An potenziell marktrelevanten politischen Nachrichten mangelt es aktuell nicht. Seit dem zweiten Amtsantritt von Donald Trump Anfang 2025 prägen insbesondere Meldungen und Entscheidungen aus den USA das Risikoumfeld und damit auch die Erwartungen an Konjunktur, Handel und Kapitalmärkte. Zolldrohungen, Diskussionen um die Unabhängigkeit der Fed oder mögliche steuerliche Belastungen für ausländische Anleger in den USA machen die Marktteilnehmer nervös. Entsprechend hat die Volatilität spürbar zugenommen: Kursbewegungen fallen zum Teil kräftig aus – nicht nur bei Aktien und Anleihen, sondern inzwischen auch bei Gold. Auffällig ist jedoch, dass die Märkte bislang nach Schockmomenten häufig rasch zu ihrem Basisszenario zurückkehren. Trotz aller Diskussion werden Rücksetzer offenbar eher als temporäre Verunsicherung, denn als Regimewechsel interpretiert.
Anleihen sorgen für Stabilität
Diese Gelassenheit zeigt sich auch im Verhalten vieler langfristig orientierter Investoren. Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke, deren Portfolios auf der Spezialfonds-Plattform von Universal Investment verwaltet werden, bleiben ihrer strategischen Ausrichtung treu. Für diese Gruppe sind festverzinsliche Wertpapiere traditionell die zentrale Anlageklasse. Zwar liegt der Rentenanteil seit Jahren unter den Werten früherer Hochphasen – 2014 überschritt er zuletzt die Marke von 50 Prozent –, dennoch stellen Bonds weiterhin den größten Einzelblock in den Portfolios. Ende 2025 lag die Anleihequote bei 39,6 Prozent, nach 38,9 Prozent zwölf Monate zuvor. Auch innerhalb der Rentensegmente gab es im Jahresvergleich kaum Verschiebungen: Veränderungen spielten sich überwiegend im Nachkommabereich ab, was auf eine stabil verankerte, langfristige Steuerung hindeutet.
Innerhalb des Anleiheportfolios dominieren Unternehmens- und Staatsanleihen. Sie vereinen mit Anteilen von rund 30 Prozent (Corporate Bonds) und rund 28 Prozent (Staatsanleihen) deutlich mehr als die Hälfte der festverzinslichen Allokation auf sich. Es folgen Emissionen von Finanzinstituten: Klassische Bankanleihen kommen auf 9,5 Prozent, Pfandbriefe beziehungsweise Covered Bonds auf rund 9 Prozent. Verbriefungen bleiben trotz europäischer Initiativen zur Wiederbelebung dieses Marktes dagegen weiterhin ein Randthema. Asset Backed Securities (ABS) erreichten Ende 2025 einen Anteil von 3,8 Prozent (Ende 2024: 3,7 Prozent). Mortgage Backed Securities (MBS) lagen bei 0,7 Prozent und damit sogar leicht unter dem Vorjahreswert von 0,8 Prozent.
Abb. 1:

Illiquide Anlageformen ergänzen
Bei den Alternative Investments spielen strukturierte Produkte und Verbriefungsformen dagegen eine größere Rolle. Nach den zuletzt verfügbaren Daten per Ende September 2025 entfielen 7,5 Prozent des in Private Markets investierten Kapitals auf entsprechende Strukturen. Insgesamt ist das auf der Plattform von Universal Investment investierte Kapital auf 123 Milliarden Euro gestiegen – mehr als zehn Milliarden Euro über dem Stand zum Ende des dritten Quartals 2024. In der Verteilung der Private-Market-Strategien dominieren weiterhin Equity-Strukturen mit 58 Prozent. Dahinter folgen Debt-Strukturen, Verbriefungen sowie Hedgefonds.
Abb. 2:

