Unsere aktuellen Zinsprognosen dürften risikobehaftete Anlagen stützen. Erst wenn die Inflationsrisiken weiter steigen, sehen wir das Potenzial für einen Zinsanstieg auf ein Niveau, das Druck auf risikobehaftete Anlagen ausüben würde.
Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich die globale wirtschaftliche Expansion trotz der derzeitigen Gegenwinde fortsetzen wird. Viele Volkswirtschaften gingen mit einem Wirtschaftswachstum nahe dem Trend oder darüber in diesen kriegsbedingten Energieschock.
Die Risikoprämie für den Besitz von nicht auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten steigt in der Regel, wenn globale Risiken zunehmen. Diese aktuell wirksame Daumenregel veranlasst uns jedoch nicht, generell pessimistisch zu werden gegenüber nicht auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten. Wenn sich die globalen Wachstumserwartungen zu stabilisieren beginnen oder sich sogar verbessern, gehen wir davon aus, dass wieder eine optimistischere Haltung gegenüber nicht auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten einkehren wird.
Vor allem in Lateinamerika sehen wir attraktive Chancen; dort könnte das Potenzial für Carry-Erträge die Währungsabwertung übersteigen, solange Anleger auf das Kriegsende warten.
Das Potenzial für einen US-Dollar-Bullenmarkt bleibt unserer Ansicht nach gering, insbesondere wenn die Fed in diesem Jahr die Zinsen senkt, während andere Zentralbanken ihre Geldpolitik beibehalten oder straffen.
Von Craig Burelle, Global Macro Strategist beim US-Vermögensverwalter Loomis Sayles
Den vollständigen Investment Outlook finden Sie hier im englischen Original.
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