3) Japan räumt Wachstumshemmnis aus dem Weg
In Japan überschlugen sich kaum zwei Wochen nach der unerwarteten, massiven Ausweitung der «quantitativen Lockerung» am 31. Oktober die Ereignisse erneut. Die vorläufige Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das dritte Quartal 2014 fiel am 17.November so enttäuschend aus, dass Premierminister Shinzo Abe prompt die «Flucht nach vorn» antrat, um dem vorprogrammierten«Katzenjammer» möglichst rasch den Wind aus den Segeln zu nehmen: Er verschob die geplante, aber umstrittene zweite Erhöhung der Umsatzsteuer um 18 Monate und rief für den 14. Dezember vorgezogene Neuwahlen aus. Damit stehen der expansivenGeldpolitik Japans nach Ansicht vieler Ökonomen keine kurzfristig «unnötigen» Wachstumshemmnisse mehr im Wege. Zugleich könnte der Wahlgang im Idealfall die «Reflationisten» innenpolitisch für weitere vier Jahre stärken.
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