Auch der Immobilienbereich bleibt ein bedeutender Baustein institutioneller Portfolios. Per Ende September 2025 belief sich das Immobilien-Transaktionsvolumen in den Spezialfonds auf 45,6 Milliarden Euro. Deutschland ist dabei der mit Abstand wichtigste Zielmarkt und bündelt 18,3 Milliarden Euro. Nordamerika (10,4 Milliarden Euro) und das übrige Europa (9,7 Milliarden Euro) sind weitere zentrale Regionen, während Asien und Australien zusammen auf 7,2 Milliarden Euro kommen. Es fällt auf, dass sich die Präferenzen hinsichtlich der Nutzungsarten über die letzten zehn Jahre verschoben haben: Handels- und Büroimmobilien, die 2015 mit 47,5 Prozent beziehungsweise 42,3 Prozent die wichtigsten Sektoren waren, sind anteilig auf jeweils rund ein Drittel geschrumpft. Die Bedeutung von Wohnimmobilien als Kapitalanlage ist in dieser Zeit dagegen stark gestiegen und liegt nun bei 24,4 Prozent im Vergleich zu 6,8 Prozent vor zehn Jahren.
Bei Aktien dominieren IT und Finanzwerte
Über alle Anlageklassen hinweg summiert sich das Spezialfondsvolumen auf der Universal Investment-Plattform zum Jahresende 2025 auf mehr als 653 Milliarden Euro. Rund ein Viertel davon ist in Aktien investiert. So lag die Aktienquote mit 25,1 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 24,5 Prozent. In der sektoralen Ausrichtung zeigt sich eine klare Präferenz: IT bleibt die wichtigste Aktienbranche und macht 19,3 Prozent des Aktienbestands in den Spezialfonds aus. Auf Platz zwei folgen Finanzwerte, deren Anteil bis Ende 2025 auf 17,8 Prozent stieg – rund zwei Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor. Tatsächlich war der Finanzsektor der einzige Bereich, der im Jahresverlauf eine spürbar höhere Gewichtung erhielt. Rückenwind kam 2025 dabei insbesondere von der starken Kursentwicklung europäischer Banken. In den übrigen Sektoren blieben die Gewichtungen weitgehend konstant. Nach Industrieaktien (13,5 Prozent) auf Rang drei folgen zyklische Konsumgüter und Health Care mit jeweils rund 9 Prozent.
Langfristig komfortable Wertentwicklung
Das Börsenjahr 2025 verlief insgesamt ausgesprochen positiv. Mehrere Aktienmärkte schlossen – jeweils in Lokalwährung – mit deutlichen Zuwächsen, angeführt von Südkorea (+69,3 Prozent), Kolumbien (+57,9 Prozent) und Spanien (+53,7 Prozent). Selbst der französische CAC 40 als Schlusslicht der betrachteten Börsenplätze lag noch mit 14,2 Prozent im Plus.
Die Spezialfonds auf der Plattform von Universal Investment erzielten 2025 über alle Anlagesegmente hinweg eine Wertentwicklung von 4,8 Prozent – und damit rund zwei Prozentpunkte weniger als 2024. Den größten Performance-Beitrag lieferten Hedgefonds mit einem Plus von 12,6 Prozent, gefolgt von Aktieninvestments mit 9,1 Prozent. Anleihefonds steuerten 3,9 Prozent zur Wertentwicklung bei. Insgesamt bewegt sich die Spezialfonds-Performance auch längerfristig weiterhin in einem komfortablen Korridor: Sowohl über fünf als auch über zehn Jahre liegt die jährliche Rendite bei rund 3,8 Prozent per annum.
Abb. 3:

Methodik und Relevanz
Die vorliegende Auswertung erfasst alle Anlagen in Spezialfonds bei Universal Investment für den Zeitraum von Dezember 2011 bis zum 31. Dezember 2025. Das Gesamtvolumen der analysierten Assets under Administration beträgt derzeit rund 653 Milliarden Euro.
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Stand: Dezember 2025
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