikomanagements denn als Beginn eines neuen Zinserhöhungszyklus.

Von Martin Wolburg, Senior Economist bei Generali Investments

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