Aktuell verweisen Marktbeobachter auf die im Vergleich zu Large-Cap-Aktien relativ niedrigen Bewertungen von US-Smaller Companies, und das ist ein guter Ausgangspunkt. Aber Bewertungen allein reichen nicht aus. Es gibt verschiedene Faktoren, die die fundamentalen Aussichten für Small-Cap-Aktien verbessern.
Die Unternehmensberichte für das dritte Quartal zeigen, dass diese Unternehmen ein beschleunigtes Umsatz- und Gewinnwachstum verzeichnen. Die gemeldeten Gewinne übertreffen die Erwartungen, sogar noch stärker als bei Large-Cap-Aktien.
Mit Blick auf 2026 dürfte das Gewinnwachstum Small-Cap-Aktien weiterhin positiv beeinflussen. Niedrigere Zinsen kommen Small-Cap-Unternehmen in der Regel mehr zugute als ihren größeren Pendants, da sie ihre Kredite relativ gesehen häufiger zu variablen Zinssätzen oder mit kürzerer Laufzeit aufnehmen. Small Caps können auch auf andere Weise profitieren: Sie sind beispielsweise stärker vom Wohnungsbau und der Fluktuation auf dem Wohnungsmarkt abhängig als Large-Cap-Aktien. Die jüngste Stagnation bei den Hausverkäufen war ein Gegenwind; mit den Zinssenkungen der Fed könnte sich dies zu einem neutralen oder sogar Rückenwind wandeln. Schließlich haben die M&A-Aktivitäten zugenommen, was den Wert vieler dieser kleineren Unternehmen unterstreicht.
Strategische Käufer haben dies erkannt, auch wenn der breitere Markt dies nicht getan hat, was zu einem der aktivsten M&A-Umfelder der letzten 30 Jahre geführt hat. Die jüngste Rallye mit geringer Qualität und hohem Beta war für qualitätsorientierte aktive Manager nicht gerade erfreulich, hat aber in den letzten Wochen Risse gezeigt. Die führenden Positionen haben sich auf einige der Nachzügler des vergangenen Jahres verlagert, darunter Gesundheits- und Energieaktien.
Von Matt Mahon, Portfoliomanager bei T. Rowe Price
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