Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

M&G Investments über den Earth Overshoot Day: Wird 2020 der Wendepunkt?

Spätestens seit dem vergangenen Wochenende leben wir über unsere Verhältnisse. Denn Samstag, der 22. August 2020, markierte den Zeitpunkt, ab dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht als nachwachsen können. Dabei ist dieses Jahr der Termin des „Erdüberlastungstages“ (Earth Overshoot Day), der vom Global Footprint Network errechnet wird, coronabedingt sogar nach hinten gerutscht – 2019 war diese Schwelle schon am 29. Juli erreicht, so früh wie noch niemals zuvor. M&G Investments | 24.08.2020 10:00 Uhr
Ben Constable-Maxwell, Head of Sustainable and Impact Investing bei M&G / © M&G Investments
Ben Constable-Maxwell, Head of Sustainable and Impact Investing bei M&G / © M&G Investments

Ben Constable-Maxwell, Head of Sustainable and Impact Investing bei M&G, weist auf das Positive hin: „Drei Wochen Atempause sind in Zeiten der Pandemie zwar kein Grund zum Feiern, sondern wurden mit hohen Kosten für die Wirtschaft und jeden Einzelnen erkauft. Aber 2020 zeigt dennoch, dass eine Umkehr von unseren Konsumgewohnheiten möglich ist. Wir haben jetzt die Chance, die Gesellschaft nachhaltiger als bisher wiederaufzubauen.“ 

Ziel müsse es sein, den Erdüberlastungstag zukünftig deutlich weiter Richtung Dezember zu verschieben, so Constable-Maxwell. Jeder einzelne könne durch sein Verhalten dazu beitragen und zum Beispiel weniger mit dem Auto oder Flugzeug reisen oder weniger Einwegverpackungen verbrauchen. „Aber auch Unternehmen und Investoren haben eine Verantwortung. Wir als Anleger können uns etwa gezielt bei Firmen engagieren, die an Lösungen für unsere aktuellen Umweltprobleme arbeiten“, sagt der Nachhaltigkeitsexperte. Zwei Unternehmen sind nach seiner Meinung besonders hervorzuheben und auch aus Investorenperspektive interessant: 

  • Das französische Maschinenbauunternehmen Schneider Electric kombiniert weltweit führende Energietechnologien und Echtzeit-Automatisierung sowie bahnbrechende Software zu integrierten Lösungen, um die Effizienz und Nachhaltigkeit von Häusern, Gebäuden, Rechenzentren, Infrastruktur und Industrien zu verbessern. Die vier Schlüsselmärkte, die Schneider bedient, verbrauchen 70% der weltweiten Energie. Das Unternehmen will dafür sorgen, dass diese Bereiche effizienter arbeiten, indem es seine Technologien für Gebäude, industrielle Prozesse und die Stromerzeugung einsetzt – um ausdrücklich „die Menschheit aus dem ökologischen Overshoot herauszuführen“. Laut einer Analyse im Jahr 2019 „würden die energetische Nachrüstung und die Dekarbonisierung der Stromerzeugung allein durch die weltweite Anwendung bestehender Technologie in diesen Bereichen zusammengenommen die Schwelle zur Erdüberlastung um 21 Tage verschieben“. 
  • Der britische Papier- und Verpackungsanbieter DS Smith demonstriert, wie das Kreislaufwirtschaftsmodell den ökologischen Fußabdruck industrieller Prozesse reduzieren kann. Das Unternehmen verwendet für die Herstellung seiner Kartonverpackungen zu 100 Prozent recycelte und nachhaltig beschaffte Materialien. Die 6 Millionen Tonnen wiederverwertbares Material, die 2019 gesammelt, sortiert und wiederaufbereitet wurden, überstiegen die Menge der in diesem Jahr auf den Markt gebrachten Verpackungen. Das Unternehmen unterhält eine Partnerschaft mit der Ellen MacArthur Foundation, der weltweit führenden Stiftung zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Beide arbeiten an Prinzipien für nachhaltiges Design, das im Kampf für mehr Abfallvermeidung eine entscheidende Rolle spielt. 

„Unternehmen wie diese machen deutlich, dass die übermäßige Ausbeutung der Erde nicht unvermeidlich ist, sondern dass wir innerhalb unserer ökologischen Grenzen wirtschaften können, ohne dass die Menschen schlechter gestellt werden“, unterstreicht Ben Constable-Maxwell. 

Über die Aktivitäten einzelner Unternehmen hinaus müsse es aber auch einen Ansatz auf Systemebene geben. Der Aktionsplan der Europäischen Union zur Kreislaufwirtschaft sei ein Beispiel, dem andere folgen sollten, mit einer Politik, die nachhaltige Produktion, Abfallreduzierung und die Entkopplung von Wachstum und Ressourcenentnahme unterstützt. Der M&G-Experte nennt zudem Amsterdam und Kopenhagen als Städte, die das „Doughnut Economics“-Modell der britischen Ökonomin Kate Raworth übernommen haben: „Bei diesem Ansatz geht es darum, die materiellen und sozialen Bedürfnisse der Bevölkerung sicherzustellen, ohne aber wichtige ökologische Schwellenwerte zu überschreiten. Es ist ein Modell für eine nachhaltigere und regenerativere Wirtschaft, das dem gesellschaftlichen Wohlergehen und der Belastbarkeit der Umwelt einen größeren Wert beimisst.“

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Innovation schafft neue Anlagechancen

Mobilität ist ein Wachstumstreiber und die technischen Fortschritte in den vier Schwerpunktthemen autonome Fahrzeuge, Konnektivität, Fahrgemeinschaften und Elektrifizierung bieten Investmentmöglichkeiten.

Diese Bereiche haben Potenzial
Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.08.2020 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com