Der Wert liegt wie immer im Auge des Betrachters
Nach wie vor sprechen die Wirtschaftsdaten insgesamt für eine Erholung in Europa. Zudem haben wir weiter den Eindruck, dass sich das Gewinnwachstum im Jahresverlauf beschleunigen wird, trotz des Gegenwinds seitens der Wechselkurse und der geringen Preissetzungsmacht vieler Unternehmen. Aber auch an den Schwankungen an Europas Aktienmärkten wird sich auf absehbare Zeit wohl nichts ändern. Auf kurze Sicht haben die Geschäftsberichte der Unternehmen die Erwartungen zwar gedämpft. Ihre Prognosen lassen jedoch auf ermutigende Signale im zweiten Halbjahr hoffen.
Was die Renditen aus Aktien anbelangt, treten die europäischen Aktienmärkte in diesem Jahr bislang mehr oder weniger auf der Stelle, trotz sich bessernder Konjunkturdaten. Gleichzeitig beobachten wir eine gewisse Rotation aus Wachstums- in Substanzaktien. Aktien von Ölgesellschaften und Versorgern, die wir untergewichtet haben, erleben seit einigen Wochen einen Höhenflug. Das hat unseres Erachtens vor allem mit der Neupositionierung von Hedgefonds zu tun, die Short-Positionen schließen oder Gewinne mitnehmen, und weniger mit einem grundlegend geänderten Ausblick für Ölaktien. Bei Versorgern könnte der Fall zugegebenermaßen etwas anders liegen.
Nach wie vor sind wir überzeugt, dass geduldige Anleger für ein längerfristiges Engagement bei Qualitätsaktien belohnt werden und zudem in den Genuss weniger stark schwankender Kurse kommen können. Geduld ist in der Tat ein wichtiges Merkmal unseres Anlageprozesses. Denn auf längere Sicht kann ein gutes Geschäftsmodell helfen, selbst starken Gegenwind zu überwinden. Unterdessen kann sich das Warten für Anleger durchaus auszahlen. Denn Unternehmen mit hohen Cashflows beispielsweise, deren Erträge aus unterschiedlichsten Quellen rund um den Globus stammen, bieten Potenzial für attraktive Dividendenrenditen.
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