Gestiegene Nachfrage nach Verteidigung im Pazifikraum

Das unsichere geopolitische Umfeld hat zu einem anhaltenden Anstieg der Verteidigungsausgaben und zu einer erhöhten Nachfrage nach modernen militärischen Fähigkeiten geführt. HANetf | 29.08.2025 08:06 Uhr
© e-fundresearch.com / Canva
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Die Indo-Pazifik-Region umfasst Australien, Indien, Indonesien, Japan, Neuseeland, die Philippinen, Singapur, Südkorea, Taiwan und Thailand. Aufgrund von Chinas globaler militärischer Expansion, den anhaltenden Spannungen im Südchinesischen Meer rund um Taiwan und zuletzt einer Eskalation zwischen Indien und Pakistan ist die Region zu einem strategischen Brennpunkt geworden. Die NATO, die USA und deren Verbündete haben den Indo-Pazifik inzwischen als oberste Verteidigungspriorität eingestuft. Dies spiegelt sich in rekordhohen Verteidigungsbudgets, neuen Kooperationsrahmen wie AUKUS, der US-japanischen Allianz (USJF), dem US-indischen TRUST-Abkommen sowie einem verstärkten Fokus auf technologische Innovation und Kapazitätsausbau wider.

Der Indo-Pazifik-Verteidigungsmarkt machte 2024 rund 22% der weltweiten Verteidigungsausgaben aus. China steht mit 46% für fast die Hälfte des regionalen Budgets, gefolgt von Indien, Japan und Taiwan, die zusammen auf 26% kommen. Während derzeit noch etwa 65 – 70% der militärischen Ausrüstung aus dem Ausland stammen, werden Länder wie Japan, Singapur, Südkorea, Taiwan und Indien zunehmend eigenständiger in der Produktion – mit Potenzial, auch andere Länder der Region zu beliefern. Parallel dazu entstehen Verteidigungsindustrien mit kleinerer, aber wachsender Kapazität in Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam.

Letztlich wird sich – ähnlich wie in Europa – auch im Indo-Pazifik ein Verteidigungssektor entwickeln, der weniger abhängig von ausländischen Technologien und Ausrüstungen ist und künftig das Potenzial hat, andere Nationen aus Überschussbeständen zu versorgen.

Die Argumente für ein Engagement im Indo-Pazifik-Verteidigungssektor:

  • Steigende Spannungen in der Region: Wachsende geopolitische Spannungen sowie Bedrohungen durch China, Nordkorea und regionale Konflikte treiben die Verteidigungsausgaben auf Rekordniveau.
  • Streben nach regionaler Eigenständigkeit: Ausbau der heimischen Produktion und Innovationskraft bei gleichzeitiger Verringerung der Abhängigkeit von Importen.
  • Strategische Bedeutung als Investitionstreiber: Politische und budgetäre Unterstützung seitens der NATO, der USA und ihrer Verbündeten angesichts der zentralen strategischen Rolle der Region.

Indo-Pazifik-Verteidigung

Nur zu Illustrationszwecken.

Der Future of Defence Indo-Pacific ex-China UCITS ETF (QUAD) zielt darauf ab, gezielten Zugang zu den Verteidigungsausgaben der Indo-Pazifik-Region – China ist explizit ausgeschlossen – zu bieten.

Chinas militärische Expansion hat die bedeutendste Aufrüstungsoffensive im Indo-Pazifik seit dem Kalten Krieg ausgelöst. Als Reaktion darauf erhöhen Länder von Indien bis Japan nicht nur ihre Verteidigungsbudgets, sondern treiben auch die Lokalisierung der Rüstungsproduktion voran.

Dieser Wandel – weg von Importen, hin zu heimischer Produktion – eröffnet wachsende Chancen für Verteidigungsunternehmen der Region.

Von Jane Edmondson, Head of Index Product Strategy, VettaFi 

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