Anlässlich des 250-jährigen Bestehens der USA beleuchtete ein Podiumsdiskussion in Wien die Zukunft der transatlantischen Beziehungen. Im Fokus standen geopolitische Stabilität, europäische Handlungsspielräume sowie die Rolle von Frauen in der internationalen Politik und Finanzwirtschaft. e-fundresearch.com begleitete die exklusiv weiblich besetzte Fachveranstaltung als Medienpartner vor Ort.
Transatlantische Partnerschaft im Fokus
Das bevorstehende Jubiläum der US-Unabhängigkeitserklärung am 4. Juli 2026 bildete den Rahmen für eine tiefergehende Analyse der aktuellen geopolitischen Lage. Wie Lazard Asset Management im Rahmen der Veranstaltung argumentierte, fungiert die transatlantische Partnerschaft angesichts globaler geopolitischer Verwerfungen zunehmend als kritischer Stabilitätsfaktor für institutionelle Rahmenbedingungen. Für institutionelle Akteure in Europa stellt sich dabei die Frage, wie strategische Handlungsspielräume effektiv genutzt werden können, um gemeinsame Werte und wirtschaftliche Interessen langfristig zu sichern.
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Musikalische Einlagen lockerten die Veranstaltung auf.
Perspektiven von Lazard und diplomatischer Expertise
In der Diskussionsrunde im Kleinen Festsaal der Industriellenvereinigung erörterten Kim Tilley, Head of Portfolio Solutions bei Lazard Asset Management in New York, und die ehemalige österreichische Außenministerin Ursula Plassnik die aktuellen Herausforderungen der Geopolitik. Unter der Moderation von Monika Rosen, Vizepräsidentin der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft, wurde insbesondere die strategische Positionierung Europas thematisiert.
Ein besonderes Merkmal der Veranstaltung war der Fokus auf Female Leadership: Im Vorfeld des Weltfrauentages am 8. März waren sowohl das Podium als auch das Auditorium ausschließlich weiblich besetzt.
Finanzmärkte als Hebel für Transformation
Die Debatte verdeutlichte, dass eine resiliente transatlantische Achse die Grundvoraussetzung für stabile Rahmenbedingungen im Bereich der Realwirtschaft und der Finanzmärkte bleibt. In diesem Zusammenhang betonte Monika Rosen die strukturelle Bedeutung der Kapitalmärkte: „Das 250-Jahr Jubiläum, das die USA heuer am 4. Juli feiern, ist auch ein Anlass darüber nachzudenken, welche Rolle der Kapitalmarkt bei der Lösung unserer Probleme spielen könnte. In dieser Beziehung können wir in Europa viel von den USA lernen. Ein stärker ausgebauter und zentralisierter Finanzmarkt würde die Kapitalaufbringung in Europa sehr unterstützen. Damit würde es sicherlich leichter fallen, die zahlreichen Aufgaben zu lösen, von der Sicherheit über die erneuerbaren Energien bis zur digitalen Souveränität.“

Der Austausch unterstrich die Notwendigkeit einer engen Kooperation, um die geopolitischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte proaktiv zu gestalten und die europäische Wettbewerbsfähigkeit durch effizientere Finanzmarktstrukturen zu stärken.
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