Systematik statt Index-Dogma: Wie Avantis Investors die Grenzen des passiven Investierens neu definiert

Der Jahresauftakt 2026 steht im Zeichen komplexer Marktdynamiken. Im Rahmen des e-fundresearch.com Winter Fonds-Dialogs in Österreich verdeutlichte Pay Fahlbusch (Avantis Investors), warum das Festhalten an rein marktkapitalisierungsgewichteten Indizes Renditechancen ungenutzt lassen könnte – und wie ein wissenschaftlich fundierter, systematischer Ansatz die Brücke zwischen Effizienz und aktivem Mehrwert schlägt. Managers | 04.02.2026 12:45 Uhr
Pay Fahlbusch (Avantis Investors) beim e-fundresearch.com Fondsdialog
Pay Fahlbusch (Avantis Investors) beim e-fundresearch.com Fondsdialog

Advertorial

Die Dekonstruktion der „passiven“ Illusion

Pay Fahlbusch, Head of Wholesale & ETF Sales (Germany & Austria) bei Avantis Investors, stellte in seinem Vortrag eine provokante Einstiegsfrage: „Wir leben in einer Zeit, in der wir permanent mit ETFs und indexnahen Investments konfrontiert sind. Doch hier stellt sich die entscheidende Frage: Was ist überhaupt ein passives Investment im klassischen Sinne?“ Fahlbusch legte dar, dass das, was viele Anleger als „passiv“ wahrnehmen, in der Realität oft unflexible Regelwerke sind, die bei Marktveränderungen massiv an Schlagkraft verlieren.

Ein klassischer Index folgt starren Rebalancing-Terminen und einer rein marktkapitalisierungsgewichteten Logik. Das führt dazu, dass Anleger oft zwangsläufig in Titel investiert bleiben, deren Fundamentaldaten sich bereits verschlechtert haben oder die schlichtweg überbewertet sind. In einem dynamischen Jahr wie 2026, in dem geopolitische Verschiebungen und geldpolitische Wendepunkte die Märkte prägen, wird diese Inflexibilität zum Risiko. Avantis Investors bricht diese Dogmen auf, indem sie die Transparenz und Kosteneffizienz der ETF-Welt mit einer intelligenten, täglichen Steuerung kombinieren.

Valuation Theory: Wissenschaft statt Bauchgefühl

Der Kern des Ansatzes von Avantis Investors, einer Marke von American Century Investments, basiert auf der „Valuation Theory“. Es geht nicht um „Stock Picking“ nach subjektivem Ermessen, sondern um ein tiefgreifend systematisiertes aktives Management. Das Ziel ist es, auf Basis belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse jene Wertpapiere im Portfolio zu identifizieren und überzugewichten, die eine höhere erwartete Rendite aufweisen.

„Es macht keinen Sinn, einfach nur in Extreme zu investieren“, betonte Fahlbusch vor dem Fachpublikum. Stattdessen nutzt Avantis ein multidimensionales Rahmenwerk, zur Betrachtung von Kennzahlen aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung – wie etwa der Profitabilität – um ein ganzheitlicheres Bild von Unternehmen und ihren erwarteten Renditen zu erhalten. Letzteres fungiert als entscheidender Qualitätsfilter, um die klassischen „Value-Fallen“ zu umgehen. Ein Unternehmen kann optisch günstig bewertet sein, doch ohne solide Cashflows und Gewinne wird es im Avantis-Modell nicht übergewichtet. Dieser Fokus auf die wirtschaftliche Realität der Unternehmen schafft eine Struktur, die rein passiven Benchmarks konzeptionell überlegen ist.

Implementierung: Der Vorsprung durch tägliche Agilität

Ein oft unterschätzter Performance-Treiber im Avantis-System ist die Art der Umsetzung. Während herkömmliche Indexfonds durch ihre Vorhersehbarkeit bei Rebalancing-Terminen oft Opfer von Arbitrage-Strategien anderer Marktteilnehmer werden, agiert Avantis agiler. Durch ein tägliches Monitoring der Portfolio-Konstituenten kann das Team Markteffizienzen dort nutzen, wo sie entstehen – sei es bei Global Small Cap Value Titeln oder in den Emerging Markets.

„Bedingt durch den Mechanismus, den wir anwenden, vermeiden wir die typischen Schwächen starrer Strukturen“, erläuterte Fahlbusch. Ziel ist es, Transaktionskosten durch einen flexiblen Handelsansatz zu minimieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass das Portfolio stets optimal auf die gewünschten Renditefaktoren ausgerichtet bleibt. Dieser hybride Ansatz – die Disziplin eines Index mit der Reaktionsfähigkeit eines aktiven Managers – ist die Antwort von Avantis Investors auf das „Beta-Dilemma“ moderner Portfolios.

Fazit für die Allokation 2026

Für institutionelle Investoren und Wholesale-Partner in Österreich bietet Avantis Investors mit seinen UCITS-Lösungen, wie dem Avantis Global Equity UCITS ETF, dem Avantis Emerging Markets UCITS ETF, oder dem spezialisierten Global Small Cap Value ETF, leistungsstarke Bausteine. Der Winter Fonds-Dialog hat verdeutlicht: Wer 2026 Alpha-Potenziale heben möchte, muss über den Tellerrand der klassischen Indexwelt hinausblicken.

Wie Fahlbusch abschließend festhielt: „Es geht darum, eine andere Form von Struktur zu schaffen, die am Ende auch die Performance liefert, die Investoren in diesem Umfeld erwarten.“ Die Kombination aus akademischer Fundierung und operativer Flexibilität macht Avantis Investors zu einem der spannendsten Akteure für die kommenden Jahre.

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